Hallo,
bei meiner Frau (Astrozytom ll 1997 OP, Bestrahlung) konnten wir durch eine Ernährungsumstellung
ein Rezidiv (Dez 2008) wieder beseitigen.
Verzicht auf Zucker, keine Milch und keine Milchprodukte, Verwendung von Grünem Tee mit 50% Hibiskustee mit Zimt und Nelken kochen und lange ziehen lassen – mit viel Zitronensaft trinken. Div. Heilpilze und viel Gemüse. Wenig essen (7 kg Gewichtsreduzierung in drei Monaten) Tiefgefrorene Sauerkirschen und div. Vitamine.
Hier kannst du Zsuzsanna in einer Gesundheitssendung des Ungarischen Fernsehens sehen. (Beitrag startet nach einer kurzen Werbung und Ladezeit selbstständig)
bin über diverse Links hier wieder gelandet, diesmal hinterlasse ich dir einen Gruß in deinem Gästebuch!
“Lieben Gruß!”
*headbangendzudeinemletzteneintragverschwind*
Noch ein Winker,
lg
dreams
hallöchen,
bin über dreamsandme bei dir gelandet und wollte auch mal einen lieben gruss hinterlassen.
ich war früher op-schwester und eine ganze zeitlang auch leitung in einem neurochirurgischen op. ich kann also gut nachvollziehen was du hier berichtest.
mich selbst hat allerdings brustkrebs erwischt, inzwischen auch ausgedehnte metastasen.
das wofür und wogegen wir alle kämpfen, ist aber letztendlich doch das gleiche.
lieben gruss sue
Ich bin durch “dreamsandme” in Facebook auf dich aufmerksam geworden.
Deinen Blog finde ich sehr gelungen, interessant und sehr informativ! Auch finde ich es sehr beachtlich, dass du dich mit deiner Krankheit nicht “versteckst” und noch anderen Mut machst! Dankeschön dafür!
Ich möchte dir für deine weitere Zukunft alles Liebe & Gute und vor allem ganz, ganz, “gaaanz” viel Gesundheit wünschen!
Auch ich habe ein schweres Schicksal…
(Hirntumor Tentorium Meningeom, leider auch durch 2 OP’s & Bestrahlung nur eine Teilentfernung)
Nun möchte ich dir etwas über meine Erkrankung erzählen. Denn vielleicht möchten ähnlich Betroffene sich mit mir austauschen, entweder hier, per Telefon, (Impressum auf meiner HP: http://www.jens-bade.de ), Facebook oder im Forum: Krebsliga Schweiz: http://www.krebsforum.ch/forum/index.php?sid=84928489f823389e17cf624403ba93ae
(der Link zum Krebsforum ist übrigens auch auf meiner HP zu finden), In dem Forum schreibe ich unter dem Kürzel Jens B.
Also,
mein Name ist Jens Bade, ich bin Jahrgang 1968.
Zu der Vorgeschichte: Seit dem ich denken kann – schon als Kind – litt ich unter schlimmen, lästigen Kopfschmerzen. Ich ging öfters zu Ärzten. Man machte Blutbilder, EKG usw. und ich musste Urin abgeben. Man fand nichts …. Man schob alles auf den Stress. So habe ich mich jahrelang mit Kopfschmerzen gequält! In der Schulzeit litt ich am schlimmsten. Wenn mich Kopfschmerzen peinigten, konnte ich nur mit sehr großer Mühe dem Unterricht folgen. Besonders in der 6. und 7. Stunde, war es sehr anstrengend! Vielleicht war das auch ein Grund, weshalb mich das Lernen sehr anstrengte?! In den Pausenzeiten kühlte ich im Waschraum meine Stirn, Schläfen und den Puls, um mir wenigstens etwas Linderung zu verschaffen. Mein ständiger Begleiter war „KO-KO“ (Pfefferminzöl), oder „Tigerbalsam“ (im Volksmund auch Fitschisalbe genannt), was es zu DDR-Zeiten gab. Damit rieb ich mir die Schläfen und Stirn ein. Ganz, ganz wenig nahm ich Schmerzmittel, wie z. B. „Analgien“, „Fibrex“ oder „Spalt“. Denn von Tabletten halte ich nicht viel, denn sie stillen zwar den Schmerz, bekämpfen meistens aber die Ursachen nicht. Außerdem belasten sie den Magen und zu viel Chemie ist auch nicht gut für den Körper! Als ich meine Berufslehre begann, setzte sich das „Elend“ fort.
Im Betrieb – wo ich jetzt diesen Jahres, also Anfang September 2011 – 26 Jahre (!) dabei bin, hatte ich auch sehr, sehr oft schlimme Kopfschmerzen und Migräneattacken.
