Markt Rettenbach: Vorsicht!

Wer es noch nicht gelesen hat: Warnung an alle Motorradfahrer in Allgäu, im Bereich Markt Rettenbach.

Am 17. April verlor dort ein 37jähriger Motorradfahrer die Kontrolle und starb noch an Unfallstelle. Ursache waren zwei Öllachen, vor und nach der Kurve, die zusammen mit Glassplittern gefunden wurden.

Kurz darauf wurde festgestellt, dass in einem Umkreis von mehr als 20km insgesamt 10 Pfützen waren.

Die Polizei ermittelt, es wird von einem Anschlag ausgegangen und die Motorradstrecken werden stärker überwacht, aber dennoch sollte gerade in dem Bereich aufgepasst werden…

Echt, wie krank ist diese Welt…. Ob der Täter begriffen hat, dass er nicht nur einen Mann umgebracht, sondern auch eine Familie mit zwei Kindern zurückgelassen hat? Hoffen wir, dass er bald gefunden wird…

Quellen:
http://www.all-in.de/nachrichten/allgaeu/polizeimeldungen/Polizeimeldungen-polizei-Toedlicher-Motorradunfall-Verdacht-eines-gefaehrlichen-Eingriffs-in-den-Strassenverkehr-2-Nachtrag;art2756,958532
http://www.all-in.de/nachrichten/allgaeu/memmingen/Memmingen-lokales-motorrad-treffen-vereinskamerad-toedlichen-oelanschlag-37jaehrigen-markt-rettenbacher-motorradunfall-Vereinskamerad-ueber-toedlichen-Oelanschlag-auf-37-jaehrigen-Markt-Rettenbacher;art2758,958613
http://www.sueddeutsche.de/P5o38D/4046594/Polizei-geht-jetzt-von-Anschlag-aus.html
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Motorrad… die – letzte!

Hach ja. Das Thema hatte sich ja eine ganze Zeit lang durch mein Blog gezogen – mein großer Traum, ein Motorradführerschein.

Das ist für „Normalos“ schon öfter kompliziert – siehe Kosten etc… – aber für die Krüppelfraktion gleich noch ein anderes Thema. Wo findet man eine Fahrschule, die einen tatsächlich nimmt, wo einen Fahrlehrer, mit dem man gut klar kommt und der die Problembereiche miteinberechnet, wo ein Motorrad, das man als Frau mit wenig Kraft und kaputten Gelenken auch fahren kann.

Ich hatte das Glück, genau das zu finden. Mein Fahrlehrer ist echt klasse, ich könnte ihn immer noch knuddeln. Mit tollem Humor (ich liebe Ironie), Herzlichkeit und Engagement hat er mich tatsächlich ertragen, trotz all der Schwierigkeiten. Wir haben zusammen einiges überlebt – meine Aufregung, Nervosität und emotionalen Ausbrüche; die Probleme durch die diversen Chemozyklen; das Theater mit den Augen; den geringen Halt der Gelenke.

Mein Fahrschulmotorrad: ein Kawasaki GPZ 500S. Ein nettes Ding, 2-Zylinder, 4-Takter mit 60 PS und 180kg Trockengewicht. Und so schauts aus:

Und so kam es, wie es kommen musste – er erklärte mich für prüfungsbereit. Himmel, war ich aufgeregt! Schon bleich und zittrig kam ich an, obwohl ich wusste, dass ich vor der Prüfung noch ein wenig warm fahren darf. Erst mal raus auf die Straßen, kein Problem. Dann auf den Parkplatz. Und da fing es an. Alles ging schief, aber wirklich alles. Ich verwechselte die Hälfte der Aufgaben (was schon an sich eine Leistung ist, soooo kompliziert ist das nun mal nicht..) und dann hauts mich auch noch richtig hin. Ausgerechnet beim Notbremsen – eigentlich meine Lieblingsübung, die bis jetzt immer geklappt hatte und von der ich wusste, dass der Prüfer sie vermutlich sehen wollen würde….

