Silvester

Was für ein spannendes und heute garantiert außergewöhnliches Thema ^^

Aber nun ja. Um ehrlich zu sein, finde ich Silvester ziemlich bescheuert. Objektiv wird es von einem Großteil unserer Gesellschaft genutzt, sich unter dem Schutzschild einer sozial geduldeten Entschuldigung besinnungslos zu saufen, eine Menge Müll zu verursachen und das ohne jeden wirklichen Sinn. Ich hoffe zumindest, dass keiner mehr ernsthaft daran glaubt, damit böse Geister zu vertreiben oder sowas.

Aber dafür wird die Umwelt belastet und, noch viel schlimmer, es passieren immer wieder üble Geschichten. Ich denke, da muss man nur mal einen Polizisten, einen Arzt oder jemanden von der Feuerwehr fragen, würde mich wundern, wenn es da jemanden gäbe, der nicht von einer unschönen Sache in diesem Zusammenhang erzählen könnte.

Am krassesten finde ich es, wenn Kinder da reingezogen werden. Immer wieder gibt es verantwortungslose Idioten, die ihre eigenen Kinder an Sachen rumfummeln lassen, die sehr gefährlich werden können oder vielleicht sogar ungesicherte und gefährliche Dinge aus dem Ausland mitbringen.

Das einzige, das ich verstehe, ist, Kinder zusehen zu lassen oder ähnliches, denn sie haben noch die wunderbare Begeisterung, die nur Kinder haben können.

Aber nun ja. Dennoch finde ich es ganz interessant, sich zu überlegen, was man so im letzten Jahr geschafft hat. Mache ich auch gerne an meinem Geburtstag oder ähnlichem. Was hat man geschafft, was noch nicht, was war Besonderes?

Ich glaube, ich bin gemischt zufrieden. Natürlich waren recht hervorragende Dinge, wie der neue Tumor und die OP. Ich hatte einen wunderschönen Urlaub mit meinem Freund; habe zwei Katzen bekommen und vor allem habe ich die OP gut überstanden, das sind tolle Sachen, die aber natürlich hauptsächlich von außen verursacht sind – Geschenke anzunehmen sagt recht wenig über die eigene Leistung aus 😉

Ich bin weniger zufrieden mit dem, was ich erreicht habe, ich habe immer noch keinen zweiten Job gefunden; in einer der Vordiplomsklausuren bin ich durchgefallen (ok, ich habe zwei Wochen davor erfahren, dass ich einen neuen Tumor habe, aber das als Entschuldigung zu benutzen, ist auch nicht so fair), und in der anderen Klausur habe ich keine so tolle Note; ich habe auch nicht so viele Scheine.

Ok, mein erster Job lief gut, hatte 2 verschiedene Familien, eigentlich hätte ich noch mit einer 3ten angefangen, wenn nicht der Tumor dazwischen gekommen wäre, außerdem hab ich den Zusatz zur Betreuung von Kindern im Falle einer gerichtlichen Geschichte bekommen. Denke mal, wenn die Familien oder das Jugendamt nicht zufrieden gewesen wären, wäre dem nicht so gewesen.

Nun ja. Ich muss auf jeden Fall einiges ändern, besser im Studium (weiß immer noch nicht, wie ich das nächstes Semester mache), mehr Arbeit, bisschen abnehmen, mehr Sport. Und nicht noch ein Tumor, das wäre auch nett. Ich bin gespannt, ob es funktionieren wird ^^

Auf jeden Fall wünsche ich euch ein schönes neues Jahr, ich hoffe, dass ihr gesund und zufrieden seid und ihr das erreicht, was ihr ändern wollt..

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Arbeitssuche Teil 1

Nachdem ich ja momentan ziemlich wenig zu tun habe – oder, anders gesagt, überhaupt nichts zu tun habe und das der allerschnellste Weg ist, mich unausstehlich zu machen, suche ich schon einiger Zeit verzweifelt nach Arbeit. Was hier einfach nur noch ätzend ist.