Als ich zum Feierabend duschte, fragte mich mein Meister einmal, ob ich mich geschnitten hätte. (sich mit Schnittwunden verletzen ist ja in meiner Branche [Flachglas] nichts ungewöhnliches!) Weil ich plötzliches Nasenbluten hatte und ich es nicht gleich merkte.
Unter dem Wasserstrahl der Dusche sah ich wohl aus, wie ein „Fleischer“.
Zuletzt arbeitete ich als Vorarbeiter im Siebdruck.
(Meine letzte Arbeit war übrigens ein Siebdruck auf allen Rolltreppen in der großen bekannten Einkaufspassage Dresdner Altmarktgallerie. Auf der unteren Abdeckung / Verglasung der Rolltreppen. Die Fotos sieht man bei mir auf der Pinnwand / Profil in Facebook.)
Mir war also immer öfterer schlecht, aber ich versuchte, so gut wie möglich den Schmerz zu unterdrücken, ihn zu bekämpfen oder halt damit umzugehen. Ich vertraute ja den Ärzten…!
Zuletzt hatte ich nach Arbeitsende Halluzinationen und Wahnvorstellungen. So zum Beispiel fragte ich meine Freunde oder Familie des Öfteren, ob es nach Farbe riecht. Dies beneinten sie natürlich.
Als ich gelbe Rapsfelder sah, wurde mir „spei – übel“. Ich bekam Gänsehaut, mir wurde schwindelig, ganz schlecht und ich musste mich setzen und frische Luft atmen. Als mein Zustand nicht mehr ertragbar war, ging ich erneut zu meinem Hausarzt. Dieser schickte mich (endlich!) zum MRT (Magnetresonanztherapie). Im Krankenhaus machte man eine Magnetresonanztherapie (MRT), erst ohne und dann mit Kontrastmittelspritzung in die Armvene. Dann stellte man am 10.12.2002 die schlimme Diagnose, die mein ganzes Leben gewaltig verändern sollte!!!
Man sagte mir: „… dass ich einen Gehirntumor habe, der schon sehr groß ist – wie ein Hühnerei (!) – und ich mich umgehend bei meinem Hausarzt melden solle! “
Was ich natürlich sofort tat. An anderer Stelle im Körper ist ein Tumor auch sehr schlimm, aber ausgerechnet im Kopf, im Gehirn, was die „Schaltzentrale“ ist…! Was aber am schlimmsten ist, im Stammhirn und dann noch so groß! Aber wenigstens habe ich das Glück, dass es “gutartig” ist! (Obwohl ich den Ausdruck gutartig etwas unpassend & makaber finde! Denn es ist etwas da, was nicht da sein sollte…)
Man schickte mich mit den Röntgenbildern wieder nach Hause. Man sagte mir – vielleicht um mich zu beruhigen – „…man kann auch mit einem Tumor sehr alt werden und es gibt viele Menschen, die wissen gar nicht, dass sie einen Tumor in sich tragen!“.
Ich ging den nächsten Tag völlig aufgeregt und fix & fertig zu meiner Hausärztin.
Sie meinte: „… Herr Bade, Sie müssen schnellstens ins Krankenhaus. Sie haben einen vermutlich gutartigen Hirntumor, der schon sehr groß ist (Hühnereigröße!) und zu allem Unglück noch im Stammhirn sitzt und es eine sehr ungünstige Lage ist. Sie müssen allerschnellstens operiert werden.“
Sie schrieb mich sofort, am 11.12.2002 krank und wies mich ins Krankenhaus ein. Meine Familie, Freunde und ich waren natürlich total geschockt! (Wir dachten alle, es wäre mein Todesurteil!)
Also packte ich für die Einweisung ins Krankenhaus meine Tasche. Obwohl meine Hausärztin einen Aufnahme – Termin im Krankenhaus … vereinbart hatte, schickte man mich mit gepackter Tasche und sehr verärgert & verwundert wieder nach Hause. Denn im Krankenhaus wusste man (angeblich) von nichts. Also musste ich wieder nach Hause…. Einige Tage später, am Abend, war mir total übel. Ich hatte sehr starke Kopfschmerzen! Ich hatte das Gefühl, als treten meine Augen heraus und der Kopf würde zerbersten, hatte Brechreiz und dachte, ich müsse jetzt sterben. Ich legte mich hin, konnte aber weder ruhen, geschweige denn schlafen. Probierte alles aus, womit ich bisher versuchte meine Kopfschmerzen zu bekämpfen, oder wenigstens zu lindern… So zum Beispiel verdunkelte ich das Zimmer, öffnete das Fenster ganz weit, rieb mir die Stirn und Schläfen mit Pfefferminzöl ein, vergebens! Ich lies eiskaltes Wasser über meinen Puls, Stirn & Schläfen laufen und wusch mir mehrmals das Gesicht. Ich zwang mir regelrecht Mineralwasser rein, legte einen kalten Waschlappen auf die Augen und Stirn, roch an einem Riechstift. Alles half nichts. Meine Nachbarin war nicht da, also war ich alleine im Haus. Außerdem war es schon weit nach Mitternacht. Bevor ich meine Mutter und ihren Lebensgefährten – sie wohnen etwa 15 km weit weg von mir –anrufen wollte, wollte ich so lange warten wie möglich. Damit sie nicht mitten in der Nacht gestört werden!
