Hoffnung

Immer wieder erstaunlich, wie enttäuscht man sein kann, wenn sich Leute genau so verhalten, wie man es eh schon erwartet.

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Amtsarzt

War gestern noch mal im ARGE, um nachzufragen, ob es inzwischen einen Beschluss gegeben hat. Denn ich hatte bis dato keinen Brief bekommen und nachdem ich ab Freitag keine Studentin bin, war ich leicht beunruhigt – denn damit bin ich auch nicht mehr krankenversichert….!

Der dortige Mitarbeiter hat sich umgeschaut und letztendlich gemeint, ich würde heute früh einen Anruf bekommen. Der dann auch gleich kam, ob ich zufällig nachmittags noch zu einem Gespräch zur Amtsärztin gehen könne, da jemand anderes dort abgesagt hatte.

Natürlich konnte ich und bin hin. Vorausschauenderweise habe ich natürlich auch ein Buch mitgenommen (Nr. 2 meiner Hugendubelsünden, das erste ist ausgelesen), musste insgesamt aber nur eine Stunde warten, hatte mit längerem gerechnet.

Habe mich mit ihr gut verstanden, eine liebe Dame, die detailliert nachgefragt und alle möglichen Daten zusammengesammelt hat, aber auch meine Persönlichkeit wahrgenommen hat, gefragt, wie es mir damit geht etc… War sehr sympathisch, definitiv.

Und letztendlich hat sie mir gesagt, dass sie mich als arbeitsuntauglich einstuft. Puh, wieder ein Stein, der lauthals runterpurzelt… Eine Sorge weniger… *freu*

 

Jetzt muss ich mich zwar noch irgendwie für 2, 3 Wochen freiwillig versichern, aber wenn alles passt, kommt die Tage mein Gehalt für März und dann haut das schon irgendwie hin….

Besprechung mit dem Chef

Am Ende der Woche habe ich mich mit dem Chef getroffen und wir haben über die Situation diskutiert. War ein interessantes Gespräch, er hat mir auch ein paar persönliche Dinge erzählt und alles in allem kann man sagen, dass wir uns gut verstanden haben, zumindest aus meiner Sicht.

Letztendlich wurde immer noch keine Entscheidung getroffen. Fest steht, dass er eigentlich schon ganz gern wollte, dass ich da bleibe, aber nicht so recht weiß, wie er das hinbekommen soll, ohne dass die anderen Mitarbeiter benachteiligt sind, ohne höhere Kosten und ohne Risiken.

Hat wohl sogar schon bei Kollegen und Bekannten rumgefragt, ob dort jemand einen Job zu vergeben hat, der passendere Bedingungen hat, das fand ich echt lieb..

Er wird sich wohl noch mal mit den anderen zusammensetzen und abklären und im Lauf der nächsten Woche bescheid sagen. Habe ihm natürlich auch gesagt, dass ich mich zwar freuen würde, wenn ich den Job behalten könnte, aber auch eine Kündigung verstehen kann und es nicht persönlich nehmen würde.

 

Wir werden sehen… Irgendwie tut er mir ja schon fast ein wenig leid – ich weiß nicht, wie ich mich als Chef entscheiden würde… Was würdet ihr machen?

Verführung

Jeder hat Punkte, in denen er leicht verführt werden kann, in denen der Verstand ab und an ein klein wenig nachlässt…

Meiner (bzw. einer von vielen…) sind Bücherläden. Ich liebe Bücher. Ich wette, in einem meiner letzten Leben saß ich nur in einer riesigen Bibliothek und habe Bücher sortiert…

Naja, dementsprechend gehe ich meistens nur in selbige (hier ist ein großer Hugendubel direkt an einer Haltestelle), wenn ich kein Geld dabei  habe. Oder eben gar nicht.

Diesmal dachte ich in meiner üblichen Alltagseuphorie, dass ich einfach hingehe und mir ein neues Tagebuch hole. Also Geld abgehoben (und leicht geschockt geguckt, ich hasse Monatsende…) und hin. Zu den Mängelexemplaren geguckt (man muss ja nicht übertreiben, gelle…) und da eines von einer Autorin gefunden, die ich beim letzten Buch recht faszinierend fand (Marya Hornbacher) und spontan mitgenommen.

Bei den Tagebüchern fing aber mein schlechtes Gewissen an – das, das mir gefallen hätte, hätte 20 Euro gekostet, damit sollte ich lieber warten, bis ich weiß, was ich bekomme bzw. ob überhaupt diesen Monat…

Und dann beging ich den großen Fehler – ich wollte „nur mal kurz nachgucken“. Hmkay…. Denn so sah ich, dass es bei zwei Büchern, die ich wirklich mochte, die Fortsetzung gab…

Am Ende ging ich mit 3 Büchern und knapp 30 Euro weniger raus. Ohne Tagebuch. Hmpf.

