Achterbahn…

Momentan geht alles rauf und runter, in einem rasanten Wechsel. Ich selbst bin ja schon ein Achterbahnmensch (obwohl ich mich nie mehr freiwillig in eine trauen würde…), immer himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt (haha… :D).

Aber gerade ist es noch stärker als sonst. Was meine armen Mitbewohner und überhaupt alle in meiner Umgebung immer wieder ertragen müssen. Sie ist anstrengend, diese Wartezeit. Wieder mal ein Monat, den man warten muss, um zu wissen, ob man noch länger überlebt. Wieder mal, eine Ironie in sich. Sarkasmus bekommt eine ganz andere Bedeutung, wenn man mit dem Todesengel per Du ist.

Dazu kommen die Nebenwirkungen der Medis. Das neue Zeugs, Keppra, vertrage ich zwar gut, aber man merkt schon, dass der Körper zu schaffen hat. Das Ergebnis ist immer dasselbe: spätestens abends geht es mir nicht mehr so gut, muss mich hinlegen, kein schlafen, aber auch kein wach sein. Ähnlich wie zur Chemozeit, nur nicht so tiefgehend. Schwer zu beschreiben.

Aber es macht mir psychisch zu schaffen. Es fällt mir schwer, zu akzeptieren, dass Körper und Geist noch lange nicht übereinstimmen müssen. Das kennt jeder, wenn man zb so erkältet ist, dass man sich auf einfache Dinge nicht mehr konzentrieren kann. Stellt euch einfach vor, es wäre immer so.

Btw – ich bin mal wieder krank. Ist ja praktisch schon Gewohnheitssache. Und auch kein Wunder, wird es doch langsam wirklich kalt. (Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich den Winter wirklich hasse? Falls nein – gewöhnt euch daran, werde es vermutlich mindestens 1-2x im Monat anmerken…)

Ansonsten läuft es eigentlich stimmungsmäßig ganz gut (zumindest vormittags…), ich erledige viel, bin ständig unterwegs und voller Lebensfreude. Bis abends. ^^ Aber inzwischen habe ich auch raus gefunden, wie ich mich manipulieren kann, wie ich den Zeitpunkt verschieben kann (will heißen – wie hoch ist die maximal verträgliche Menge von Kaffee?) etc.

Morgen haben wir eigentlich WG-Party – einer der Jungs ist ausgezogen, ein Bekannter von ihm hat sein Zimmer eingenommen. Aber krank feiern macht nicht so viel Spaß, va, wenn man nicht einfach nach Hause gehen kann. Mal sehen. Vielleicht suche ich mir einen anderen Schlafplatz…

Werde ich morgen entscheiden, vielleicht bin ich dann auch wieder praktisch gesund und in Partystimmung.

 

Und dennoch. Es ist ständig im Hintergrund. Immer wieder.

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4 Kommentare zu “Achterbahn…

  1. Liebe Katze, das Umfeld leidet leider immer, und tun können wir nix daran. Hast Du mal probiert, nachmittags ein Schläfchen zu halten, und damit den Abend etwas abzufedern? Vielleicht abends einfach die Reserven alle? Ich hoffe, Dir geht es wieder besser und warst einigermaßen fit für die Party!
    Liebe Grüße von Jenneke

    • Chaoskatze sagt:

      Habe ich, unfreiwilligerweise, aber dann verschiebt sich nur alles. Irgendwie finde ich da gerade keine gute Lösung….
      Party hab ich doch sausen lassen, nachdem ich schon während der Vorbereitungszeit merkte, dass ich leicht aggressiv werde – kein guter Anfang. War besser so, glaube ich…

  2. blogwesen sagt:

    Ich teile das Geist/Körper Problem…Ich kann es auch überhaupt nicht einsehen, dass mich mein Körper in irgendeiner Form einschränkt…Die pemanente Überforderung findet ‚er‘ aber auch nicht toll und ich entwickel schon fast eine gefühlte Dualität…Mein Kopf hier..Mein Körper da…
    Und das mit dem warten…: Ich habe ja zum Glück nix cerebrales, aber als mir der Neurochirurg nach 3min Blickkontakt ne Verdachtsdiagnose in die Richtung gab und ich 21 Tage auf das MRT warten durfte, war ich auch äußerst schlecht drauf und genervt und meine Angst hat sich auf alle anderen übertragen. Witzigerweise habe ich zu der Zeit die Serie Games of Thrones gesehen und der Spruch: „What do we say to death?. Not today“ , war irgendwie für mich ganz gut…Ich habe keine Lust im Leben schon tot zu sein…Gelingt mir aber nicht immer…Die Deprilöcher sind da…Dann aber mehr in der Form nicht Leben und nicht Tod sein zu wollen…Aber ich verfluche es auch manchmal sooo leben zu müssen…

    Ich bewundere an dir, wie du um dieses Recht Spaß zu haben kämpfst…Und das du immer noch ‚dein Ding‘ machst…
    Du siehst dem Tod ins Gesicht, aber bezwingt er dich???
    Ich mag deinen Sarkasmus…

    • Chaoskatze sagt:

      Oh ja, das mit der Dualität habe ich auch. Muss man aber ab einem gewissen Punkt, denke ich. Anders kann man es gar nicht packen. Wie soll man sonst sich selbst gute Zeiten gönnen, auch wenn es dem Körper gerade schlecht geht?
      Die Wartezeit nervt einfach. Klar, man kann nicht immer sofort alles haben. Aber es ist dennoch äußerst anstrengend…

      Ob er mich bezwingt? Irgendwann sicher… Nur wann halt… ^^
      Ich hoffe nur, dass ich die Statistik ein klein wenig verändere…

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