Als es gar nicht mehr ging (Ich hatte ja schließlich totale Panik und Todesangst!), rief ich sie an und sagte, dass es mir ganz schlecht geht und ich das Gefühl habe, mein Kopf werde platzen, die Augen treten heraus & ich werde gleich sterben. Zum Glück reagierten sie sofort (wofür ich sehr, sehr dankbar bin!) und kamen sofort zu mir nach Hause gefahren. Von mir aus riefen sie den Notarzt an. Es war Samstag, der 04.01.2003. Ich war nicht mehr in der Lage dazu. Der Notarzt kam recht schnell aus…. Meine Mutter sagte, 20 Minuten habe er gebraucht. Als die Notärzte kamen, lag ich fast schon apathisch in meinem Wohnzimmer auf dem Sofa. Sie überprüften meine Reflexe. Man machte mich noch vorm Haus transportfertig und gab mir was gegen die unerträglichen Schmerzen. Meine Mutti meinte, dass sie mich mit Blaulicht gefahren haben. Dann kam ich erst wieder im Krankenhaus in der Notaufnahme zu mir. Ich wurde in den nächsten Tagen mehrmals gründlich untersucht, bevor man sich zur ersten Operation entschied. Am 06. 01. 2003 wurde eine so genannte Gefäßuntersuchung (Röntgen mit Kontrastmittelspritzung) gemacht. Diese lief ungefähr so ab: Zuerst führte man mit mir ein sehr informatives Aufklärungsgespräch. Dann gab man mir eine Beruhigungsspritze und führte eine Art Sonde in der rechten Leistengegend ein. Man schob die Sonde in meiner Vene bis hoch zum Kopf. Das mag sehr schmerzhaft klingen, doch es tat überhaupt nicht weh! Bestimmt lag es ja auch an der Spritze…. Die Ärzte schauten alles auf einem Monitor an. Als die Sonde im Halsbereich angekommen war, hatte ich Geschmackswahrnehmungen. Wie zum Beispiel süß. Die Ärzte meinten, dies sei völlig normal. Im Kopf angekommen, sah ich Sterne, oder helle Punkte, eine Art Aufblitzen, aber auch das sei ganz normal, betonte man. Das gesamte Team arbeitete hervorragend! Man ging sehr behutsam vor, machte kleine Späßchen – wohl um abzulenken – und nahm mit sehr viel Kompetenz, Einfühlungsvermögen, Freundlichkeit und viel Fachwissen die Erwartungsangst!!!
…Meine erste Gehirnoperation – ich wurde (bisher) 2 x operiert – war am 16. 01. 2003 und die zweite Operation war am 01. 07. 2003. Man musste mich zweimal operieren, weil man den Tumor – ein so genanntes Tentorium-Meningeom – leider nicht bei der ersten Operation vollständig entfernen konnte. Die Ärzte meinten: „ … Sie seien an meine und auch an Ihre Grenzen gegangen!“). Später nach den zwei Operationen wurde erneut ein MRT (Magnetresonanztherapie) und CT (Computertomografie) gemacht. Da man (leider) auch durch die 2. Operation den Resttumor nicht vollständig entfernen konnte, um nicht – ich zitiere: „Zu großen Schaden zu machen!“, bestrahlte man mich noch. Ich bekam noch vom 16.10.2003 bis 04.12.2003 27 x Strahlentherapie, 2.0 Gy (Gray) Einzeldosis, 54.00 Gy Gesamtdosis (100 % – Isodose).Nach der Bestrahlung, machte man ein Kontroll – MRT, wie die Bestrahlung angeschlagen hat. Größtes Ziel der Bestrahlung wäre gewesen, dass man den Resttumor ein– oder – vertrocknet. Dies gelang leider nicht. Aber man hatte immerhin einen Teilerfolg! Durch die Bestrahlung konnte immerhin ein Wachstum verhindert werden. So dass aber immer noch ein kleiner Teil, ein Resttumor in meinem Kopf ist. Aber die Ärzte meinten, es ist nicht weiter schlimm und es mache nichts! Wobei ich denke, dass dies wohl relativ ist…. Von der ersten OP weiß ich nur noch, wie man mich zur Narkose fertig machte. Meine Mutter meinte später, dass die Operation 