Von da an waren meine Nerven komplett blank. Die von meinem Fahrlehrer auch. Halb am verzweifeln schickt er mich noch mal auf die Straße, mit dem Kommentar: „Vorfahren, dort warten, bis ich da bin und dann rechts, noch mal rechts und auf die Autostraße.“

Nun ja. Das mit dem Warten hatte ich irgendwie vergessen… Und erst bemerkt, als ich verzweifelt im Spiegel nach meinem Fahrlehrer guckte, verfolgt von diversen ungeduldigen Autos und LKWs…. Gut, konnte ja nicht viel machen, brav mit Mindestgeschwindigkeit nach einer Ausfahrt gesucht. Die kam dann auch schon nach 7km…. Runter und nach dem Handy gelangt, dann kam er auch schon. Hui, den Gesichtsausdruck hättet ihr sehen müssen…

Er hat dann nur noch gefragt, ob ich den anderen Fahrschüler vorlassen möge und mich ein wenig beruhigen möchte, aber das hatte ich abgelehnt – es hätte mich nur noch nervöser gemacht. Also doch noch weiter zum Fahrlehrer. Der schien sehr sympathisch, hat mich freundlich begrüßt und los ging es.

Um ehrlich zu sein, ich dachte eh schon, dass ich das nicht schaffen würde… Auf der Landstraße kein Problem, Autostraße auch nicht, Stadt nicht… Und dann ging es auf den Übungsplatz zurück, bei dem immer noch meine blanken Nerven neben den geparkten Autos lagen…

Erste Übung hat halbwegs geklappt, zweite gar nicht (inklusive Kegel melodramatisch umgeschmissen), beim nächsten Versuch so in etwa. Nächste komplett versemmelt – Fahrlehrer redet triefend vor Stress auf den Fahrprüfer ein, ich hätte dessen Anweisungen falsch verstanden. Und so ging es eine gefühlte Ewigkeit weiter, bis ich nur noch die Anweisung hörte, zurück zur Garage zu fahren.

Ich schon recht verzweifelt zurück, in Gedanken bei den zusätzlichen Kosten für Neubeantragung der Prüfung. Abgestellt und runter – verdammt erleichtert runter – und zum Fahrlehrer, mit großen Augen kurz vorm losflennen: „Uuuund, hab ich bestanden??“

Er schaut mich an, (verständlicherweise) wütend und schnauzt mich an: „Sag mal, spinnst du?? Hast du überhaupt mitbekommen, wie viele Kegel du geschmissen hast?? AB ZUM PRÜFER!!“

Woraufhin ich sehr frustriert zu selbigen gelaufen bin, nur um mit den Worten: „Nun ja… Das lassen wir gerade noch durchgehen…“ begrüßt zu werden….

Ich in irrsinniges Grinsen ausgebrochen, stehe da und versuche, die letzten Anweisungen noch halbwegs in mein freudestrahlendes Hirn unterzubringen. Und knuddel nur noch meinen breit grinsenden Fahrlehrer, die Sau! 😀

Mann, ich bin gefühlte 7 Jahre älter geworden in dem bisschen Zeit… Aber hey – jetzt bin ich wirklich auf die Straße losgelassen, zumindest rein theoretisch, wenn ich mir irgendwann mal ein Motorrad leisten kann, eines meiner wichtigsten Träume überhaupt wurde erreicht. Das ist vielleicht ein geiles Gefühl! 😀

Motorräder – Leidenschaft

Heute wieder Fahrstunde gehabt und es lief ziemlich gut, wenn es das nächste Mal auch klappt, werde ich ab dann wohl die Welt da draußen gefährden ^^

Zwar noch immer einige Macken – bremse ab und an zu heftig mit der Handbremse und beim Stop-&-Go mag mein rechter Fuß oft nicht so mitmachen, wie ich das will, aber alles in allem kann ich mich nicht beschweren.

Das einzige, was wirklich nervt, ist diese Sache mit dem Daumen.. Seit ein paar Wochen durchgehend entzündet. Werde mal gucken, ob es irgendwo Schienen gibt, die auch beim Fahren absichern oder ob ich mir lieber eine feste für den Alltag hole, um ab und an einfach entlasten zu können.