Alle möglichen Arbeitsplätze sind hier entweder mindestens 30km weg (was mit Fahrverbot dank OP etwas schwierig ist) oder nur auf Langzeit, mit Vorerfahrung, Ausbildung, Auto oder körperlicher Anstrengung möglich. Was etwas schwierig ist, wenn man nur eine gewöhnliche Studentin ist. Wenn man dann aber auch noch erzählt, dass man mindestens 5 Tage im Monat ausfällt, nicht lange laufen oder stehen kann, nichts schweres tragen kann und nicht nachts arbeiten sollte; und sonst nur ein recht gewöhnlicher Mensch ist, hat man kaum noch Chancen.

Naja, habe jetzt mal im McDonalds nachgefragt. War heute dort und habe auch den Schichtchef gesprochen. Mal gucken, er meinte, ich kann erst ab Mitte Januar näheres erfahren, bis dahin ist wohl wegen Ferienstress schon alles zugeplant. Mehr sähe man später.

Ich bin gespannt. Aber was anderes fällt mir leider nicht ein, das ist echt frustrierend. Und so widme ich mich wieder dem Lesen (ich bin mal wieder der Buchsucht verfallen, bin gerade am 3ten Buch seit Weihnachten) und hoffe, dass sich das alles irgendwann ändert.

Btw war ich gestern noch schwimmen *schnell erwähne*, diesmal fei mit zwei muskulären Männern *zu Dr. Geldgier schiel*. Bin 40 Bahnen geschwommen, aber ich weiß nicht, wie lang die waren, so zwischen 15 und 20 Metern? Weiß nicht. Und Dampfbad, hatte ich auch schon ewig nimmer..

Gedichtewelt

Dank einer Studentin, die ihren Krebs mit einer Tapferkeit und Mut entgegentritt, die ich sehr bewundere, wurde ich auf Robert Gernhardt aufmerksam, ein deutscher Schriftsteller und Maler, der 2006 verstarb.

Hier also aus „K-Gedichte“ von 2004:

Krankheit als Chance

Heute: Beim Hosenkauf

 

Hosenkauf ist tief verhasst,

wenn dir keine Hose passt.

 

Dito ist er hoch genant,

wenn dir jede Hose spannt.

 

Ergo cancelst du den Kauf,

fliehst den Ort in schnellen Lauf

 

und verschiebst das Wiederkommen,

bis du wieder abgenommen.

 

Doch da du kein Stück abnimmst,

folglich auch nicht wiederkommst,

 

trägst du Kleidungsstück und Los,

bis am End die alte Hos,

 

lebenssatt und ausgeweitet,

dich noch in den Tod begleitet.

 

Die Gesunden sind zumeist

selbst im Grabe rund und feist,

 

während wer an Krebs erkrankt,

peu à peu per se verschlankt.

 

Erstens weil er, operiert,

schon mal an Substanz verliert.

 

Zweitens weil er, therapiert,

nicht mehr nach Genüssen pliert,

 

da die Chemikalien beiden,

Aug wie Bauch die Lust verleiden.

 

Ergo macht sich Unlust breit,

doch du merkst zur gleichen Zeit,

 

dass dir, weil du gierverlassen,

bald schon alle Hosen passen.

 

Und du hörst von allen Seiten:

„Du siehst gut aus, Herrschaftszeiten!“

 

Also, sei dem Krebs nicht bös,

denke vielmehr generös:

 

„Ich bin schlank, die Welt ist rund:

Nur wer krank ist, lebt gesund.“

 

 

Ich verliere nicht die Hoffnung, dass mir das auch passiert ^^

Geile Kommentare Part 3

Habe gemerkt, dass schon wieder ein wenig Ironie in meinem Leben fehlt, also auf zu den nächsten Kommentaren und Erlebnissen, die mich über die Seltsamheit menschlicher Wesen staunen lässt. Diesmaliges Thema: Polizei

Vorab: nicht falsch verstehen, ich sehe durchaus die Notwendigkeit bestimmter uniformierter Lebewesen ein – was aber nicht automatisch heißt, dass ich sie auch mögen muss.