15 (!) Stunden gedauert hat!!! Und das man mir 4 Blutkonserven a ca. 400 ml gegeben hatte. Jetzt stehe ich unter ärztlicher Kontrolle. Anfangs machte man ein Kontroll – MRT aller halben Jahre, nun verlängerte man bereits den Abstand auf 1 x jährlich. Es ist eine enorme Leistung von den Ärzten, wenn man überlegt, dass es eine Mikrochirurgie ist und sie sich voll konzentrieren müssen und es nicht „nur“ um Millimeter, sondern Zehntel geht! Es war ein sehr schwieriger Eingriff! Nach der ersten Operation lag ich noch sehr lange, (3 Wochen!) auf der Intensivstation – nicht zu verwechseln mit dem Aufwachraum, wo man nach jeder Operation hinkommt. Mein Leben hing an einem seidenen Faden! Es war wie eine Art „zweite Geburt“!!! Meine Mutter erzählte mir später, dass Sie, als Sie mich gleich nach der Operation das erste Mal besuchte, über meinen Zustand sehr erschrocken war. Sie fragte den Arzt entsetzt: „ob das denn wieder werde“. Daraufhin sagte der Arzt: „Seien Sie froh Frau B…, dass Ihr Sohn überhaupt noch lebt, nachdem was er durchgemacht hat!“. Mir ging es sehr, sehr schlecht. Ich konnte mich fast nicht bewegen. So dass man mir auf meinen Finger eine Notklingel klemmte, da ich ja nicht in der Lage war, mich zu bewegen. Zum Glück brauchte ich diesen Knopf nicht. Ich weiß nicht mehr viel. Aber ich war ständig müde, wollte nur schlafen und träumte sehr viel und intensiv. Nach endlos erscheinender Zeit, brachte man mich mit dem Krankentransport nach K …. in die Rehabilitationsklinik. Dort „baute“ man mich wieder auf. Oft habe ich nachgedacht, wie es jetzt wohl weitergeht, dass es ein ganz großes Unglück ist, jetzt in so einem miserablen Zustand zu sein! Mir schoss durch den Kopf, was wäre, wenn ich immer ans Bett gefesselt bin oder bis zu meinem Lebensende im Rollstuhl sitzen muss und auf fremde Hilfe angewiesen bin …!
Nun lebe ich mit gewissen Einschränkungen und leichten Behinderungen, der ständigen Angst!
schreib ein Taschenbuch: “Meine Erlebnisse nach der Gehirnoperation”
bin in einer Selbshilfegruppe bei uns in Dresden aktiv
und schreibe in zwei gschlossenen Gruppen in Facebook: “Zeitreise mit einem Hirntumor” & “Gesprächskreis Hirntumor Dresden”.
Geschlossene Gruppen deshalb, weil man da nur auf Einladung oder selbstverständlich auf Anfrage hereinkommt. Aber ich möchte ausdrücklich betonen, dass J E D E R ganz herzlich dort willkommen ist!
Über eine Resonanz und Gedankenaustausch würde ich mich sehr (!) freuen!!!
Alles erdenklich Gute für Sie & alle anderen Leser dieser Zeilen!
Herzliche Grüße aus Sachsen
Jens Bade.
LG Jens Bade
PS: Da es ein längerer Text ist, bitte ich vielmals um Entschuldiguing für etwaige Fehler!
Ich wollte Dir nur mal schnell ein ganz grosses Danke hier lassen. Auch wenn ich die aktuellen Kommentare noch nicht freigeschaltet habe, habe ich sie doch gelesen und mich ganz besonders über den von Dir gefreut. Zeigt er doch genau das, was ich hier so vermisse.
lieben gruss sue
Auch ich möchte Dich nur mal schnell grüßen!
Schön, es freut mich sehr, dass Dir mein Beitrag gefällt!
Man “hört” / liest sich…
Alles Liebe & Gute!
Laß das Jahr 2012 “zu Deinem Jahr” werden!
Ich wünsch’ Dir was!!!
oh klasse sieht das jetzt aus!!!!!!! *umschau
donnerwetter! finde auch den neuen style sehr schön *strahl
Klar geht das in Ordnung, vielen Dank!
Hallo,
bei meiner Frau (Astrozytom ll 1997 OP, Bestrahlung) konnten wir durch eine Ernährungsumstellung
ein Rezidiv (Dez 2008) wieder beseitigen.
