Erste Termine erledigt…

Augen sind in Ordnung, klärt aber immer noch nicht, warum die Kontaktlinse spinnt. Muss ich wohl über einen Optiker regeln…

Physio war nicht so begeistert – meine Wirbel schauen im Moment nicht so gut aus und die Hälfte der Wirbel sind nicht da, wo sie sein sollten.

 

Bestrahlung… Er riet mir zu einer eher niedrigen Dosis von 45-60 Gy, je nach Stelle. Der ganze Spaß ginge dann ca über 6 Wochen an jedem Wochentag. Nebenwirkungen wären vermutlich Müdigkeit und Konzentrationsstörung, natürlich auch Haarausfall. Risiken sind auch hier wie überall dabei; wären vermutlich, da der Temporallappen für den ganzen Mist zuständig sind, Probleme beim Sehen und Hören, außerdem müssten bestimmte Hormone überprüft werden, da die Hypophyse sonst Mist bauen könnte…

 

Aber es bleibt dabei… spannend wird es erst, wenn ich die PET-Ergebnisse habe…

Erste Empfehlung…

Die Erstmeinung von dem Krankenhaus, in dem ich bis jetzt immer war, ist da – entweder OP oder Bestrahlung, also besser, als ich dachte. Beides hat so seine Vor- und Nachteile… Mal sehen.

Nächste Woche einen Termin bei dem zuständigen Arzt für die Bestrahlung. Infos wegen Einschätzung der Nachwirkungen, Risiken etc… Wir werden sehen.

Gefühle….

Ja. Wie fühlt man sich schon nach so etwas?

Erstaunlicherweise bin ich relativ ruhig. Im Gegensatz zu den vorherigen Malen waren es sozusagen kontrollierte Bedingungen – ich war darauf vorbereitet, dass das so kommen könnte und auch, dass das irgendwann so sein wird, die Frage war ja nur, wann dem so sein würde.  (Das erste Mal war ich wegen starken Kopfschmerzen und kurzen Phasen kompletter Aphasie eingeliefert worden, das zweite Mal unerwartet vom Anruf eines Neurologen geweckt worden.) Natürlich nicht gerade erfreulich, aber noch bin ich recht gefasst.

Habe heute meinem Chef bescheid gesagt – und ihn gefragt, ob wir irgendwann noch eine längere Runde Motorrad fahren könnten.  Beim Kinderschutzbund bescheid gesagt (dort übernehme ich ab und an eine Kleinigkeit). Und dann zum Tätowierer. Dort sollte ich die Tage vorbei schauen, um mir die Vorzeichnung anzusehen. Ja. Wollte.

Absagen ist kein schönes Gefühl. 2 Jahre habe ich gespart. Und jetzt das.

Das war ein Moment, in dem ich wirklich kurz davor war, einfach los zu heulen.

 

Aber gut. Was will man schon machen…

Scheiße.

Ja, ich weiß, nicht gerade höflich ausgedrückt. Aber stimmt einfach.

 

MRT, Filmcrew dabei. Lag so vor mich hin, unruhig. Gewartet, wie immer. Gegen Ende auf einmal: „Hm, wir brauchen noch 3 Minuten länger…“ Oha.

Raus geklettert, Dr. Lieblingsneuro angeschaut und dann war schon klar – diesmal sieht es nicht so gut aus. Haben uns dann erstmal verzogen und er hat mir die Bilder gezeigt. Ein kleines Rezidiv, nicht groß, dafür aber in einer ungünstigen Lage – relativ nahe beim Cerebri media, also einer sehr wichtigen Arterie. Ich glaube, irgendwo zwischen centrales anterolaterales und Fossa lateralis, wobei ich dazu sagen muss, dass das mehr geraten ist als sonst irgendwas.  Falls dem so ist, ist das va der Bereich, an dem sich Frontal- und Temporallappen trennen und an dem ein großer Teil des Sprachbereiches ist.

Allerdings würde ich nicht darauf schwören, 1. habe ich eh keine Ahnung und 2. ist da drin inzwischen alles so durcheinander, dass sich das ohne nähere Untersuchungen wie zb PET oder Angiographie kaum sagen lässt.

So oder so – es muss etwas getan werden.

Was, das wissen wir noch nicht. Dr. Lieblingsneuro wird das mit seiner Crew besprechen und sich vermutlich Freitag melden; außerdem hole ich noch eine Zweitmeinung von Dr. Triumph (;D) hier in Wü. Ich persönlich tippe ja mal im Voraus auf OP mit Bestrahlung, evtl stereotaktischer. Aber auch das ist mehr geraten als irgendwas sonst.

 

Jetzt muss ich mich erstmal um einen ganzen Haufen Sachen kümmern… *seufz*

Warten…

Ich hasse warten. Wirklich. Ich glaube, ich habe einfach zu viel Phantasie dafür…

Diese Woche ist die nächste MRT-Kontrolle. Das erste Mal seit 2009, dass mehr als 3 Monate Pause waren. Es gibt keine konkreten Anzeichen. Aber nervös bin ich dennoch…

Kinderwelt…

Besuch einer befreundeten Familie. Bin gerade am Verabschieden, die 5jährige Tochter L. möchte mich zum bleiben überreden:

L: „Dann kannst du doch in meinem Bett übernachten!“

Katze: „Hm, ich fürchte, dafür bin ich schon ein bisschen zu groß geworden.“

L: „Oder du nimmst den Bauch vom Papa – der ist soooo breit und richtig weich!“

 

😀