Chemo: ein Zwischendurch

Man gewöhnt sich bekanntermaßen an alles. Auch an die Chemo.

Inzwischen bin ich beim 8ten Zyklus. Die Blutwerte sind fast durchgehend im normalen Bereich, also irgendwo zwischen „okay“ und „gut“. Zwei Wochen im Monat ein wenig unter der normalen Grenze, aber nicht bedenklich. Meist sind dann die Thrombos irgendwo bei 130 und die Leukos bei 3000. Die neutrophilen Lymphozyten stimmen fast immer. Und nie im riskanten Bereich.

Auch die Fatigue hält sich in Grenzen, solange ich nicht übertreibe.

Auf jeden Fall ist es harmloser als bei meiner ersten Chemo. Da musste ich von 8 Zyklen 5 verschieben, um weiter machen zu können. Diesmal erst ein einziges Mal und da war meine Dosis ein Level höher.

 

Inzwischen bekommt man immer mehr Fälle von Glioblastom-Patienten mit, die durchgehend Temodal nehmen, jahrelang. Wobei allein der Gebrauch des Wortes ‚jahrelang‘ in diesem Zusammenhang ziemlich viel aussagt… Allerdings weiß ich nicht, inwieweit man das auf Astrozytom-Patienten übertragen kann. Denn gerade da ist das Risiko bezüglich Immunität auch zu beachten. So oder so fehlen die eigentlich benötigten Langzeitstudien…

Weiß auch noch nicht so recht, ob ich mich an diesen Gedanken gewöhnen kann…

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2 Kommentare zu “Chemo: ein Zwischendurch

  1. Echium sagt:

    Langzeitstudien fehlen doch fast durchgängig. Schlimm ist doch auch, dass Temodal (zur Zeit) Goldstandard ist, d.h. wenn ein Glio-Patient wirklich immun werden sollte, dann sieht´s ziemlich dunkel aus. Ok, Avastin ist ne Hoffnung, aber wirklich Auswahl ist das nicht, zumal Avastin auch keine Chemo sondern Angionesehemmer ist.

    Ich glaube dein Neuro ist gut und der wird dich schon richtig geraten. Wenn du dann zusätzlich noch ein bisschen die Augen und Ohren offen hälst, sollte es zu schaffen sein!

  2. Anonymous sagt:

    Und das ist einerseits eine gute Nachricht, denn immer mehr Patienten zeigen, dass die Überlebensrate doch veraltet ist und andererseits erschreckend, wenn man sich vorstellt immer so leben zu müssen…+ der Gedanke an Immunität..

    Aber vielleicht kommt es mit der Bestrahlung und neuen Protokollen für dich ja noch anders und du hast zwischendurch eine bessere Lebensqualität…?? Halte dich an Strohhalme…

    Mir ging es mit einer Leukozytenzahl von 3500 schon dramatisch scheiße…(Gabapentin machte bei mir diese wunderbare Bulutbildveränderung und ich kann dankbar drauf verzihten…) Ich finde bei mir ist schon alles unter 4500 zu niedrig…

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