Schmerztagesklinik – weitere Möglichkeiten

Desweiteren gibt es noch einige Angebote, die man nutzen kann. Einige davon werde ich sicher nicht anfangen (beispielsweise die Seniorenschmerzgruppe ^^), andere ausprobieren.

 

Eine davon ist die Entspannungsgruppe. Wie einige vielleicht mitbekommen haben, ist Entspannung und Ruhe nicht unbedingt mein Lieblingsbereich… Heute war ich das erste Mal dort, Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson. Die Leute waren alle lieb, ansonsten hat es mir nicht so viel gebracht. Das An- und Entspannen fiel mir leicht, war aber irritierend, weil nur wenige Bereich angesprochen waren und es sitzend war. Danach sollten wir uns vorstellen, wie wir Gespräche belauschen, die über uns geführt werden würden. So beim Vorstellungsgespräch (lol) oder in x Jahren (womit sie genau die Jahreszahl nannte, die mit meiner vermutlichen Überlebenszeit übereinstimmte). Mir fiel es zwar leicht, mir die Situationen vorzustellen, aber die Gespräche waren… sagen wir mal so… ironisch.. :D

Na, werde noch paarmal hingehen, mal sehen. 

 

Ein weiteres Angebot werde ich übermorgen ausprobieren: Schlafeduktion. Einschlafen ist mir zwar meist kein Problem, aber mit dem Durchschlafen hapert`s. Meist wache ich alle 2 Stunden auf, durch das Gabapentin hat sich das allerdings gemindert, hatte seitdem ein paar durchgehende Nächte, aber alles in allem doch eher selten.

 

Auch habe ich mich für eine Maltherapie angemeldet. Keine Ahnung, wie das aussehen wird, ich lasse mich überraschen…

 

Ebenfalls wurde mir eine Diätberatung empfohlen. Zwar bin ich nicht über- oder untergewichtig, doch ich hatte erwähnt, dass ich weder regelmäßig noch gesund esse, von daher… Allerdings weiß ich noch nicht, wann das statt finden wird. 

 

Es gibt auch noch eine Soziale Kompetenzgruppe und ein Biofeedback, aber das wurde mir noch nicht angeboten. 

 

Alles in allem – ich bin gespannt, wie es weiter gehen wird…

Schmerztagesklinik – der Anfang

Wie bereits ein paarmal erwähnt, wurde mir die Schmerztagesklinik empfohlen. Ich war ja ein wenig misstrauisch, aber so, wie es ausschaut, habe ich mich da getäuscht, bis jetzt sind meine Erlebnisse eigentlich durchgehend positiv.

 

Das Prinzip:

Man geht davon aus, dass chronische Schmerzen sich von akuten unterscheiden. Wie weit das geht, wird noch diskutiert, doch einig ist man sich zumindest darin, dass man anders damit umgehen muss. Akute Schmerzen zeigen im Normalfall etwas an, von einem Tritt in einen Nagel bis zu einem Herzinfarkt und sollte dementsprechend beachtet werden, nämlich nach der Ursache.

Chronische Schmerzen haben oft entweder keine Ursache mehr oder die Ursache lässt sich nicht bekämpfen. Also muss man die Wirkung angehen. 

 

Aufgeteilt ist in 3 Bereiche: medikamentös, physiologisch & psychologisch. 

Die Anästhesisten sind für die Medikamente zuständig, für die durchgehend wie auch die akut eingesetzten; die Physiotherapeuten für Dinge wie Krankengymnastik und Massage und die Psychotherapeuten für die psychischen Folgen wie Belastung, Depression, Selbstvorwürfe etc.

 

 

Wir waren uns von Anfang an einig, dass ich bei der Physiotherapie bei meiner ambulanten bleibe. Ich bin wirklich glücklich, dass ich sie gefunden habe, wir arbeiten seit Monaten und ich bin mit den Ergebnissen mehr als zufrieden, es wäre Blödsinn, da wieder von vorne anzufangen, vor allem bei mir ^^

(Und ich muss zugeben, ich war noch glücklicher als ich die zuständige Dame kennen lernte – sie war zwar wirklich lieb und freundlich, aber vom Wesen so… anstrengend irgendwie *räusper* Ich glaube, da hätte ich mich eher noch mehr verspannt ;) )

 

Bei den Anästhesisten habe ich Glück. Zwei liebe Ärztinnen, ungefähr mein Alter (was ab und an irritierend ist…), die beide gut informiert sind und sich wirklich dafür interessieren, wie es mir geht. Das hab ich von so manchem Mediziner schon anders erlebt. Hören zu, diskutieren, akzeptieren meine Meinung. Super!