Verzicht auf Zucker, keine Milch und keine Milchprodukte, Verwendung von Grünem Tee mit 50% Hibiskustee mit Zimt und Nelken kochen und lange ziehen lassen – mit viel Zitronensaft trinken. Div. Heilpilze und viel Gemüse. Wenig essen (7 kg Gewichtsreduzierung in drei Monaten) Tiefgefrorene Sauerkirschen und div. Vitamine.
Hier kannst du Zsuzsanna in einer Gesundheitssendung des Ungarischen Fernsehens sehen. (Beitrag startet nach einer kurzen Werbung und Ladezeit selbstständig)
http://videotar.mtv.hu/Videok/2010/11/13/15/Egeszseg_ABC_2010_november_13_.aspx
Der Bericht von Zsuzsanna beginnt bei 17:40
Ist zwar alles in ungarisch aber die Bilder kann man gut sehen.
LG und allews Gute
Hubertus alias Karl-johann
Hallo Chaoskatze,
bin über diverse Links hier wieder gelandet, diesmal hinterlasse ich dir einen Gruß in deinem Gästebuch!
“Lieben Gruß!”
*headbangendzudeinemletzteneintragverschwind*
Noch ein Winker,
lg
dreams
Danke schön…. *mitheadbang*
Dieses Jahr schon Festivals geplant? ^^
Na, mal schaun was geht oder eher wie es mir geht?!
hallöchen,
bin über dreamsandme bei dir gelandet und wollte auch mal einen lieben gruss hinterlassen.
ich war früher op-schwester und eine ganze zeitlang auch leitung in einem neurochirurgischen op. ich kann also gut nachvollziehen was du hier berichtest.
mich selbst hat allerdings brustkrebs erwischt, inzwischen auch ausgedehnte metastasen.
das wofür und wogegen wir alle kämpfen, ist aber letztendlich doch das gleiche.
lieben gruss sue
Hallo Chaoskatze!
Ich bin durch “dreamsandme” in Facebook auf dich aufmerksam geworden.
Deinen Blog finde ich sehr gelungen, interessant und sehr informativ! Auch finde ich es sehr beachtlich, dass du dich mit deiner Krankheit nicht “versteckst” und noch anderen Mut machst! Dankeschön dafür!
Ich möchte dir für deine weitere Zukunft alles Liebe & Gute und vor allem ganz, ganz, “gaaanz” viel Gesundheit wünschen!
Auch ich habe ein schweres Schicksal…
(Hirntumor Tentorium Meningeom, leider auch durch 2 OP’s & Bestrahlung nur eine Teilentfernung)
Nun möchte ich dir etwas über meine Erkrankung erzählen. Denn vielleicht möchten ähnlich Betroffene sich mit mir austauschen, entweder hier, per Telefon, (Impressum auf meiner HP: http://www.jens-bade.de ), Facebook oder im Forum: Krebsliga Schweiz:
http://www.krebsforum.ch/forum/index.php?sid=84928489f823389e17cf624403ba93ae
(der Link zum Krebsforum ist übrigens auch auf meiner HP zu finden), In dem Forum schreibe ich unter dem Kürzel Jens B.
Also,
mein Name ist Jens Bade, ich bin Jahrgang 1968.
Zu der Vorgeschichte: Seit dem ich denken kann – schon als Kind – litt ich unter schlimmen, lästigen Kopfschmerzen. Ich ging öfters zu Ärzten. Man machte Blutbilder, EKG usw. und ich musste Urin abgeben. Man fand nichts …. Man schob alles auf den Stress. So habe ich mich jahrelang mit Kopfschmerzen gequält! In der Schulzeit litt ich am schlimmsten. Wenn mich Kopfschmerzen peinigten, konnte ich nur mit sehr großer Mühe dem Unterricht folgen. Besonders in der 6. und 7. Stunde, war es sehr anstrengend! Vielleicht war das auch ein Grund, weshalb mich das Lernen sehr anstrengte?! In den Pausenzeiten kühlte ich im Waschraum meine Stirn, Schläfen und den Puls, um mir wenigstens etwas Linderung zu verschaffen. Mein ständiger Begleiter war „KO-KO“ (Pfefferminzöl), oder „Tigerbalsam“ (im Volksmund auch Fitschisalbe genannt), was es zu DDR-Zeiten gab. Damit rieb ich mir die Schläfen und Stirn ein. Ganz, ganz wenig nahm ich Schmerzmittel, wie z. B. „Analgien“, „Fibrex“ oder „Spalt“. Denn von Tabletten halte ich nicht viel, denn sie stillen zwar den Schmerz, bekämpfen meistens aber die Ursachen nicht. Außerdem belasten sie den Magen und zu viel Chemie ist auch nicht gut für den Körper! Als ich meine Berufslehre begann, setzte sich das „Elend“ fort.
