Update: Chemo

Heute habe ich die letzten Tabletten meines 6ten Chemozyklus‘ genommen. Zum Glück eine weitere Hürde genommen – denn auch, wenn man sich daran gewöhnt, eine Hürde ist es, jedesmal wieder.

Kleines Update: diesmal soll ich, wenn alles gut geht, 12 Zyklen mitmachen. 6 davon habe ich jetzt überstanden. Zusammen mit der Chemo 2010 habe ich inzwischen 14 Monate Chemo hinter mir…

Inzwischen ist es wieder zur Gewohnheit geworden. Eine meiner schlechten Angewohnheiten sozusagen 😉 Es nervt tierisch – aber es führt kein Weg daran vorbei und wozu rumjammern, wenn man nichts ändern kann… Allerdings sollte man auch vermeiden, den anderen Fehler zu machen – die Wirkung zu unterschätzen. Zwar hält sich die Übelkeit genauso wie Schwindel in Grenzen, aber gerade ersteres auch nur durch andere Medikamente – die wieder andere Nebenwirkungen haben – , und nur, weil man es nicht mehr so beachtet, heißt es noch lange nicht, dass es keine Folgen hat.

In meinem Fall speziell heißt das: deutlich stärkere Gelenksschmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsverlust, Magenprobleme, höhere Empfindlichkeit gegen äußere Reize.

Mit letzterem meine ich wirklich alle äußeren Reize. Harmlose Kontakte wie recht harmlos irgendwo anstoßen schmerzen länger; Geräusche werden auf einmal anstrengender, manche Nahrungsmittel schmecken auf einmal seltsam (und nein, ich bin garantiert nicht schwanger… ^^) und heute war ich kurz davor, aufzustehen und dem Mann 3 Sitzplätze vor mir zu sagen, dass seine Leber- oder Nierenwerte garantiert nicht in Ordnung sind.

 

Ich bin wirklich froh, dass meine Chemoart eine der harmlosesten überhaupt ist…

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9 Kommentare zu “Update: Chemo

  1. *drück* und alle Daumen sind natürlich weiterhin für dich gedrückt!! 🙂

  2. dertraurige sagt:

    *G* … ich drücke die Daumen.

    Das mit dem geänderten Geschmack scheint ein allgemeines „Problem“ zu sein. Junior meint gerade alles „ohne“ essen zu müssen. Er verleugnet seine Abstammung von einem Soßensachsen mit schwäbischer Fortbildung und verweigert die Essensaufnahme von „fest + viel Soße“ 😉

    Gruß
    DerTraurige

    • Chaoskatze sagt:

      Ja, manchmal habe ich das auch… Allerdings würde ich nie auf Soßen verzichten! ^^ Falls ich allerdings auf einmal Essiggurken essen würde, würde ich mir Sorgen machen – und vorsichtshalber einen Schwangerschaftstest… ;D

  3. Katja sagt:

    Ich kann mir vorstellen, dass man so etwas wirklich nicht braucht. Hoffentlich lässt diese Überempfindlichkeit schnell wieder nach. *daumendrück*

  4. kopftrojaner sagt:

    Halbzeit ist gute Zeit! Durchhalten, ist für einen guten Zweck!
    Ich muss im Feb noch mal 5 Temodals nehmen, dann habe ich 8 Zyklen geschafft! Bedeutet noch ca. 5 Tage Brechen…!
    Zur „Aufmunterung“: War letztens (Weihnachtsferien) bei einem anderen Hausarzt, um Blut abzugeben, und bin wohl an einen Hobby-Onkologen geraten. Der meinte, leider hätte man mir wohl nicht gesagt, dass es viel bessere Methoden gebe als Chemotherapie, nämlich Weihrauch inhalieren. Das wäre überall bekannt, aber die Ärzte sagen einem das nicht, denn es ginge ja auch ums Geld…
    Aha. Also Weihrauch schwenken! Wird einem wahrscheinlich genau so übel. Außerdem glaube ich nicht, dass meine Ärzte so viel an meiner Chemo verdienen… Die Pharmaindustrie, oder was?
    Alles Gute weiterhin!

    • Chaoskatze sagt:

      Hm, das mit dem Brechen sollte eigentlich nicht der Fall sein… Bekommst du denn nichts dagegen? Ondansetron oder sowas?
      Das mit dem Weihrauch ist Blödsinn!! Das kann unter ganz bestimmten Umständen hilfreich sein, betrifft beispielsweise das Cortison… Aber es würde niemals das Temodal ersetzen! Außerdem würde man es nicht inhalieren, sondern als Tabletten nehmen. Dein Hobbyonkologe ist also schon ein wenig strange… Und als Arzt dürfte er sowas eigentlich nicht sagen, damit könnte er sich durchaus strafbar machen….

  5. Kai-Hoger sagt:

    Das mit dem Weihrauch statt Chemo halte ich auch für Blödsinn. Würd es eher mit viel grünem Tee und Curcuma in hoher Dosis versuchen. Scheint zumindest bei mir den Tumor über 2 Monate sehr am wachsen und infiltrieren gehindert zu haben. Länger konnte ich es nicht testen, dann war die OP… Habe und würde auch zumindest das Standard Stuppschema empfehlen. Ich hab es gegen Ödeme mit 3 Tassen Brennesseltee vesucht, als ich nach der ersten internen Radiotherapie über 9 Monate nach und nach schwere Epianfälle bekam. Nach 4 Tagen mit Brennesseltee war ich von 3 schweren Anfällen auf Null runter. Es muß nicht immer helfen, aber man kann es ja mal ein paar Tage ausprobieren und wenn es sich nicht bessert, auf Kortison umsteigen.

    LG,

    Kai-Hoger

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