The wind of change

Ab und an verändern sich die Dinge. Genauso, wie man selbst sich verändert, weiter entwickelt, einen anderen Weg nimmt.

Bei mir hat sich in den letzten Wochen und Monaten einiges geändert und jetzt ist es, passend zum neuen Rekord, an der Zeit, das auch in den Blog zu übertragen.

Was den neuen Rekord angeht: heute hat der 100 000ste Besucher hier im Blog vorbei geschaut. Was mich sehr gefreut hat – weniger wegen der Zahl an sich, sondern weil einem in solchen Momenten bewusster wird, was sich im Lauf der Zeit so getan hat. Mein Blog entstand sehr spontan und in der Absicht, Freunde und Bekannte dadurch leichter von der Situation – meiner letzten Operation etc. – zu informieren. Damals dachte ich nicht daran, dass ich so lange aktiv schreibe; dass ich andere Betroffene und Interessierte hierdurch kennen lerne; dass mich so viele Geschichten bewegen.

Die Besucherzahl änderte sich häufig, von 0 – knapp 700 Leuten täglich; von 5-34 Einträgen monatlich meinerseits. Bei gut 400 Beiträgen wurden über 1500 Kommentare abgegeben.

Doch ganz unabhängig von den Zahlen – eure Kommentare haben mich sehr oft berührt, haben mich zum Nachdenken gebracht; haben mir Kraft gegeben. Danke dafür! ♥

Mein Blog hat sich im Lauf der Zeit immer wieder verändert – es gab Zeiten, in denen ich primär medizinische Infos teilen wollte, weniger ich selbst, meine Persönlichkeit zeigen wollte. Und andere Momente, in denen ich eher emotional geschrieben hatte.

Habe lange darüber nachgedacht, doch letztendlich mich dafür entschieden, nicht nur im Alltag, sondern auch hier im Blog mehr von mir preis zu geben. Eine Entscheidung, die mir nicht unbedingt leicht gefallen ist – es fiel mir schon immer schwer, Gefühle von mir zu zeigen, mich verletzlicher zu machen. Konnte noch nie sehr gut mit Kritik umgehen (wie einige wohl inzwischen mitbekommen haben 😉 ) und ebenso ist es für mich nicht einfach, Schwäche zu zeigen.

Aber irgendwann ist es an der Zeit, einen Schritt weiter zu gehen. Sicher gibt es immer noch ein, zwei Themen, die nichts im Blog zu suchen haben – vor allem, wenn noch andere Personen betroffen sind – doch alles in allem fürchte ich, werdet ihr mehr von mir lesen, andere Seiten an mir kennen lernen. Ob diese euch gefallen? Ich weiß es nicht. Schlussendlich bleibt es doch eure Entscheidung, ob ihr weiter hier lesen werdet oder nicht.

Und so erweitert sich der Sinn des Blogs: er dient nicht mehr nur dazu, die Themen EDS und Krebs zu verbreiten und sachliche Infos genauso wie ein wenig SmallTalk und Humor zu geben, sondern auch, Bekannten, Unbekannten und Freunden mehr von mir zu zeigen. Das Kätzchen mit allem Drumrum, positiven und negativen Seiten.

Desweiteren werde ich noch in diesem Jahr im Fernsehen auftauchen… Auch, wenn ich davor wahrscheinlich vor Aufregung umfallen werde 😉

Ich wurde vor einiger Zeit angeschrieben, ob ich an einer Doku teilnehmen wollen würde. Nach einigen Emails und auch persönlichen Treffen entschieden wir uns dazu. Wir, das sind zwei tolle Mädels, die als Autoren alles organisieren; sowie zwei Jungs, die größtenteils für das Filmen zuständig sind. (Und ich hoffe, sie bringen mich jetzt nicht um, wenn ich sie als Mädels und Jungs bezeichne ^^) Bereits einen Tag lang haben wir zusammen einiges durchgemacht und es werden noch weitere folgen. Außerdem werden noch ein, zwei weitere Leute teilnehmen, die in einer ähnlichen Situation sind wie ich – trotz jungen Alters sich mit den Themen Krankheit, Sterben und Tod auseinander setzen zu müssen; die, wie ich, krank sind, aber sich nicht davon abhalten lassen, dennoch zu leben.

Eine Doku, die vermutlich Ende des Jahres im Fernsehen laufen wird, ausgehend von der ARD. Werde dazu auch noch ab und an etwas schreiben.

Außerdem wird es etwas bildlicher werden – habe jetzt ein Tumblr aufgemacht und importiert, so dass es auch ab und an hübsche, nachdenkliche, bewegende Bilder geben wird.

