Nicht genug

Wieder einer dieser Tage. Ein Tag, an dem ich rumsitze und meine Gedanken sich kreisen und immer dasselbe, immer wieder und wieder und wieder.

Nicht genug.

Sagt dieses Wesen, dass sich Ich nennt.

Nicht genug von allem.

 

Wieder ein Tag, an dem ich nicht viel geschafft habe, nicht genug geschafft habe. Außer, die Gedankenteile zusammenzupuzzeln, auseinander und wieder zusammen und immer fehlt irgendwo ein Teil.

Nicht genug.

Meine Wörter verändern sich, meine Reaktionen, ich selbst.

Überempfindlich.

Bei jeder Kleinigkeit fühle ich mich direkt, in meiner Seele betroffen, denke nach, ob ich damit gemeint bin. Mag nicht mehr viele Leute sehen, nicht mehr reden. Wozu auch. Die Worte langen nicht.

Nicht genug.

So viele Träume in mir, so viel von allem und nichts davon kann ich leben. Und genug Realität, um das immer wieder zu erkennen.

Nicht genug.

Nicht genug, was ich zurückgeben kann. Ich werde nicht gebraucht. Wirtschaftlich wie sozial bin ich ein Negativ, ein riesiges, unerbittliches Minus, das in meinem Kopf kreist.

Nicht genug, nicht genug Sinn, grundsätzlich, an dem allem. Wozu. Macht es einen Unterschied, ob jetzt, ob in 2 Jahren oder in 5? Außer, dass ich der Krankenkasse und damit letztendlich der Gesellschaft verdammt viel koste, dass ich anderen, heilbaren Leuten die Zeit der Ärzte wegnehme?

Es gehört zum Kreislauf, Dinge weiterzugeben. Irgendwie empfange ich nur, kann nichts zurückgeben, das ist furchbar.

Nicht genug.

 

Immer mehr drehe ich mich um mich selbst, verliere mich, verliere das, was ich mal war.

Gehe weg, nein, ich möchte nicht reden, aber danke. Nicht genug Worte dafür, nicht genug Fühlen oder zu viel davon.

Nicht genug.

Nicht genug von mir.

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5 Kommentare

5 Kommentare zu “Nicht genug

  1. Ulla sagt:

    *Mal ganz viel Sonne rüberschick*
    Gerade mit deinem Blog lässt du uns an deinem Leben teilhaben – genug um sensibilisiert zu werden, dass man genießen soll, was man hat.
    Auch wenn es für dich nicht genug erscheint, du hast schon so viel gegeben, scheiß drauf ob man das „am Ende“ volkswirtschaftlich dazurechnen kann. (z.B. das Kind, dass zu dir eine innigere Beziehung hat als zu seiner leiblichen Mutter…)
    Und wer sagt denn, dass ein paar deiner Träume nicht doch in Erfüllung gehen, vieles liegt sowieso nicht mehr in unserer Macht.
    *knuddel*
    Ulla

  2. löwin sagt:

    *grrrr* natürlich gibst du zurück. ich könnt dir hier spontan drei leute nennen die dich nie gesehen haben aber das aus gutem grund sofort unterschreiben würden…

    ach mensch, die richtigen worte finden kann ich da nicht. aber lesen und nachfühlen.

  3. katerwolf sagt:

    ach süße, scheiße. ich kann mich gut in dich hineinversetzen. dennoch: never give in, never give up, hörst du?

    das leben ist und bleibt schön, la vie est belle, life is a miracle.

    tapp dir in den hintern und rappel dich irgendwie wieder auf, versprochen?????

    ich denk an dich, katerwolf

  4. katze sagt:

    Danke, ihr Süßen… *knuddel*
    Irgendwie schaffen wir das schon…

    [@Löwin: öh… weiß ich auch, wen du meinst? *verwirrt*]

  5. löwin sagt:

    der ex-pat, der lord und die ärztin, zb. das sind die die sich sozusagen schon bei dir bedankt haben 😛 so von wegen „katze ein soziales negativ was nichts zurückgeben kann und nicht gebraucht wird“- eben nicht *wirr*

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