Arbeit: Achterbahn

Das trifft es am besten. Ein ständiges rauf und runter….

Am Montag war ich also bei der Arbeit. Und der Chef kam und erläuterte, dass er mich darum bitten würde, noch die restliche Woche durchzuarbeiten, weil sie trotz allen Suchens keinen Ersatz gefunden hätten. Und die Chefin bestätigte das. Dazu kam, dass gerade Freitag noch eine Mitarbeiterin zusätzlich fehlt und Donnerstag wie Freitag sämtliche Räume als belegt gekennzeichnet sind.

Na super. Ich war ganz schrecklich frustriert. Denn zu den Schmerzen und dem Stress kommt nun mal das geplante Festival. Zu dem ich Donnerstag los müsste, aufgrund der Zugverbindungen. Wenn ich arbeiten muss, kann ich das vergessen…

Und trotz aller Gefühle war mir klar, dass ich dann da bleiben muss. Klar, was wollen sie mir schon tun… Aber aus Prinzip, aus Loyalität und aus Dankbarkeit hätte ich das gar nicht durchziehen können…

Dienstag dementsprechend frustriert gewesen, Laune total hinüber. Zusätzlich ganz gemeine Schmerzen, schon seit dem Aufwachen. Wirbel entzündet. Irgendwann konnte ich einfach nicht mehr und habe mittags mit ca. 25 Tropfen Tramadol angefangen. Woraufhin ich 3 Stunden praktisch weggedöst habe – kein schlafen, kein wachen. Dann kamen die Schmerzen zurück, also nochmal 20 Tropfen hinterher und ab zur Arbeit.

Zur Arbeit geschwankt, fertig gemacht, auf einmal die Chefin, ganz nebenbei: „Also, Donnerstag und Freitag kannst du gehen…..“

Ich war so sprachlos – am liebsten hätte ich sie einfach abgeknutscht… Keine Ahnung, wie sie das fertig gebracht haben, sie wollte nicht so recht damit rausrücken, hat nur angedeutet, dass der Chef Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt hat, dass ich gehen kann und die Kollegen dennoch nicht komplett überfordert sind…

Deshalb gestern und heute noch viel zu tun gehabt, Zeug einkaufen etc…. Heute auch etwas anderes versucht, 2x Paracetamol 500 rein. War zwar nicht gerade optimal, aber mit weniger Nebenwirkungen. Denn beim Tramadol hatte ich wieder ein paar Sauerstoffprobleme (Atmung runter auf 8x pro Minute, flach, ab und an in Richtung wegkippen und hochschrecken – könnte aber rein theoretisch auch von Verstärkung des Hashimoto Thyreoiditis kommen?) und vor allem heute morgen sakrische Kopfschmerzen gehabt – auch eine bekannte Nebenwirkung. Hmpf.

Egal, ich freue mich so tierisch… Bin also von morgen mittag bis Montag nicht erreichbar… Oder so. 😀

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Arbeit: update

Nach langem Nachdenken und einigen Diskussionen mit meinen Leuten (danke!) hab ich Freitag mit der Chefin geredet. Nachdem ich natürlich fast zu spät gekommen war und halb vom Rennen umgefallen bin ^^

Und sie hat so lieb reagiert… Gemeint, wenn sie einfach nur nach persönlicher Meinung handeln könne, würde sie mich nach Hause schicken… Aber klar, beruflich ist das natürlich ein anderer Bereich…

Haben ausgemacht, dass ich mit dem Chef eine Etage weiter oben telephoniere – was ich inzwischen auch gemacht habe. Er wird wiederum am Montag mit ihr reden und wir treffen uns alle dann nach der Arbeit. Und wenn alles gut geht, wäre das mein letzter Arbeitstag…

Ich bin immer noch ganz gerührt, dass sie sich so viele Gedanken um mich machen… So für mich da sein wollen… Dabei bin ich ja nur irgendeine Putzfrau…. Es fällt mir irgendwie immer schwer, Hilfe anzunehmen…

Nur so…

… ein paar Gedanken…

Ich habe nicht vergessen, den Bericht über Berlin weiterzuschreiben. Nur im Moment schaffe ich es nicht.

Tatsächlich schaffe ich im Moment praktisch gar nichts. Die Schmerzen werden immer stärker und in der Arbeit haben sie immer noch niemanden gefunden, der meine Stelle übernehmen würde. In einer Viertelstunde muss ich wieder los und mich gruselt es so langsam davor. Aber mein Stolz und meine Dankbarkeit für meine Kollegen verbieten mir, feige davon zu laufen.

Immerhin bin ich inzwischen soweit, dass ich einen Termin beim Schmerzzentrum ausgemacht habe, nächste Woche – anscheinend hat mein lieber Hausarzt ein freundliches Wort für mich eingelegt.