Puh. Genug Veränderungen für heute…. Ich bin gespannt (und auch ein wenig aufgeregt), wie es laufen wird!

20 Kommentare zu “The wind of change

  1. ladyschaft sagt:

    Es wird gut laufen, Du Liebe! Freue mich sehr, mehr von Dir und über Dich zu lesen! Das ist dann auch (fadt) die ganze Chaoskatze – hey, Du bist ja nicht nur EDS und Tumor, Du bist eine ziemlich sexy, liebenswerte und trotz allem humorvolle Frau. Ziehe immer wieder den Hut vor Dir. Sei lieb geknuddelt von uns dreien 😉 =^,^=

    • Chaoskatze sagt:

      Ach du. Lass mal den Hut lieber da, wo er hin gehört. Ich denke, die meisten in der Situation würden doch genauso handeln, nicht?

      (Und… danke für die Komplimente… *rot werd und schüchtern knicks*)

  2. der_emil sagt:

    Dann bin ich mal sehr gespannt 😉

  3. Schön auch von anderen Sachen zu hören, welche Dich bewegen. Und das mit der Doku – ein mutiger Schritt. Ich wünsche bei Deinen Vorhaben jedenfalls viel Kraft, Erfolg und Lebensfreude. Ein schönes Wochenende 🙂

  4. huch 🙂 Das ist ja wirklich einiges Neues 🙂 Glückwunsch zu den 100 000 und ich bin auch sehr auf den Film gespannt 🙂 Und noch was.. schön, dass es dich gibt!!

  5. katerwolf sagt:

    ich wünsche dir einfach, dass es GUT läuft. weiter so, liebes kätzchen

  6. Sue sagt:

    Ich bin mal gespannt, was Du so an Bildern einstellen wirst.

    Toll dass das Fernsehprojekt zustandegekommen ist. Das wird bestimmt eine tolle Sache. Ich wünsche Euch schon mal ganz viel Spass dabei.

    lieben gruss sue

  7. Karl sagt:

    Ich finde das spannend und mutig, besonders natürlich das Filmprojekt.

  8. dreamsandme sagt:

    Da bin ich gespannt auf Alles was da noch kommen wird von Dir! Freu mich darauf! Und Glückwunsch zum 100.000sten Klickediklick! Toll!

    Lg
    Sunny

  9. Chaoskatze sagt:

    Danke, ihr Lieben! Und – ich bin auch gespannt! ;D

  10. Kea sagt:

    Wow. Ich bewundere (mal wieder) Deinen Mut – und auch noch Fernsehen! Hammer. Ich drück doll die Daumen für ALLES.

  11. Carpe tempus! sagt:

    Wow, liebe Katze, das sind ja wirklich Neuigkeiten! Ich bin sehr gespannt, was Du darüber berichten wirst und natürlich auf den Film. Ich finde es sehr mutig und auch bewundernswert. Einfach klasse!
    Liebe Grüße! Jenneke

  12. Kai-Hoger sagt:

    Liebe Chaoskatze,

    Es freut mich, wie Du und Dein Blog sich weiterentwickeln und ich hoffe, daß Du noch lange weiterschreiben kannst!!! Ich hab keinen Blog aufgemacht. Nur vor allem zu Anfang öfter viel vor allem medizinisches im Krebskompass geschrieben. Bin aber jetzt da weniger aktiv: Dafür schreibe ich an meiner Autobiographie. Werd aber noch ne ganze Zeit brauchen, da ich feststelle, daß ich in den ersten Fünfzig Jahren doch ne ganze Menge nicht so alltägliche Sachen gemacht oder erlebt hab… Wünsch Dir auch viel Glück mit der Fernsehdokumentation! So schlimm ist es aber nicht, sich mal im Fernsehen zu sehen finde ich. Bin ja auch schon im Fernsehen zu sehen gewesen. Es muß ja nicht sowas wie DSDS oder Dschungelcamp sein. Nur die Medienleute sind manchmal doch ein bisschen spezial…

    Deine Blogtour kannste ja immer noch in der wärmeren Jahreszeit nachholen. Ich könnt Dir ja auch mal Paris zeigen, falls Du mal in die Gegend kommst…

    Grüße aus Paris,

    Kai-Hoger

    • Chaoskatze sagt:

      Autobiographie klingt spannend, reserviere schon mal ein Buch für mich mit! ^^ Wo warst du denn im Fernsehen? Meine Medienleute sind echt super, da gab es bis jetzt gar keine Schwierigkeiten.

