Von den Überraschungen eines neuen Jahres…

Das neue Jahr beginnt extrem beschissen. Da habe ich mal wieder mit meinem glorreichen Talent um mich gewedelt, irgendwo heimlich rumzuhüpfen und „HIER!“ zu schreien…
Aber langsam. Erst war es superschön. Meine beste Freundin hatte mich eingeladen, an ihrer Feier teilzunehmen – dabei wurde ein Bereich reserviert, lecker Essen (von Spanferkel über Lachs bis den geilsten Apfelkuchen meines Lebens war wirklich alles mögliche dabei) und natürlich Trinken (und alles nach einem Grundbetrag umsonst), dazu gute Musik (oder das, was wir als Metaler als gute Musik betrachten 😀 ) und alles super organisiert.

Viele Freunde da, nur sympathische Leute, habe mich toll unterhalten, auch mit einigen, die ich sonst kaum noch sehen kann. Nebenher bisschen was in der Theke geholfen. Auch getrunken, aber in vernünftigem Maß, insgesamt hab ich ca. 2-3Liter Bier und einige Vodka-RedBull gehabt, aber halt in 12 Stunden verteilt. Außerdem mit meinem (neuen, da zu Weihnachten geschenkt bekommenen) Photo rumexperimentiert und ich glaube, da sind echt ein paar tolle (und auch für andere peinliche :D) Ergebnisse dabei!
Kurz nach Mitternacht hat es dann langsam angefangen. Einer der Jungs hat sich die Hand verletzt, wobei allerdings niemand so recht weiß, ob er einfach hingeflogen ist oder ob einer Ärger gemacht hat, aber ich tendiere eher zu ersterem – der Boden war extrem rutschig, jede Menge zerbrochener Flaschen und so… Naja, auf jeden Fall waren dann die Sanitäter da, er musste mit und operiert werden, es war wohl eine Sehne in der Handinnenfläche zerschnitten. Zusätzlich blöde – es ist ein Besucher aus Frankreich und so viel ich weiß, ist er nicht im Ausland versichert….

Gut, das hat die Stimmung aber nicht wirklich verändert. Iwann war es morgens, die meisten sind schon schlafen gegangen, aber Klein-Kätzchen muss natürlich aufbleiben. War in einer Ecke gesessen, hab mich mit einer Freundin unterhalten. Auf einmal stressen sich zwei Jungs (das übliche betrunkene Testosterongehabe), der eine schubst den anderen recht kräftig, der war so hacke, der hätte sich nie halten können. Dreimal dürft ihr raten, wo er hingeflogen kam….. Ergebnis: Kiefer auf einer Seite ausgerenkt (die Zähne können sich gar nicht mehr berühren) und meine Schulter mal wieder. Hab sie auch noch nicht hinbekommen, kann den Arm nicht mehr nach hinten bewegen, die Kapsel protestiert an einer Stelle und die ganzen Muskeln drumrum sind natürlich auch nicht begeistert.
Aber gut, auch kein Drama, war ja nicht das erste Mal. Später wieder harmlos und nichtsahnend dagesessen, als ein Feuerzeug näheren Kontakt mit meiner Nase aufnahm (die Feinmotorik des Werfers hatte deutlich nachgelassen, sie sollte ungefähr 2 Meter seitlich von mir landen) –  aber dafür immerhin hübsch symmetrisch in der Mitte ganz oben. Inzwischen ist es auch wieder abgeschwollen und man sieht nur noch einen Kratzer.

Irgendwann frühs merkte ich dann auch, dass ich langsam wirklich müde wurde. Also gemütlich in die Decke gekuschelt und ein paar Stunden geschlafen. Mittags wieder aufgestanden. Und da merkte ich langsam, dass es mir nicht so gut ging – schwindlig und der Magen motzte. Was er nie macht! Und inzwischen kann ich auch recht gut einschätzen, was ich vertrage und was nicht… Dann letztendlich doch gekotzt. Bah, wie ich das hasse… Ich schau danach aus, als ob ich stundenlang geheult hätte oder so, alles rot und angeschwollen… Von dem Geschmack ganz zu schweigen.. *schauder*

