Krebs – medizinische Fakten

Informationen über Hirntumore im Allgemeinen und Astrozytome im Besonderen findet ihr unter Wikipedia, Deutscher Krebsgesellschaft, Deutschen Krebsforschungszentrum und unter Deutscher Hirntumorhilfe.

In meinem Fall fing es vermutlich schon in früher Kindheit an, gefunden wurde es aber erst 2007.

September 2007: Raumforderung li. Temporal, Astrozytom WHO °II, symptomatische Epilepsie

Tumorexstirpation über eine osteoplastische Craniotomie li. Temporal

Einlieferung: li. Temporaler intracerebraler Tumor ohne wesentliches KM-Enhancement, der die Sylvische Fissur verdrängt. Unregelmäßiges EEG mit li. Frontaler Amplitudenresektion und einzelnen hochgespannten Zwischenwellen.

Und so sieht das Ganze aus:

OP: Tumor nur relativ schlecht abgrenzbar, èn-bloc-Resektion

Postoperativ: prolongierte Aufwachphase, gut kontaktfähig, unauffällig

Nachkontrolle 9 Tage später: Nachweis eines zirkulären KM-Enhancement der Ränder der Resektionshöhle, kein sicherer Anhalt für Tumorrest.

Anzeichen für Borreliose, positiver IgM-Titer, bei Lumbalpunktion negativ.

Nach der OP sah es so aus:

Kontrolle: flüssigkeitsgefüllte Tumorresektionshöhle, noch leicht flächiges Enhancement an der medialen Begrenzung, schmaler Gliosesaum, v.a. cranial und dorsal. Blutiges subdurales Kompartiment komplett resorbiert.

Januar 09: Alpha-Beta-Theta-Mischwellenfolge, Temporo-occipital bds. Leicht linksbetont fanden sich vereinzelte Sharp-wave- und Sharp-and-slow-wave-Potentiale.

November 2009: Astrozytom °III, postoperatives Hämatom rezesiert, an mediocranialer Begrenzung zum Frontallappen umschriebenes Areal mit Gliose und Ausdehnung unverändert, Signalstörungen am Oberrand der Kraniotomie links frontal zurückgebildet, minimale Residuen, vermutlich kleiner venöser Infarkt; mäßige bis teilweise hohe Zelldichte, multipolare Fortsätze, fokal gesteigerte Polymorphie, keine Tumornekrosen.

Nach der OP, bzw. nachdem festgestellt worden war, dass es diesmal ein IIIer war, wurde mit Chemo begonnen – Temodal, 320mg.

Insgesamt gut vertragen, Thrombozyten fast jedesmal zu niedrig. Beendet August 2010. Direkte MRT-Kontrolle hat ergeben, dass sich die Größe des Resttumors nicht verändert hat, aber von einer leichtenVerringerung der Dichte auszugehen ist.

Aktualisierung: Bis jetzt hatte ich meine Ruhe. Bis jetzt. Zweites Rezidiv im Juni 2012 gefunden.

 

Nächste Aktualisierung: der dritte Tumor wurde erfolgreich operiert, allerdings mussten ca 3mm zurück bleiben, dort war es zu riskant – bei einer Beschädigung hätte das ziemlich schlimme Folgen gehabt. Es wurde wieder auf Chemo gestellt, seit Herbst 2012. Es wird von 12 Zyklen ausgegangen, allerdings kommt jetzt immer mehr die Diskussion auf, ob es nicht sinnvoll wäre, die Chemo einfach weiter zu nehmen, solange man es verträgt. Leider fehlen dazu die Langzeitstudien.

Sollte ein weiterer Wachstum stattfinden, wird eine verstärkte Variante vom Temodal in Kombi mit Bestrahlung angewendet werden. 2013 gab es diverse Hinweise auf einen Wachstum, der jedoch wohl so gering ist, dass wir uns darauf geeinigt haben, sehr engmaschig zu beobachten, also alle 2-3 Monate MRT.

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