Erinnerungen

Freitags das erste Mal sein ein, zwei Jahren wieder in meiner alten Disco gewesen. Hach, da sind doch einige Erinnerungen wieder erwacht.

 

Sogar ein paar alte Gesichter gesehen. Größtenteils halt die, die immer dort waren und sich immer betrunken haben. Sozusagen Inventar.

 

Viel war nicht los. Aber schön war es doch. Muss es nicht jede Woche haben, aber gute Musik, gemütlich ein paar Bier trinken, entspannen… Die Alkoholpreise sind immer noch super – 1,80 Euro für ein Bier, da kann man nicht meckern. Typische Bauerndisco halt. Aber besser als so manch größere Disco…

 

Mit 14 oder 15 war ich das erste Mal drin (damals wurde noch nicht wirklich kontrolliert), hatte aber großen Respekt. Vor allem vor den Schlägereien und fliegenden Bierkrügen ^^. Inzwischen ist es dort viel ruhiger (kein Wunder, nachdem ab und an unsere geliebten Freunde und Helfer vorbei schauten), aber im Gegensatz zu manch anderer Disco ist es immer noch erlaubt, ein Pogo zu veranstalten. Da war ich dann öfters an der Seite gestanden. Mitzumachen war mir dann doch zu riskant (glatter Boden + Bier + Glasscherben = etwas ungünstig), aber so ein wenig zurück schubsen oder so… ^^

Deshalb hatte ich mir damals auch irgendwann Springer gekauft – nachdem mir einer so auf den Fuß gelatscht war, dass es blutig wurde. Hmpf. 😉

 

Egal, was ich eigentlich sagen wollte – mir wurde auch bewusst, wie sehr ich das vermisse. Das richtig los lassen können, entspannen, nicht ständig über alles nachdenken. Es ist schwierig, einfach zu genießen, wenn man immer und überall so viel beachten muss. Wenn man bei so vielen Kleinigkeiten Assoziationen mit EDS und Krebs hat.

Ich denke, das wird oft vergessen: das Kranke und Leute mit Behinderungen nicht nur die Schwierigkeiten mit den körperlichen Problemen haben. Dass es nicht nur OPs und solche Sachen sind. Sondern oft einfach der Alltag, das Ungreifbare.

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2 Kommentare zu “Erinnerungen

  1. dreamsandme sagt:

    Das stimmt! Die Krankheit nimmt ganz unerwartet große Kreise und drängt sich einem viel zu oft auf.

    • Chaoskatze sagt:

      Ja, leider. Und was will man schon dagegen machen? Hab immer versucht, dem Thema nicht zu viel Raum zu geben – das merkt man ja ab und an bei einigen Leuten, die sich nur noch über ihre Krankheit definieren – aber ab und an ist es doch nicht leicht…

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