Vor einer Stunde habe ich eine normale Dosis Tramadol genommen. Bis auf ein Kribbeln in den Füßen und zu wenig atmen merke ich es nicht mal.

Ich hasse es inzwischen, hier zu sein, in meinem Zimmer. Eingesperrt in die Situation, in mir selbst. In meine Gedanken, Gefühle, Erwartungen. Nicht erfüllt, durchgefallen.

Ab und an ein paar gute Stunden, wenn ich rauskomme, mich mit jemandem treffe, mal die Gedanken weg lasse und so wieder ich selbst sein kann. Nicht nachdenken, keine Selbstvorwürfe, weil ich nichts mehr auf die Reihe kriege, nichts schaffe.

Und sonst?

Nichts.

Einfach nichts.

Lächeln und ja keine Schwäche zugeben.

Was hat man denn noch, wenn man seinen Stolz verliert?

Berlin – wie alles anfing

Ja, wieder da… Und hier kommt der erste Teil von meinem Bericht.

Nachdem ich Freitag dank meiner Chefin nicht arbeiten musste, packte ich also meine Sachen zusammen und machte mich auf zum Bahnhof. Fröhlich auf dem Gleis stehend ging ich in Gedanken noch mal durch, was ich alles eingepackt hatte. Gerade, als der ICE ankam, fiel mir prompt ein, dass ich alle Berichte / CDs mit MRT-Bildern in meinem Chaos vergessen hatte. Hmpf.

Kurz nachgedacht und dann, genervt die Augen verdrehend, wieder nach Hause gefahren, Zeug eingepackt und zurück zum Bahnhof. Dort fiel mir bei dem ersten Blick auf die Gleise auch wieder ein, warum ich den Zug eine Stunde früher hatte nehmen wollen – bei dem war schon im Internet eine Warnung vor zu vielen Leuten….

Nun ja, was solls… Ab zum Gruppenkuscheln in den Zwischenräumen. Nachdem es allerdings so eng war, dass ich mich nicht mal an eine Wand anlehnend hinsetzen konnte, habe ich mich zum Zugende verzogen…

Irgendwann umgestiegen, nächster Zug, wie immer halt. In Berlin angekommen. Und gemerkt, wie sehr ich die Stadt vermisst habe – obwohl ich nur zwei-, dreimal kurz dort gewesen war…

Gut. Nachdem meine Frage, wo ich übernachten würde, immer noch nicht geklärt war, beschloss ich, das Thema weiter zu ignorieren und mir lieber ein Bier zu gönnen. Suchte mir eine Kneipe, die mir zum Kickern empfohlen worden war und machte es mir bequem. Und freute mich an den Preisen ^^

Ein wenig gekickert, ungewöhnliche Kleinigkeiten (Ball kommt nicht an die Stürmer, sondern an die 2er-Verteidigung, wenn Tor geschossen worden war, gutes Spielen ohne Jets). Allerdings anstrengende Musik und auch langsam ziemlich viel Kopfweh, deshalb rumgefragt, ob in der Nähe günstige Hostels wären oder ähnliches. Ein Punker-Haus war mir empfohlen worden, aber als Frau, alleine und va mit Geldbeutel und Iphone dabei war mir das zu riskant. Aber einer, mit dem ich mich gut unterhalten hatte, fragte einfach ein, zwei Leute, die er gut kannte und einer davon beschloss, mich mitzunehmen. Nachdem alle ihm versprochen hatten, dass sie es nicht seiner Freundin sagen würden 😀

Mit ihm mit, er bestand darauf, meinen Rucksack zu tragen, was ihm dank seines Alkoholkonsums etwas schwer fiel… Aber er hat es geschafft *g* Habe ihm gesagt, dass ich nur ein Kopfkissen bräuchte und gut ist. Aber nein, Gentleman der er ist, bezog er mir sein eigenes Bett (eine dicke Decke und eine dünne…), schmiss seine ungewaschene Wäsche in den Flur, was sehr lustig aussah und entschuldigte sich unendlich oft wegen der nicht frisch geputzten Wohnung… 😀

Das war schon faszinierend, va, weil nebenher noch sehr laute, russische Volksmusik lief…

Nun ja, letztendlich wurde ich höflichst zum schlafen gebeten, während er sich noch an den PC setzte bzw. später auf die Couch legte…

Noch ein paar Stunden geschlafen und morgens dann in Richtung Uni, die natürlich ein ganzes Stück weg war – nach ca. 1,5h umherirren (ohne Kaffee!), der Feststellung, dass sich meine Handcreme ganz unten im Rucksack verselbstständigt hatte und 3x umsteigen hatte ich auch tatsächlich die Uni gefunden….