Im Betrieb – wo ich jetzt diesen Jahres, also Anfang September 2011 – 26 Jahre (!) dabei bin, hatte ich auch sehr, sehr oft schlimme Kopfschmerzen und Migräneattacken.
Als ich zum Feierabend duschte, fragte mich mein Meister einmal, ob ich mich geschnitten hätte. (sich mit Schnittwunden verletzen ist ja in meiner Branche [Flachglas] nichts ungewöhnliches!) Weil ich plötzliches Nasenbluten hatte und ich es nicht gleich merkte.
Unter dem Wasserstrahl der Dusche sah ich wohl aus, wie ein „Fleischer“.
Zuletzt arbeitete ich als Vorarbeiter im Siebdruck.
(Meine letzte Arbeit war übrigens ein Siebdruck auf allen Rolltreppen in der großen bekannten Einkaufspassage Dresdner Altmarktgallerie. Auf der unteren Abdeckung / Verglasung der Rolltreppen. Die Fotos sieht man bei mir auf der Pinnwand / Profil in Facebook.)
Mir war also immer öfterer schlecht, aber ich versuchte, so gut wie möglich den Schmerz zu unterdrücken, ihn zu bekämpfen oder halt damit umzugehen. Ich vertraute ja den Ärzten…!
Zuletzt hatte ich nach Arbeitsende Halluzinationen und Wahnvorstellungen. So zum Beispiel fragte ich meine Freunde oder Familie des Öfteren, ob es nach Farbe riecht. Dies beneinten sie natürlich.
Als ich gelbe Rapsfelder sah, wurde mir „spei – übel“. Ich bekam Gänsehaut, mir wurde schwindelig, ganz schlecht und ich musste mich setzen und frische Luft atmen. Als mein Zustand nicht mehr ertragbar war, ging ich erneut zu meinem Hausarzt. Dieser schickte mich (endlich!) zum MRT (Magnetresonanztherapie). Im Krankenhaus machte man eine Magnetresonanztherapie (MRT), erst ohne und dann mit Kontrastmittelspritzung in die Armvene. Dann stellte man am 10.12.2002 die schlimme Diagnose, die mein ganzes Leben gewaltig verändern sollte!!!
Man sagte mir: „… dass ich einen Gehirntumor habe, der schon sehr groß ist – wie ein Hühnerei (!) – und ich mich umgehend bei meinem Hausarzt melden solle! “
Was ich natürlich sofort tat. An anderer Stelle im Körper ist ein Tumor auch sehr schlimm, aber ausgerechnet im Kopf, im Gehirn, was die „Schaltzentrale“ ist…! Was aber am schlimmsten ist, im Stammhirn und dann noch so groß! Aber wenigstens habe ich das Glück, dass es “gutartig” ist! (Obwohl ich den Ausdruck gutartig etwas unpassend & makaber finde! Denn es ist etwas da, was nicht da sein sollte…)
Man schickte mich mit den Röntgenbildern wieder nach Hause. Man sagte mir – vielleicht um mich zu beruhigen – „…man kann auch mit einem Tumor sehr alt werden und es gibt viele Menschen, die wissen gar nicht, dass sie einen Tumor in sich tragen!“.
Ich ging den nächsten Tag völlig aufgeregt und fix & fertig zu meiner Hausärztin.
Sie meinte: „… Herr Bade, Sie müssen schnellstens ins Krankenhaus. Sie haben einen vermutlich gutartigen Hirntumor, der schon sehr groß ist (Hühnereigröße!) und zu allem Unglück noch im Stammhirn sitzt und es eine sehr ungünstige Lage ist. Sie müssen allerschnellstens operiert werden.“
Sie schrieb mich sofort, am 11.12.2002 krank und wies mich ins Krankenhaus ein. Meine Familie, Freunde und ich waren natürlich total geschockt! (Wir dachten alle, es wäre mein Todesurteil!)
Also packte ich für die Einweisung ins Krankenhaus meine Tasche. Obwohl meine Hausärztin einen Aufnahme – Termin im Krankenhaus … vereinbart hatte, schickte man mich mit gepackter Tasche und sehr verärgert & verwundert wieder nach Hause. Denn im Krankenhaus wusste man (angeblich) von nichts. Also musste ich wieder nach Hause…. Einige Tage später, am Abend, war mir total übel. Ich hatte sehr starke Kopfschmerzen! Ich hatte das Gefühl, als treten meine Augen heraus und der Kopf würde zerbersten, hatte Brechreiz und dachte, ich müsse jetzt sterben. Ich legte mich hin, konnte aber weder ruhen, geschweige denn schlafen. Probierte alles aus, womit ich bisher versuchte meine Kopfschmerzen zu bekämpfen, oder wenigstens zu lindern… So zum Beispiel verdunkelte ich das Zimmer, öffnete das Fenster ganz weit, rieb mir die Stirn und Schläfen mit Pfefferminzöl ein, vergebens! Ich lies eiskaltes Wasser über meinen Puls, Stirn & Schläfen laufen und wusch mir mehrmals das Gesicht. Ich zwang mir regelrecht Mineralwasser rein, legte einen kalten Waschlappen auf die Augen und Stirn, roch an einem Riechstift. Alles half nichts. Meine Nachbarin war nicht da, also war ich alleine im Haus. Außerdem war es schon weit nach Mitternacht. Bevor ich meine Mutter und ihren Lebensgefährten – sie wohnen etwa 15 km weit weg von mir –anrufen wollte, wollte ich so lange warten wie möglich. Damit sie nicht mitten in der Nacht gestört werden!