Beispiel 1:

War am Bahnhof unterwegs und nachdem der erste Zug Verspätung hatte, musste ich fast eine Stunde auf den nächsten warten. Ich hole mir also einen leckeren Kaffee, wühle mein Buch aus dem Rucksack hervor und mache es mir bequem. Keine Ahnung, warum ich so verdächtig vorkam – auf dieser Treppe saßen noch 7 andere Leute, sowas wie Bänke o.ä. wäre ja viel zu teuer – aber die zwei kamen gleich und baten um meinen Perso. Naja, letztendlich war es doch sehr amüsant – der Kerl hat meinen Namen (der soooooo ungewöhnlich ist, dass er ca. 17896 Mal in Deutschland existiert) ungefähr 20x diktiert, bis ihm aufgefallen ist, dass anscheinend die Übertragung so schlecht funktioniert hat. Dann hat er halt mit dem Handy nachgefragt. War recht lustig, nachdem ich keine Eintragung habe, konnte er nichts machen, aber ich habe noch nie einen so rot angelaufenen Bu…. Beamten gesehen. Ich glaube, mein demonstratives Grinsen hat ihn auch nicht glücklich gemacht *hehe*

Teil 2:

Ein paar Monate später, derselbe Bahnhof. Ich ziemlich genervt am telephonieren, denn ich hatte bereits zwei Verspätungen gehabt, war 4h im Zug gewesen und die nächsten 3h haben nicht gewartet. Aufgelegt, plötzlich ein Kerl im Zivil da. Seinen Ausweis gezeigt, von ner Frau gaaaaaanz unauffällig gedeckt. Ich also mal wieder meinen Perso gezeigt und dabei auch nicht gerade meine schlechte Laune verborgen. Was dem Herren wohl nicht gefiel (ich persönlich bin ja der Meinung, dass ein gewisser Anteil an Uniformierten ein Potenzproblem hat und das durch ihren Job ersetzen will). Nun ja, er also kontrolliert, aber leider fehlen mir ja die Eintragungen. Tja, er hat es dann sogar geschafft, mich aggressiv zu machen (was nicht gerade häufig bei mir ist), indem er sich ca 15cm vor mich hingestellt hat, demonstrativst meinen Körper angeschaut hat (und natürlich an gewissen Stellen semilasziv verharrte) und dann nur noch geflüstert hat: „Na, waren wir wohl ein braves Mädchen??“

Nun ja. Es hat meine Selbstbeherrschung trainiert, ich war kurz davor, ihm zu zeigen, was ein braves Mädchen so alles machen kann….  Ob er wohl gemerkt hat, wie lächerlich er rüberkam?

Teil 3:

Eine sehr gute Freundin von mir war akut suizidgefährdet, wie ich durch ein paar Zufälle herausfand. Natürlich muss man da handeln, ich also zu Freund und Helfer und das alles erläutert. Dadurch entstand folgender Dialog:

Polizist: „Ja… ok… haben Sie denn eine Adresse?“

Katze: „Äh… leider nein, aber ich weiß, welche Stadt es ist, ich habe den Namen, die Handynummer und die Internet-IP.“

P: „Hm, das macht die Sache schwierig.“

K: „Naja, sooo schwierig sollte es mit den Daten eigentlich nicht sein, lässt sich doch leicht verfolgen, wenn man ein wenig Ahnung hat und ich gehe davon aus, dass das nicht gerade der erste Fall in der Richtung ist.“

P: „Hm ja, man könnte das schon verfolgen…“

K: „Aber?“

P: „Es ist Sonntag!“

*Seufz* Letztendlich hat es doch noch rechtzeitig geklappt, die Dame befindet sich in Therapie (und wenn sie noch mal nur darüber nachdenkt, werd ich persönlich hinfahren *grml*).

Sonntag

So. Ich melde mich wieder zurück, zurück in der Internetwelt. Weihnachten ist schön gewesen, habe die Zeit mit meiner Familie verbracht.

Gestern noch meine Großeltern gesehen und abends sind wir weggegangen, zu einer Coverband. Die spielen recht gut, auch wenn es irgendwann schrecklich langweilig wird, weil sie halt immer dieselben Lieder spielen, klar. Diesmal hat die Enge ein wenig genervt, ständig sind irgendwelche besoffenen Idioten auf meine Füße getreten und haben sich an einem vorbeigedrängt. Was mir ja eigentlich egal ist, wenn noch ein wenig Höflichkeit besteht.. Nun ja, vielleicht war es auch nicht förderlich, dass ich ne Flasche Wodka-Energy zu mir genommen habe….