So ging es weiter. Konnte nicht mal Wasser trinken, auch schnell mit zittern angefangen, mein Kreislauf mag sowas gar nicht und erst recht nicht verkatert! Dachte, das kommt vll von dem Stress der Dauerschmerzen an der Schulter, waren da ja auch schon einige Stunden. Nur leider wurde es nicht besser. Und ich war mit Kumpels gefahren. Musste also warten, bis alles aufgeräumt und geputzt war, konnte auch definitiv nicht selbst mitmachen, konnte ja durch Kreislauf und Zittern nicht mal ein paar Minuten stehen, geschweige denn Bierkästen tragen! Ihr könnt euch vorstellen, wie die Fahrt nach Hause dann war… 120km, teilweise über Käffer (mit jeder Menge Kurven), dabei ständig schwindlig, Füße, Hände und am Ende sogar die Backen am kribbeln und ununterbrochen Kontrolle über den Magen. Mussten trotzdem ein paar Mal an der Straße anhalten und ich bin den Jungs echt verdammt dankbar, dass sie sich alle Mühe gegeben und mir geholfen haben!
Jetzt geht es gerade – solange ich mich nicht bewege. Kreislauf ist unten und ich hab so Durst…. Das letzte nicht-alkoholische Getränk ist ein Kaffee gewesen: nachmittags um 4. Im letzten Jahr. Hmpf. Aber selbst ein kleiner Schluck Wasser wird sofort wieder rausbefördert, das war schon immer so. Wenn ich Glück habe, ist es morgen so gut wie vorbei, wenn ich Pech habe, übermorgen…

Erinnert mich an einmal vor einigen Jahren, da musste ich am Ende auf allen Vieren in die Küche kriechen, weil ich mich nicht mal mehr hinstellen konnte und dafür hab ich auch noch ewig gebraucht… Gut, dass das keiner gesehen hat, das wäre schon arg peinlich gewesen…

 

Ähm ja. Ich glaube, ich gehe mal schlafen und hoffe einfach, dass das morgen wieder weg ist…

 

Ich hoffe, euer Silvester war schöner und ihr könnt den Beginn des neuen Jahres voll und ganz genießen, ich wünsche euch jede Menge erfüllter Ziele, Gesundheit und Zufriedenheit…. =)

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5 Kommentare zu “Von den Überraschungen eines neuen Jahres…

  1. Tweetie sagt:

    Ich weiß, das ist grad wenig hilfreich…. aber wann lernst du endlich Rücksicht auf deinen armen Chemo-geschundenen und Krankheits-traumatisierten Körper zu nehmen ? Grml… Stell dir vor, ich schau dich grad sehr böse an -.-
    Trotzdem gute Besserung und hoffe, es geht heut wieder besser !!!

    • Chaoskatze sagt:

      Also, diesmal konnte ich ja ausnahmsweise echt nichts dafür! 😀
      Aber ja, ich hab es mir vorgestellt ^^ *knuddel*
      Und hey – wer fragt dann, ob ich am Dienstag mit in die Disco gehe?

      • Tweetie sagt:

        Aber das ist doch keine Disco, sondern unser zweites Wohnzimmer und außerdem bist du eh NIE auf der Tanzfläche, sondern die ganze Zeit am Kickern 😛

  2. drkall sagt:

    Hm, mal abgesehen von der chemogeschundenen Leber, die etwas mehr Erhohlung vedient hätte, alles andere kann einem ja auch täglich irgendwo anders passieren.
    Und erhobene Zeigefinger sind bei Dir ja vermutlich sowieso fehl am Platz :p
    Manchmal, aber nur manchmal, beginne ich gewisse Auswirkungen des fortgeschrittenen Alters zu schätzen, wie z.B. den nachlassenden Bedarf nach wüsten Feten 😉

    Gute Besserung!

    • Chaoskatze sagt:

      *kicher* Ja, ich fürchte, das mit den Zeigefingern funktioniert bei mir nicht so – ob das unter schwererziehbar fällt?
      Aber du musst es so sehen – die Leber muss nicht so lange aushalten wie bei jemandem, dessen Wahrscheinlichkeit, dass er 80 wird, höher ist als bei mir. Also ist das eine sinnvolle Ausnutzung temporär begrenzt vorhandenem Potential! 😀

      Danke =)

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