Als es gar nicht mehr ging (Ich hatte ja schließlich totale Panik und Todesangst!), rief ich sie an und sagte, dass es mir ganz schlecht geht und ich das Gefühl habe, mein Kopf werde platzen, die Augen treten heraus & ich werde gleich sterben. Zum Glück reagierten sie sofort (wofür ich sehr, sehr dankbar bin!) und kamen sofort zu mir nach Hause gefahren. Von mir aus riefen sie den Notarzt an. Es war Samstag, der 04.01.2003. Ich war nicht mehr in der Lage dazu. Der Notarzt kam recht schnell aus…. Meine Mutter sagte, 20 Minuten habe er gebraucht. Als die Notärzte kamen, lag ich fast schon apathisch in meinem Wohnzimmer auf dem Sofa. Sie überprüften meine Reflexe. Man machte mich noch vorm Haus transportfertig und gab mir was gegen die unerträglichen Schmerzen. Meine Mutti meinte, dass sie mich mit Blaulicht gefahren haben. Dann kam ich erst wieder im Krankenhaus in der Notaufnahme zu mir. Ich wurde in den nächsten Tagen mehrmals gründlich untersucht, bevor man sich zur ersten Operation entschied. Am 06. 01. 2003 wurde eine so genannte Gefäßuntersuchung (Röntgen mit Kontrastmittelspritzung) gemacht. Diese lief ungefähr so ab: Zuerst führte man mit mir ein sehr informatives Aufklärungsgespräch. Dann gab man mir eine Beruhigungsspritze und führte eine Art Sonde in der rechten Leistengegend ein. Man schob die Sonde in meiner Vene bis hoch zum Kopf. Das mag sehr schmerzhaft klingen, doch es tat überhaupt nicht weh! Bestimmt lag es ja auch an der Spritze…. Die Ärzte schauten alles auf einem Monitor an. Als die Sonde im Halsbereich angekommen war, hatte ich Geschmackswahrnehmungen. Wie zum Beispiel süß. Die Ärzte meinten, dies sei völlig normal. Im Kopf angekommen, sah ich Sterne, oder helle Punkte, eine Art Aufblitzen, aber auch das sei ganz normal, betonte man. Das gesamte Team arbeitete hervorragend! Man ging sehr behutsam vor, machte kleine Späßchen – wohl um abzulenken – und nahm mit sehr viel Kompetenz, Einfühlungsvermögen, Freundlichkeit und viel Fachwissen die Erwartungsangst!!!
…Meine erste Gehirnoperation – ich wurde (bisher) 2 x operiert – war am 16. 01. 2003 und die zweite Operation war am 01. 07. 2003. Man musste mich zweimal operieren, weil man den Tumor – ein so genanntes Tentorium-Meningeom – leider nicht bei der ersten Operation vollständig entfernen konnte. Die Ärzte meinten: „ … Sie seien an meine und auch an Ihre Grenzen gegangen!“). Später nach den zwei Operationen wurde erneut ein MRT (Magnetresonanztherapie) und CT (Computertomografie) gemacht. Da man (leider) auch durch die 2. Operation den Resttumor nicht vollständig entfernen konnte, um nicht – ich zitiere: „Zu großen Schaden zu machen!“, bestrahlte man mich noch. Ich bekam noch vom 16.10.2003 bis 04.12.2003 27 x Strahlentherapie, 2.0 Gy (Gray) Einzeldosis, 54.00 Gy Gesamtdosis (100 % – Isodose).Nach der Bestrahlung, machte man ein Kontroll – MRT, wie die Bestrahlung angeschlagen hat. Größtes Ziel der Bestrahlung wäre gewesen, dass man den Resttumor ein– oder – vertrocknet. Dies gelang leider nicht. Aber man hatte immerhin einen Teilerfolg! Durch die Bestrahlung konnte immerhin ein Wachstum verhindert werden. So dass aber immer noch ein kleiner Teil, ein Resttumor in meinem Kopf ist. Aber die Ärzte meinten, es ist nicht weiter schlimm und es mache nichts! Wobei ich denke, dass dies wohl relativ ist…. Von der ersten OP weiß ich nur noch, wie man mich zur Narkose fertig machte. Meine Mutter meinte später, dass die Operation 15 (!) Stunden