Irgendwann war ich ziemlich platt, vor allem durch das Licht, wie ich festgestellt habe, das war irgendwie sehr anstrengend, teilweise musste ich auch weg. Hatte das schon immer, diese Empfindlichkeit, aber seit der OP ist es schwieriger.

Naja, dementsprechend heute früh viel zu lange geschlafen, meinen Freund unglücklich gemacht (denn er musste mit dem Hund gehen) und allgemein war ich eine ganze Zeit lang nicht so gut gelaunt. Ich schätze, das besaufen sollte ich noch ein wenig ruhiger lassen…

Geschenktag..

Bzw. Geschenke einkaufen. Ohne Mist, wenn ich nicht eh Student und damit chronisch pleite wäre, würde ich ständig einkaufen gehen!

Naja, auf jeden Fall ist Weihnachten dafür immer besonders toll: Man kann eine Menge Sachen einkaufen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen – klar, sind es doch Geschenke! =)

Es wurden Bücher, Schmuck, Karten und Klamotten daraus, freue mich schon auf das Auspacken der jeweiligen Opfer *g*

Habe mir dann aber doch auch selbst eine CD gekauft. Hatte ja schon im Buchladen mit meiner üblichen Büchersucht zu kämpfen gehabt (meistens geh ich nur ohne Geldbeutel rein ^^) und als ich dann noch in der Musiknähe war… Nun ja, ich erspare euch die Angabe der CD – die kennt eh keine Sau.

Naja, jetzt muss ich noch ein wenig aufräumen (gleich kommen einige Kunden.. *nerv*) und irgendwann gehts dann los mit Geschenke packen.. Hach, so langsam fange ich doch an, mich darauf zu freuen, denke schon ernsthaft über Plätzchen backen nach.. *gg*

Ansonsten wollte ich nur schnell Bescheid sagen, dass es mir heut echt gut geht, keine Kopfschmerzen, keine Erschöpfung – falls ich meinen Freund noch überreden kann, dass wir irgendwo ausgehen, vielleicht ein oder zwei gemütliche Bier genießen, dann bin ich glücklich! 🙂

Also, weiß nicht, ob ich bis Weihnachten noch einmal schreibe – falls nicht: fühlt euch alle umärmelt und geknuddelt, ich wünsche euch ein tolles Weihnachten und eine möglichst glückliche Zeit mit viel Zufriedenheit und Harmonie! =)

Weihnachten

Gerade mal noch ein paar Tage. Kurz davor. Und irgendwie bin ich immer noch nicht in dieser Vorweihnachtszeit angekommen.

Schon komisch. Meistens freue ich mich darauf. Versteht mich nicht falsch, die Hintergrundgeschichte interessiert mich nicht, ich bin kein Christ und logischerweise feier ich auch nicht dementsprechend. Aber ich mag den Gebrauch an sich, das füreinander da sein. Ich mag es, mal zusammen zu sitzen, sich eine Kleinigkeit zu schenken und einfach zu zeigen, dass man dankbar ist für das, was einem im Laufe des Jahres gegeben wurde.

Aber diesmal fehlt mir das irgendwie. Warum?

Vielleicht, weil zu viel gewesen war und ich noch nicht in der Zeit angekommen war.

Vielleicht, weil damit klar wird, wie schnell selbige vergeht.

Vielleicht, weil ich nicht weiß, wie viele Weihnachten ich  noch haben kann.

Vielleicht auch deshalb, weil mich der Schnee auf den ungeräumten Straßen an meine Kindheit erinnert, als Winter noch toll war und Schnee spielen Spaß gemacht hat und man als Kind in einer Art und Weise frei sein kann, wie es nur ein Erwachsener verstehen kann – aber nicht mehr leben.

Vielleicht auch deshalb, weil ich weiß, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ich selbst einmal diejenige sein kann, die die unterkühlten und vermutlich bald erkälteten, fröhlich lachenden Kinder zu Hause empfängt und ihnen heißen Tee gibt, nicht mehr sehr hoch ist.

Vielleicht.