Metalfest Open Air 2011

So. Wieder da.

Und, wie es ja für Festivals absolut typisch ist, lief es nicht unbedingt so wie erhofft…

 

Bin Donnerstag mittag losgezogen. Dabei: Army-Rucksack mit den notwendigen Sachen und bisschen Essen, hintenan Schlafsack und Zelt (ziemlich unpraktisch) rumtragend. Nach ein wenig hin und her war ich auch im Zug. Natürlich prompt ohne was zu trinken. Was ich mir am nächsten Bahnhof holen wollte.

Tja. Der Zug hatte immer genau  so viel Verspätung, dass ich gerade noch den nächsten Zug erwischte. Immerhin bei 4x Umsteigen, ich hatte eigentlich längst damit gerechnet, irgendeinen Zug zu verpassen.

Nun ja. Angekommen. Und es fängt das Nieseln an. War ja klar…

Aber egal. Sachen gepackt und umgeschaut. Nur um festzustellen, dass der versprochene Shuttle wohl erst am nächsten Tag fahren würde… Losgezogen. Schätze, die Strecke war so 1-2km lang? Auf jeden Fall zu lange für jemanden wie mich, erst recht mit Gepäck und beim Regen gerade einweichendem Schlafsack…

Die Jungs waren natürlich sehr fasziniert, dass ich tatsächlich alleine auf einem Festival bin (jaha, ich bin groß, ich darf das… ^^), kamen aber nicht auf die Idee, mir beim tragen zu helfen. Außer einer, der beschloss, mich auf den Schultern zu tragen. Inklusive Gepäck… Nach 2 Schritten hab ich solange protestiert, bis ich wieder runter konnte. Einerseits wegen dem gefährlichen Schwanken und andererseits, weil er beschlossen hatte, in die andere Richtung zu gehen… -.-

 

Auch nervig: Christen. Oah! Könnte mich jedesmal darüber aufregen. Wenn irgendjemand es nötig hat, sich vor einer absolut nicht nachweisbaren Idee von ein paar unlogischen, geldgeilen Verrückten auf den Boden zu schmeißen – bitte, interessiert mich nicht. Aber dann soll derjenige es bitte für sich behalten. Und nicht irgendwelche Flyer verteilen (hah! Die Erkenntnis! Es gibt eine Religion! Da wäre ich sonst niiiiemals drauf gekommen…. *kopf -> wand*). Urks. Ich. HASSE. Es. Diese ***** Arroganz, besser zu wissen, was stimmt, als jeder andere und 99% können noch nicht mal ein paar Fragen beantworten. Außer mit: „Naja, dafür ist ja Gott da – er macht das, was wir nicht verstehen…“ *noch mehr kopf ->wand*

 

Egal. Von 3 von den Idioten genervt worden, dann war ich im Festivalgelände und dort waren sie anscheinend verboten. Oder zu faul. Egal, gut so.

Mir einen Platz gesucht und das Zelt rausgeholt, ausgebreitet. Woraufhin es prompt das Schiffen anfing. -.- Meine Laune sank kongruent mit der Temperatur und ich verkroch mich bei den „Nachbarn“, zwei Jungs in einem geschlossenen Pavillon. Dort kam ich erstmal halbwegs an, genoss mein erstes Bier und wir stellten noch irgendwie das Zelt auf. Was leider sinnlos war – anscheinend nicht mehr wasserdicht… -.-

Lieberweise konnte ich dann dort übernachten. War halt wirklich sehr kalt – kein Wunder, direkt auf dem Boden und jede Menge Raum – aber besser als gar nichts.

Frustrierenderweise regnete es die nächsten zwei Tage praktisch vollständig weiter…  Mein Rücken war von der Tragerei entzündet und ich konnte nicht länger als ein paar Minuten stehen; durch das Wetter konnte man sich natürlich auch nicht auf den Boden setzen, vom hin- und herlaufen ganz abgesehen. Das Paracetamol hatte praktisch überhaupt keine Wirkung – außer, dass mein Magen nicht ganz so begeistert war.

Irgendwann war es mir zuviel, bin zu den Sanis gegangen und hab gefragt, ob ich das Tramal nehmen könnte, auch, wenn ich ein paar Bier intus hatte. Der Arzt meinte, das wäre kein Problem, nur ein schwaches Opioid… Habe es mir ernsthaft überlegt, aber das Thema hatte sich dann von selbst erledigt, die Jungs waren nicht zu finden und nachdem mein Rucksack in ihrem Auto zwischengelagert war…

Wahrscheinlich besser so, vor allem, da ich ja alleine dort war, wenn ich weggekippt wäre, wer weiß, ob überhaupt jemand reagiert hätte und wenn ja, wie…

Sonntag wurde es dann endlich wärmer, sämtlichen Göttern sei Dank… Meine Laune durfte auch wieder steigen und ich genoss es einfach, entspannt zu sitzen. Auch hatte ich ein paar Leute, die aus derselben Stadt sind, gefunden und einer bot mir an, mich nach Hause mitzunehmen. Das war einfach nur noch super, so konnte ich noch den Tag genießen und klar, für den Rücken war es eh besser… Der Tag war auch wirklich super. Viele Bands geschaut, viel mit ein paar Leuten gequasselt. Halt so, wie ein Festival wirklich aussehen sollte…

 

Was mich daran erinnert – dass Festivals grundsätzlich sauteuer sind, ist klar. Über Bierpreise kann man ja auch diskutieren. Aber eine kleine Portion Pommes für 4 Euro? Ein Crepes, bei dem man den Käse praktisch suchen muss, 3,50 Euro? Ok, geht noch irgendwie. Aber ernsthaft 8 Euro (!!) für ca 1l Wasser? Hallo? Ich kann nicht ernsthaft für Wasser mehr verlangen als für Bier…  Konnte ja nichts mitschleppen…

Ich glaube, für mein nächstes Festival muss ich die Planung noch irgendwie umstrukturieren….

 

Nja. Jetzt wieder hier. Mal gucken, wie krank ich werde – bis jetzt geht es noch…

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4 Kommentare zu “Metalfest Open Air 2011

  1. Tweetie sagt:

    Oh Maus, wie schön, dass du kongruent eingebaut hast 🙂 Hoffe, du bist nich allzu krank geworden und hast dich bisschen erholen können. *knuddel*

  2. godot sagt:

    Boah. 8 Euro für einen Liter Wasser. Ich glaube, da müßte man mal der Behörde, die das Festival genehmigt, einen Tip geben. Nächstes Mal könnten die dem Veranstalter dann eine entsprechende Auflage reindrücken (daß z.B. Wasser nicht teurer sein darf als Bier)…

    • Chaoskatze sagt:

      Es haben sich schon ein paar Leute beschwert, glaube ich. Ich nicht – bin schon froh, dass das eines der wenigen Festivals ist, wo Leute wie meinereiner kostenlos reinkommen, da mag ich nicht motzen…

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