Tramadol vs. Tilidin

Immer wieder heiß diskutiert, welches ist besser, welches ist gefährlicher, welches hat mehr Nebenwirkungen. Wobei das sehr unterschiedlich zu sein scheint.

 

Tramadol kann ich schon länger nehmen, Tilidin erst seit einigen Monaten. Beides nehme ich nicht regelmäßig, sondern nur unter bestimmten Umständen.

 

Tramal habe ich in Tropfenform, wirkt also sehr schnell und direkt. Außerdem hat es bei mir nie Suchtverhalten ausgelöst. Allerdings hat es bei mir die Eigenschaft, sehr schnell die Atmung zu reduzieren. Dazu kommt, dass ich mich sehr schnell daran gewöhnt habe. Einmal hatte ich überdosiert – interessantes Erlebnis. War zugegebenermaßen ein extrem geiles Gefühl. Gleichzeitig war mir komplett egal, was um mich rum passierte. Unter anderem auch, dass ich nur noch sehr wenig atmete. Nicht gut. Gar nicht gut… Später teilte mir einer der Ärzte mit, dass ich dabei an Atemdepression hätte sterben können… *urks*

 

Seitdem habe ich lieber die Finger von gelassen. Jetzt bin ich bei Tilidin Retard, niedrigste Dosis. Dort kommt es nicht so schnell zu Atemdepression und wirkt langsamer. Vertrage es gut und es wirkt auch wirklich sehr gut gegen Schmerzen. Allerdings gibt es einem auch ein sehr gutes Gefühl von Zufriedenheit… Gefährlich. Ärztin meinte, solange ich es nur 1, 2x die Woche nehmen würde und mir dabei die Suchtgefahr bewusst wäre, wäre die Gefahr relativ gering.

 

Wobei ich es da schwer finde, Sucht zu definieren… Habe einige Geschichten von Leuten gelesen, die auf Entzug waren und danach genau dieselben Medikamente wieder bekommen haben. Sehr sinnvoll…

 

Wie sind eure Erfahrungen?

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6 Kommentare zu “Tramadol vs. Tilidin

  1. Sue sagt:

    Ich nehme ja nun auch schon seit einiger Zeit ganz regelmässig ein Morphinpräparat (Targin) und habe auch keinerlei Abhänigkeit entwickelt. Ich kann mit der Dosierung rauf und runter wie die Schmerzen es nötig machen, ohne irgendwelche Probleme. Also wenn ich bei weniger Schmerzen nur ganz wenig nehme, habe ich keinerlei Verlangen und auch keine Entzugserscheinungen.
    Ich vermute, es ist wichtig, ganz bewußt mit solchen Medis umzugehen um nicht in eine Abhängigkeit zu geraten, wobei das bei mir auch nicht mehr schlimm wäre. Ich wil das aber nicht.

    Gruss sue

  2. EinName sagt:

    Ja ich weiß auch nicht, aber finde ebenfalls das man weder von Tilidin noch Tramadol abhängig wird, es käme mir auch garnicht in den Sinn die Dosis zu steigern solange meine Schmerzen damit noch gut gedämpft werden. So toll ist die Euphorie davon ja nun nicht.
    Eher bin ich Koffein abhängig, das würde ich eher zu den Harten Drogen zählen, da kommt man eigentlich nicht mehr davon los.

  3. UNSC sagt:

    Ich schwöre euch: Belasst es dabei! Niemals aus Jux und Tollerei einnehmen, mit dem Hintergedanken: „Passiert ja eh nichts“.
    Ich habe Tilidin gerade mal ein halbes Jahr genommmen (allerdings in sehr hohen Dosen wegen zwei LWS-Bandscheibenproblemen gleichzeitig), war aber eben aufgrund der hohen Dosis hochgradig abhängig, was sich in einem bitteren und unerwarteten Entzug nach absetzen widergespiegelt hat! Furchtbare Zeit, das kann ich versicheren, und würde diese Zeit ungeschehen machen, wenn ich damals gewusste hätte, wie schleichend ich mich der Abhängigkeit hingegeben habe. Das schlimmste dabei sind die körperlichen Entzugserscheinungen, nicht die psychischen. Fühlte sich an, als ob meinem Gehirn Krabbelbeine wüchsen und es aus meiner Schädeldecke ausbrechen wollte. Dazu (und deswegen) natürlich auch Panik, derealisierung und desozialisierung.
    Falls ihr der Meinung seid, bereits abhängig zu sein, sprecht mit eurem Arzt über substituive Mittel, oder über „auschleichen“ des Medikaments, um davon runterzukommen. Aber tut euch selber einen Gefallen, und macht das bloß nicht kalt weil ihr Angst davor habt dem Arzt das zu erzählen oder eucht schämt deswegen oder es gar unterschätzt!

    Mein Gehirn kriegt heute noch Krabbelbeinchen, wenn ich nur daran denke!

    Liebe Grüße

  4. Anonymous sagt:

    Um himmels willen,das zeug macht so süchtig ich würde es nicht mehr nehmen lieber eine schmerztherapie machen

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