      *g* Danke für das Angebot, aber Paris liegt leider nicht so ganz um die Ecke und ist dann doch ein teurer Spaß, fürchte ich… Hach ja, aber da kommen doch glatt auch ein, zwei Erinnerungen… ^^

      • Kai-Hoger sagt:

        Hallo Chaoskatze,

        Ich reserviere Dir ein Buch wenn es dann mal soweit sein sollte. Es wird aber noch eine Weile dauern..50 Jahre Autobiographie kann ich nicht in einer Woche oder einem Monat schreiben…

        Ich war in einer französischen Dokumentation über eine Antarktiskreuzfahrt dabei. Ich wollte eigentlich an einer Versorgungsrundreise auf einem anderen Schiff teilnehmen, die zu französichen subantartischen Inseln gehen sollte. Zum Glück hat mich der mürrische Arzt in Paris abgelehnt und mich gezwungen, einen Plan B zu suchen, da ich einmal Pinguine, Tafeleisberge, etc. mal selbst in Augenschein nehmen wollte und das noch in diesem Leben… Dir ist sicher wie auch mir klar, daß das Leben viel schneller als gedacht zu Ende sein könnte. Deshalb finde ich, daß man seine Träume hier und jetzt realisieren sollte wenn es eben geht, da man ja bei unseren Krankheiten nicht weiß, ob man sowas später noch machen kann. Glücklicherweise hab ich dann in einer Woche einen sehr guten Plan B gefunden. Und auf dem Kreuzfahrtschiff waren zufällig 2 Fernsehteams aus Canada und Frankreich an Bord, die Dokumentationen über eine Antarktiskreuzfahrt drehen wollten. Die haben dann nach interessanten Passagieren gesucht und z.B. mich gefunden. Ich war da zwar kein Hauptdarsteller, das waren die Pinguine, Robben, Eisberge und ein ehemaliger Premierminister, der Polarbotschafter der französischen Regierung ist. Dagegen konnte ich natürlich nicht anstinken wie man so sagt. Ich habe aber auch den ersten Teil des Schlußresumees gehabt und versucht, den Zuschauern unter denen vielleicht auch Betroffene waren, Mut zu machen, trotz Krankheit ihre Träume zu realisieren. Das ist an einem symbolischen Punkt, einer Anhöhe auf der antarktischen Halbinsel aufgenommen worden. Der zweite Teil welcher die Antarktis und dessen Schutz anging, war für den ehemaligen Premierminister, auch wenn ich quasi genau dasselbe bezüglich der Antarktis gesagt hatte… Leider ist die Dokumentation nur im Bezahlfernsehen gelaufen. Aber da ich so eine Gelegenheit erträumt hatte und mir das einfach so passiert ist, war es doch schon gut.

        Auch wenn das öffentliche Echo nicht so groß war, wie mein Stunt mit einer sehr bekannten Einhandseglerin vor ein paar Jahren, mit der ich durch ein improvisiertes Fotografenspalier von einem Dutzend (People)Fotografen wie ein Pärchen gelaufen bin. Leider kannte ich sie zu wenig,um zu wissen ob es ernst war, daß sie auf Pärchen gemacht hat, als sie zu einer Frau gehen wollte, 15 m weit weg stand. Weil wir paar bedeutungschwere Sätze immer von kurzen Pausen unterbrochen vorher ausgetauscht hatten, habe ich akzeptiert, sie zu der Frau zu begleiten. Ich wollte ja doch noch ein bisschen mehr mit ihr reden, weil ich das Gefühl hatte, daß sie sich nicht getraut hatte oder vergessen hatte, mir noch was wichtiges zu sagen. Mir war schon klar, daß ich ein paar Blitze abkriegen würde, aber ich hätte nie gedacht, daß sie sich bei mir unterhaken und mir auf dem Weg strahlend was ins Ohr flüstern würde, nur nicht das wodurch ich ihre Reaktion verstanden hätte. Während dieser Szene sind die Fotografen regelrecht ausgerastet wie ich das sonst nur bei Starpärchen bei Filmfestspielen mal im Fernsehen gesehen hatte… Nur lief ich jetzt mit ihr dadurch und wußte, das alles, was ich jetzt machen würde wie ein bisschen Zärtlichkeit am nächsten Tag in den französischen Klatschblättern stehen würde. Da ich keine Möglichkeit sah, uns irgendwohin zurückzuziehen und man uns vorher gesagt hatte nett zu ihr zu sein, da sie noch sehr durcheinander wäre, wußte ich nicht, was ich dann bei der kleinen Zeremonie im Flughafenterminal machen sollte außer natürlich neben ihr zu bleiben… Es wäre leider die richtige Frau für mich gewesen, wie ich später erfahren habe. Leider hatte sie da schon ein Kind mit einem der Fotografen am Flughafen, welches sie mit ihm gemacht hatte kurz nachdem ich ihr per Mail geschrieben hatte, daß es vielleicht für sie besser wäre, wenn sie ein Kind mit einem gesunden Mann haben würde. Ich Trottel habe da falsch reagiert, weil ich fälschlicherweise gemeint hatte, daß es besser so für sie und ihr Kind wäre. Nachdem das Kind dann da war, ist sie mit dem Fotografen wohl doch nicht so richtig glücklich geworden. Sie hat mir nämlich bald danach 2 französische Agenten in meinen Heimatort zum Stadtfest geschickt mit einer Liebesbotschaft von ihr, daß sie zwar mit dem Fotografen ein Kind gemacht hätte, aber ich wäre und bliebe ihre Flamme… Sowas macht ja wohl nicht jede Frau für einen Mann? Ich bin nur schon immer wahnsinnigschüchtern mit Frauen gewesen und da ist es dann noch schwerer, wenn man dann womöglich auch noch von Fotografen verfolgt wird…