 

Die Psychotherapeutin hatte ich erst zwei-, dreimal, aber sie ist mir auch sympathisch. Ebenfalls jung, freundlich, aber auch selbstbestimmt. Sind noch am Abklären, was so wie und warum im Alltag nicht klappt – wird sich zeigen.

Vorerst bin ich deshalb in der Einzeltherapie. Später (ich vermute, im Oktober) folgt wahrscheinlich noch eine Gruppentherapie, in der auch medizinische Informationen, Entspannungstechniken etc gegeben werden.

Gabapentin – Erhöhung, Nebenwirkungen

Inzwischen wurde mein Gabapentin auf 2400mg erhöht. Vertrage es ganz gut, von einigen ungünstigen Hungerattacken abgesehen. Die schlimme Müdigkeit hat inzwischen nachgelassen.

Leider merkt man immer wieder, dass das Immunsystem platt gemacht wird.

 

Vor zwei Wochen bekam ich auf einmal einen netten, äußerst juckenden Ausschlag an den Unterarmen. An dem Tag davor hatte ich Tilidin ausprobiert, das erste Mal. Krank wurde ich auch. Vorsichtshalber zum Arzt. Was mich dann überraschte: Verdacht auf Scharlach… Test war allerdings negativ, sie verschrieb mir dennoch vorsichtshalber ein Antibiotikum. Jetzt weiß ich nicht, ob der Ausschlag davon kam oder rein zufällig gleichzeitig eine NW oder Allergie von Tilidin. Irgendwie bin ich auch nicht so scharf darauf, das auszuprobieren…

 

Heute erwähnte ich bei einer der Schmerzärztinnen meine neuen Magenprobleme. Verdacht auf Gastritis *seufz* Es könnte allerdings auch ein Zeichen von Laktoseintoleranz sein. (Ich bin auf ein paar Eiweißsachen empfindlich, aber es hat mich nie so wirklich gestört, also hab ich es nie überprüfen lassen)

Also Blut abgenommen bekommen, Magenmittel gekriegt (Tepilta) und für das nächste Rezept laktosefreie Tabletten vermerkt.

 

Joa. Und ich glaube, eine Blasenentzündung bekomme ich auch wieder.

 

Wie man sieht, spaßeshalber würde ich das Zeug nicht nehmen.

Allerdings muss ich sagen, ich würde sie nicht mehr missen wollen. Seit ein, zwei Wochen habe ich so gut wie keine Schmerzen mehr oder halt nur die Spitzen, die starken Schmerzen. Es gab sogar zwei, drei Tage komplett ohne. Ich genieße es. Und wie!

 

Allerdings ist es am Anfang auch wirklich irritierend. Schwer zu erklären. Würde mich mal interessieren, mich mit jemandem auszutauschen, der auch von früher Kindheit an Schmerzen hatte und auf einmal ohne ist. Wenn das jemand zufällig liest und Interesse daran hat – würde mich über eine Email freuen…

Update

So, wieder da…

 

Die Tage nicht in Schreibstimmung gewesen…

 

Hochzeit lief erstaunlich gut. (Kalenderidee hab ich etwas abgewandelt, aber dann verwendet ^^) Es gab keine heulenden Dramen, die Familien haben sich nicht zerfleischt und das Brautpaar schien wirklich glücklich zu sein, schön…

 

Festival war auch super, insgesamt. Auch, wenn ich erstaunlich wenig Bands gesehen habe (die meisten, die mich interessiert haben, liefen zu so ekligen Zeiten wie nachts um 3…) und am letzten Tag aufgegeben habe. Ich bin einfach nicht mehr die Jüngste.  *hochdramatisch seufzend in Decke einhüll*

Allgemein hat es wirklich gut getan, einfach mal raus, durchatmen, Sonne genießen und mit alten Bekannten quatschen. Schön!