Endlich offene Karten

So. Nach dem ganzen Hin und Her habe ich meiner persönlichen Chefin gesagt, was Sache ist und ihr außerdem eine kurze Zusammenfassung mit den gröbsten Daten über das EDS und das Astro gegeben.

Sie hat es dem Arzt, also dem Chef ganz oben weitergegeben und es wurde wohl auch untereinander besprochen.

Letztendlich werde ich am Donnerstag mit dem Chef sprechen und dann sehen wir weiter. Um ehrlich zu sein war ich schon ganz erstaunt, nicht gleich eine Kündigung in die Hand gedrückt zu bekommen, allerdings bestätigt das meine Einschätzung, nämlich dass der Chef einer der Leute ist, die einen selbst als Mensch betrachten und wert schätzen und nicht als wertlosen Billigarbeiter verachtenswertens Niveaus, wie so manch anderer.

Nun, wir werden sehen. Klar hoffe ich, dass ich irgendwie weiter machen kann, aber ich würde es ihnen auch nicht übel nehmen, wenn sie das nicht wollen, ich weiß nicht, wie ich das als Chef entscheiden würde…

Aber ich muss zugeben, ich fühle mich so oder so besser. Denn jetzt wissen alle bescheid. Bin nun mal ein recht offener Mensch, ich hasse es, mich zu verbergen und mache das nur unter ganz bestimmten Umständen. Und befürchten zu müssen, dass man von Mitarbeitern, die man täglich sieht, vielleicht für faul oder für komplett unfähig gehalten zu werden, ist natürlich auch nicht so prickelnd…

 

 

Nachtrag:

Irgendwie wäre das wesentlich überzeugender, wenn nicht eine gewisse Suche nach einer Reinigungskraft im Internet wäre…….. -.-

WG-Party

Was für ein Wochenende…

 

Freitag ganz normal abends weggewesen. Paar Bier getrunken und gemütlich mit einem Kumpel unterhalten. War schön, allerdings gab es auch einen recht irritierenden Augenblick – mich hats halt mal voll auf die Fresse gewedelt… Mann, das war vielleicht peinlich… Alle dachten, halt zu betrunken, um die Stufe hoch zu gehen, allerdings war ich höchstens angeheitert. Nein, mir hat es ein Knie komplett zur Seite gedreht, bei der Belastung ist es einfach … weg. Das war äußerst beunruhigend. Und schmerzhaft. Hoffentlich passiert das nicht noch mal…

Am Samstag noch den Rest meines Zimmers um- und aufgeräumt. Und mir gefällt es, es wirkt räumlicher und harmonischer, auch, wenn ich noch gerne ein paar Details ändern würde. Aber immerhin. Und tatsächlich auch das Aussortieren geschafft (mag jemand zufällig Klamotten, Bücher oder einen Schrank kaufen? :D).

Abends begann dann die geplante WG-Party. So langsam trudelten die Leute her, Stimmung war gut, alles hat gepasst. Kann schlecht abschätzen, aber denke, es waren so irgendwo zwischen 30 und 50 Leuten. Insgesamt wurden ca 7 Kästen Bier und ein paar Liter Schnaps vernichtet.

Frustrierend war nur, dass ich irgendwann immer schlimmere Kopfschmerzen bekommen habe und natürlich konnte ich mich auch schlecht zurückziehen… Bin dann um halb 4 schlafen gegangen, als es einfach nicht mehr ging, ich wurde immer gereizter (was bei mir gar nicht gut ist, das macht mich nämlich aggressiv ^^) und konnte nicht mehr viel Lärm und Licht aushalten. Zwar haben die Jungs versucht, etwas leiser zu sein, aber das bringt nicht viel, hier hört man einfach alles.

Irgendwann kam dann auch die Polizei vorbei, haben aber nur um etwas weniger Lärm gebeten. Die Kopfschmerzen wurden immer heftiger, blieben aber in der betroffenen Hirnhälfte. Ist eh irritierend, denn durch Alkohol fühlt sich das irgendwie anders an als ohne… Und genau deswegen wollte ich nicht irgendwelche Schmerzmittel nehmen, vor allem nicht in der Menge, die ich gebraucht hätte. Schätzungsweise um 8 oder 9 Uhr konnte ich dann auch einschlafen, wenn auch nur knapp 2 Stunden.

Habe aber dann nicht viel gemacht, den halben Tag nur gedöst und irgendwann abends meinen Part des Putzens übernommen. Und auf heute sehr gut und sehr lang geschlafen ^^

 

Hat mich aber geärgert. Also, dass ich nicht so wirklich mitfeiern konnte. Nicht so sehr wegen dem Feiern an sich, sondern eher, weil es mich einfach stört, wenn das alles nicht so funktioniert, wie ich es geplant hatte, wenn ich auf den Körper ständig Rücksicht nehmen muss, das muss ich schon viel zu oft…