        Na ja, sowas wird Dir bei und nach Deiner Dokumentation wohl eher nicht passieren und auch nicht, daß Dich die Leute in der Bahn erkennen oder Dir ein People Fotograf auf der berühmten Croisette in Cannes hinterherläuft, um Dich zu fotografieren. Er gab mir hinterher seine Karte für meine Freundin… Die Medienleute waren auch ganz nett zu mir, nur ein bisschen Speed und auch ein bisschen Spezial…

        Hast Du diese Dokumentation gesehen und macht ihr sowas vielleicht sowas Ähnliches?

        http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1281204/Feind-im-Kopf-Geschichte-zweier-Freunde#/beitrag/video/1285062/Feind-im-Kopf

        In der Reportage erinnert mich so einiges an mein eigenes Leben: Von den Ärzten in Paris quasi aufgegeben und ich mußte alleine sehen, wo ich bleibe. Dann die unglückliche Sache mit der Seglerin weil ihr das vielleicht auch zu viel geworden wäre, wie der Freundin vom Daniel im Film… Aber ich habe nicht aufgegeben auch wenn es oft sehr schwer war und mein Rezidiv (über das ich im Nachhinein froh bin) ist sicher auch zumindest zum Teil dem Umstand zu verdanken, daß ich am Boden zerstört war, als ich ein Buch von der Seglerin über sie gelesen habe und festgestellt habe, daß wir wirklich sehr gut zusammen gepasst hätten und das nicht nur optisch wie schon die Fotografen festgestellt haben… Jetzt brauche ich kein neues Rezidiv mehr und mit der Seglerin sollte ich es vielleicht doch noch mal versuchen, um da kein bedauern mehr zu haben weil das nicht gut für die Gesundheit ist. Sie sieht bei ihren Gelegentlichen Fernsehauftritten meist nicht gerade glücklich aus. Vielleicht sollte ich doch noch mal versuchen, dies zu ändern?

        Es gibt ja auch noch den Chris von Krebskompass, der vielleicht auch noch in euer Dokumentation mitwirken könnte? Der ist ja ungefähr in Deinem Alter. Bei ihm ist das alles was mit seiner Krankheit ja noch sehr frisch. Ich bin ja schon 50 und lebe schon seit fast 8 Jahren damit…

        Was Paris angeht, ist die Stadt schon teuer. Du könntest natürlich auch bei mir in meinem Vorort schlafen, wenn Du es Dir vorstellen kannst, mit der S-Bahn nach Paris reinzufahren.Ein Motorrad kann ich Dir nicht leien, weil ich keins habe… Vom Bahnhof bei mir kannste direkt zu Notre Dame, zum Eifelturm und fast bis Montmartre fahren und in die staatlichen Museen kommste wenn Du einen Schwerbehindertenausweis mit mindestens 80 % hast umsonst und ohne Schlange stehen rein. Keine nicht so teure Restaurants gibts in Paris auch, nur Kneipenbesuche gehen sehr ins Geld… Kannst es Dir ja nochmal überlegen.

        So weit, so gut was Dich bei und nach Deiner Dokumentation erwarten kann. So, ich werde jetzt wieder ins Haus gehen, da es im meinem Garten jetzt wo die Sonne weggeht auch mit Jacke doch etwas zu schattig wird…

        Sonnige Grüße aus Paris,

        Kai-Hoger

  13. Chaoskatze sagt:

    Hui, du machst Geschichten…

    An Chris hatte ich auch schon gedacht, aber inzwischen haben sie schon andere Leute gefunden, aber mehr weiß ich auch noch nicht.

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