Ach, und ein kleiner Tip: Gabapentin, Antibiotikum (Amoxihexal 1000mg) und Alkohol sind eine schlechte Mischung. Ganz schlecht. Wirklich. *räusper*

Naive Katze

Manchmal bin ich einfach zu naiv für diese Welt…

 

Heute bin ich ganz normal zum Briefkasten und habe versucht, ein Päckchen rauszubekommen. Nachdem ich immer noch keinen Schlüssel dafür habe (denke nie daran und wenn doch, ist keiner da, der einen Schlüssel hat – oder ihn gerade hergeben kann), also wie immer rein gegriffen und gezerrt und gequetscht… Aber zu breit, zu groß, hat nicht funktioniert.

Derweil kommt ein Nachbar vorbei, sieht das und fragt ganz lieb, ob er mir helfen kann. Ich erkläre ihm die Situation und erzähle, dass die Jungs gerade nicht da sind. Er fragt, ob er mir helfen kann. Na gut, ich wohne ja nicht umsonst da, wo ich wohne, also stimme ich zu.

 

Er langt hin, tastet vorsichtig, wo was ist. Naiv, wie ich bin, denke ich, dass er das Ding jetzt irgendwie aufspringen lässt, durch irgendeine Taktik. Und kaum denke ich das, hat er das Ding offen. Indem er es einfach aufgebogen hat. Oo

 

Ja. Nachdem ich das Päckchen draußen hat, hat er es wieder zurückgebogen. Ist zwar ein wenig schief und krumm, aber es hält. Ungefähr.

 

 

Laufen lernen…

Nach langen Wochen Arbeit mit meiner Physio hat sich rausgestellt, was mein Grundproblem ist: die innere Muskulatur….

Wie bei den meisten EDSlern neige ich dazu, die Muskeln falsch einzusetzen. Was jahrelang funktioniert hat und nicht auffiel – und dementsprechend zur Gewohnheit wurde.

 

In meinem Fall liegt das Hauptproblem an der Hüfte. Ich benutze die innere Bauchmuskulatur praktisch gar nicht und genauso die zuständigen an der Hüfte.  (Ich habe versucht, rauszubekommen, welcher Muskel, aber das hat nicht geklappt, kein Wunder, so viel wie da rumkreucht und fleucht..  Ich würde auf die M. glutaeus minimus und maximus tippen sowie auf den M. illacus, aber das ist halt geraten…)

Außerdem bin ich sozusagen diagonal, schief (ja ja, ich weiß, Hauptsache nicht wie alle anderen, gelle? ^^). Will heißen, ein Bein ist für stehen zuständig, dafür, das Gewicht zu halten; das andere für die aktive Bewegung. Interessanterweise ist es bei den Armen genau andersrum.

 

Und die tiefe Bauchmuskulatur sowie der Rectus Abdominis, der unterste Bauchmuskel, wird von den seitlichen Muskeln ersetzt, diese langen Streifen.

 

Und diese Anomalie hat wiederum natürlich Auswirkung auf alle anderen Muskeln. So im Nachhinein frage ich mich manchmal, wie das überhaupt so lange funktioniert hat…

Nur jetzt zeigen sich die Folgen der jahrelangen falschen Belastung. Die Füße drehen sich nach innen, mit den Zehen zueinander. Der Rücken reagiert, einige Wirbel springen ständig hin und her. Ich kann Muskeln bewegen, die ich nach der Theorie der Mediziner gar nicht bewegen kann.

 

Gerade der Hüfte tut das natürlich nicht gut, ständig schief, bei vielen Bewegungen knackst es so vor sich hin… Das geliebte Illias-Sacral, das Kreuzbein, hüpft fröhlich hin und her (kleine Anmerkung – unbedingt richten, bevor man morgens aufsteht! Das kann sonst richtig weh tun…), Hohlkreuz, bla bla.

 

Tja, und deshalb machen wir genau das, seit Monaten. Laufen lernen..

 

Das frustrierende – ständig Pausen, mal muss irgendwas wieder reingerenkt werden, mal ist alles zu verdreht, mal sind die Schmerzen zu groß.

Das tolle – so langsam zeigen sich die Wirkungen… Manchmal ist es mir wirklich passiert, dass ich nicht aufgepasst hab oder betrunken war und die Zehen zu weit zueinander gekommen sind, das Knie bricht nach hinten durch und dann muss man schnell reagieren..

Das wird immer seltener bzw kommt eigentlich gar nicht mehr vor. Es wird. Langsam, mit viel Arbeit, aber das lohnt sich, definitiv!

 

Fortschritt folgt…