gedauert hat!!! Und das man mir 4 Blutkonserven a ca. 400 ml gegeben hatte. Jetzt stehe ich unter ärztlicher Kontrolle. Anfangs machte man ein Kontroll – MRT aller halben Jahre, nun verlängerte man bereits den Abstand auf 1 x jährlich. Es ist eine enorme Leistung von den Ärzten, wenn man überlegt, dass es eine Mikrochirurgie ist und sie sich voll konzentrieren müssen und es nicht „nur“ um Millimeter, sondern Zehntel geht! Es war ein sehr schwieriger Eingriff! Nach der ersten Operation lag ich noch sehr lange, (3 Wochen!) auf der Intensivstation – nicht zu verwechseln mit dem Aufwachraum, wo man nach jeder Operation hinkommt. Mein Leben hing an einem seidenen Faden! Es war wie eine Art „zweite Geburt“!!! Meine Mutter erzählte mir später, dass Sie, als Sie mich gleich nach der Operation das erste Mal besuchte, über meinen Zustand sehr erschrocken war. Sie fragte den Arzt entsetzt: „ob das denn wieder werde“. Daraufhin sagte der Arzt: „Seien Sie froh Frau B…, dass Ihr Sohn überhaupt noch lebt, nachdem was er durchgemacht hat!“. Mir ging es sehr, sehr schlecht. Ich konnte mich fast nicht bewegen. So dass man mir auf meinen Finger eine Notklingel klemmte, da ich ja nicht in der Lage war, mich zu bewegen. Zum Glück brauchte ich diesen Knopf nicht. Ich weiß nicht mehr viel. Aber ich war ständig müde, wollte nur schlafen und träumte sehr viel und intensiv. Nach endlos erscheinender Zeit, brachte man mich mit dem Krankentransport nach K …. in die Rehabilitationsklinik. Dort „baute“ man mich wieder auf. Oft habe ich nachgedacht, wie es jetzt wohl weitergeht, dass es ein ganz großes Unglück ist, jetzt in so einem miserablen Zustand zu sein! Mir schoss durch den Kopf, was wäre, wenn ich immer ans Bett gefesselt bin oder bis zu meinem Lebensende im Rollstuhl sitzen muss und auf fremde Hilfe angewiesen bin …!
Nun lebe ich mit gewissen Einschränkungen und leichten Behinderungen, der ständigen Angst!
Um anderen Mut zu machen, richtete ich eine HP ein: http://www.jens-bade.de
schreibe unter Jens B im Krebsforum: http://www.krebsforum.ch/forum/index.php
schreib ein Taschenbuch: “Meine Erlebnisse nach der Gehirnoperation”
bin in einer Selbshilfegruppe bei uns in Dresden aktiv
und schreibe in zwei gschlossenen Gruppen in Facebook: “Zeitreise mit einem Hirntumor” & “Gesprächskreis Hirntumor Dresden”.
Geschlossene Gruppen deshalb, weil man da nur auf Einladung oder selbstverständlich auf Anfrage hereinkommt. Aber ich möchte ausdrücklich betonen, dass J E D E R ganz herzlich dort willkommen ist!
Über eine Resonanz und Gedankenaustausch würde ich mich sehr (!) freuen!!!
Alles erdenklich Gute für Sie & alle anderen Leser dieser Zeilen!
Herzliche Grüße aus Sachsen
Jens Bade.
LG Jens Bade
PS: Da es ein längerer Text ist, bitte ich vielmals um Entschuldiguing für etwaige Fehler!
Ich wollte Dir nur mal schnell ein ganz grosses Danke hier lassen. Auch wenn ich die aktuellen Kommentare noch nicht freigeschaltet habe, habe ich sie doch gelesen und mich ganz besonders über den von Dir gefreut. Zeigt er doch genau das, was ich hier so vermisse.
lieben gruss sue
Hallo Sue!
Auch ich möchte Dich nur mal schnell grüßen!


Schön, es freut mich sehr, dass Dir mein Beitrag gefällt!
Man “hört” / liest sich…
Alles Liebe & Gute!
Laß das Jahr 2012 “zu Deinem Jahr” werden!
Ich wünsch’ Dir was!!!
Liebe ganz herzliche Grüße,
Jens Bade. :-*
Ganz, ganz herzliche Grüße und eine “Umärmelung” an das liebste Kätzchen, das ich kenne…
Ich denke an dich.
<3