Irgendwie merke ich, dass ich immer mehr vom Fahren abhängig mache. Habe ein wenig darüber nachgedacht und es sieht so aus, als ob es mehr ist als die normale Leidenschaft, die wohl fast jeder Motorradfahrer verstehen kann.

Nein, für mich hängt noch mehr daran. Nämlich das Gefühl, mal wenigstens irgendwas vernünftig auf die Reihe zu bekommen. Ein Ziel auch wirklich zu erreichen. Und letztendlich sich einen Wunsch zu erfüllen. Und nicht nur einen – sondern mehr oder weniger den letzten… Seien wir realistisch – die Wahrscheinlichkeit, dass ich auf einmal zufälligerweise geheilt bin und 90 werde, ist nicht unbedingt soooo hoch. Kinder zu bekommen wäre absolut unverantwortlich, am meisten ob der Kinder. Mein Studium abzuschließen, wird ebenfalls immer unwahrscheinlicher (hatte ich erwähnt, dass ich die Klausur nicht bestanden habe?), momentan sogar der Abschluss vom Vordiplom. Und irgendwann einen Billigjob zu übernehmen ist nun mal nicht die Leistung schlechthin…

Nein, Motorrad fahren ist für mich nicht nur die Leidenschaft des Fahrens an sich (natürlich ist das verdammt wichtig, wer es nicht hat, sollte nicht sein Leben dafür riskieren), es ist auch das, was mich momentan am leben hält.

Das birgt natürlich auch eine gewisse Gefahr, Kritik erfasse ich sehr schnell persönlich und ich will nicht wissen, was ich machen würde, wenn ich gar nicht mehr fahren könnte… Aber es ist in Ordnung. Denke ich.

:(

Gerade eben Motorradstunde gehabt. Und es ist so ziemlich alles schief gegangen, was hätte schief gehen können. Lehrer meinte, wenn ich weiter so fahre, denkt er ernsthaft darüber nach, mich nicht mehr zu unterrichten.

Keine Ahnung, wieso. Irgendwie hab ich einfach nicht das Gefühl für das blöde Ding gefunden.

Kann nicht einfach mal irgendwas funktionieren?

:`-(

Wie toll…..! =)

Seit gestern vormittag habe ich endlich wieder meine Kontaktlinsen. Was schon prinzipiell super ist – jetzt sehe ich zb wieder die Stufen, wenn ich eine Treppe runterlaufe, ich sehe an der Seite nicht alles doppelt und verschoben, von meinem Ego ganz zu schweigen… 😀

Noch besser wurde es, als ich prompt einen Sehtest gemacht habe und ohne Probleme bestanden habe!  *rumhüpf und tierisch freu* Mein Traum kommt wieder ein Stück näher….

Natürlich habe ich gleich bei meinem Motorradlehrer angerufen und einen neuen Termin ausgemacht – nächste Woche komme ich endlich wieder auf ein Motorrad! Noch mal ein sanftes – brave 34 PS, wenig Gewicht, aufrechtes Sitzen. Geil!

Hach, am Montag war ich auch brav trainieren. Habe natürlich prompt ein wenig übertrieben, letztendlich habe ich 1h15min trainiert. Den Muskelkater habe ich immer noch. Hatte wirklich vergessen, wie viel Spaß das machen kann, die Herausforderung, das Auspowern.

Gestern und heute bin ich noch mal bei meinem Freund mitgefahren, auf seiner neuen Fireblade (die inzwischen auch eine funktionierende Bremse hat..). Gestern auch eine nette Erfahrung gemacht – wie es sich anfühlt, wenn das Vorderrad hin- und herzuckt, schleudert. Kein Wunder, in einer netten Kurve war anscheinend irgendwas öliges und darüber Sand. Mein Freund hat es ohne größere Probleme wieder unter Kontrolle bekommen, aber das Gefühl hatte ich nie, schon interessant. Schätze, es war auch nicht so gut, dass die Reifen noch neu sind, keine 400km damit.

Nun ja. Jetzt muss ich nur noch Photos von mir machen und meinen Führerschein beantragen… =)