Fortsetzung folgt…

Berlin

Morgen geht es los…

Schlafplatz hab ich leider keinen gefunden, trotz diverser Anschreibversuche im Couchsurfing (@Nani: unter welchem Nick bist du dort). Was solls, notfalls wird durchgemacht und zwischendurch ein kleines Nickerchen am Bhf gegönnt oder so. Schade nur, dass es noch nicht so wirklich warm ist…

Und jetzt würdet ihr mich ja auch erkennen, wenn ihr dort seid. ^^

Tshirt…

Eine dieser Chaoskatzenideen. Habe mir ein Tshirt bedrucken lassen.

Werde es in Berlin anziehen, wenn jemand also zufällig vorher hier vorbeigeschaut hat…

Außerdem stelle ich mir das äußerst lustig vor – wenn ich zb nichtsahnend und unschuldig wie immer irgendwo in der Bahn oder auf einem Festival oder was weiß ich wo rumsitze und schockierte Blicke sehe, weiß ich, dass derjenige entweder Mediziner oder Angehöriger ist oder sich sonstwie mit dem Thema beschäftigt hat.

Ähm naja. Und dass ich ab und an ein wenig sarkastisch bin, ist ja auch kein Geheimnis, gelle?

Und hier ist es…. Einmal vorne, ganz brav und harmlos (Motiv im Internet geklaut):

Und dann am Rücken:

Was haltet ihr davon?

(Jetzt bin ich am überlegen, ob ich noch mal eines mache, diesmal mit dem schon bekannten Spruch: Tumor ist, wenn man trotzdem lacht… :D)

Hirntumorinformationstag: 07. Mai 2011 in Berlin

Am Samstag findet ein Hirntumorinformationstag in Berlin statt, ausgehend von der Deutschen Hirntumorhilfe.

Das Programm geht von 9.00 bis 19.00 Uhr statt und umfasst folgende Vorträge:

  • Präoperative Funktionslokalisierung und intraoperative Funktionsüberwachung
  • Stereotaktische Strahlentherapie bei niedriggradigen Gliomen
  • Strahlentherapie im neuroonkologischen Gesamtkonzept
  • Mistel, Weihrauch und Co: Was nützt und was schadet?
  • Gutartige Verläufe bösartiger Hirntumoren
  • Therapieoptimierung mittels PET
  • Molekulare Therapien: Herausforderungen und Chancen
  • Medikamentöse Epilepsietherapie
  • Hyperthermie und andere Alternativtherapien bei malignen Gliomen
  • Chloroquin in der Hirntumortherapie
  • Patientenberichte
(Gilt übrigens auch als Fortbildung @Medizinier)
Nach langen Hin- und Herüberlegungen habe ich mich entschieden, hinzugehen. Also, Interesse hatte ich von Anfang an, aber es ist ja eine Kostenfrage. Irgendwie muss ich ja hin- und zurückkommen, bei der Entfernung auch übernachten, irgendwas essen etc… Aber mein Vater hat mir einen kleinen Zuschuss zugesichert und von daher gönne ich mir das…
Bin gespannt, was die Mediziner erzählen, außerdem würde ich gerne Leute kennen lernen,  vor allem im realen Leben kennen lernen, die genauso wie ich davon betroffen sind. Tatsächlich habe ich das bis heute noch kein einziges Mal (wenn man von einer älteren Frau im Zimmer im Kh absieht, die allerdings kaum ansprechbar war). Wer weiß, vielleicht sogar Gleichaltrige?
Jetzt muss ich nur noch die Zugfahrt buchen und mir überlegen, wo ich übernachte (ja ja, als ich noch jung war, ging das noch … geldsparender… *in Richtung Löwin schiel und an die Nacht am Spielplatz denke* :D). Aber aus dem Alter bin ich doch schon raus… *demonstrativ mit dem Gehstock wackel und die grauen Haare zurecht schüttel*
Hat jemand hier also zufällig eine Ahnung, wo man in der Nähe möglichst günstig übernachten kann? Das ganze ist an der Freien Uni be Haltestelle Dahlem Dorf, Thielplatz, Löhleinstraße bzw. Hittorfstraße. Wenn ja, würde mich über einen Tipp freuen!
Außerdem – am Sonntag fahre ich zurück. Dabei hab ich die Haltestellen Wolfsburg, Braunschweig, Hildesheim, Göttingen, Kassel-Wilhelmshöhe und Fulda. Wenn einer von meinen Stammlesern/ anderen Blogern zufällig jeweils dort wohnt, könnte man sich ja rein theoretisch auf einen Kaffee treffen?