Des Rätsels Lösung!

Die Schilddrüse war’s, das böse Ding! ^^

Hatte es gar nicht erwähnt, weil ich es für unwahrscheinlich hielt. Aber meine liebe Hausärztin meinte, dass es auch daran liegen könnte und hat vorsichtshalber die Werte nochmal überprüfen lassen. Im Dezember hatte ich die letzte Kontrolle, da war aber alles in Ordnung, keine Veränderung, obwohl sich in der letzten großen Kontrolle gezeigt hatte, dass sie die Schilddrüse in einem Jahr ca. halbiert hatte. Die TSH-Werte waren immer ca. bei 1,0, hat also alles gepasst. Auch im Dezember war dem so, waren bei 1,2.

Ja. Jetzt sind sie bei 3,8… Das liegt zwar noch im Normalbereich (obwohl meist eher bis 2 empfohlen wird), aber ziemlich knapp und wegen der schnellen Steigerung und der sonstigen Probleme entschied sie sich dazu, das L-Thyroxin von 75mg auf 100mg zu erhöhen.

Hoffe, dadurch kommt das alles wieder ins Gleichgewicht…

Selbstversuche..

…oder: Gefühle vs. Logik ^^

Und zwar ging es mir ja in den letzten Tagen körperlich nicht so gut. Ganz zu schweigen von momentan relativ starken EDS-Problemen – Hüfte und Knie sind ständig entzündet und laufen ist recht schmerzhaft und in einer ziemlich kaputten Haltung – waren die üblichen Probleme dabei. Beziehungweise die Probleme, die früher üblich waren…

Habe ein wenig nachgedacht und mir ist aufgefallen, dass wirklich viel wieder so ist wie vor einem Jahr: Wasser in den Beinen (das kann weh tun…), Niere tut weh (auch, wenn mir das keiner glaubt…), ich habe ein extrem starkes Bedürfnis nach Salz in hohen Mengen, Müdigkeit, Schwindel, sehr starke Kälteempfindlichkeit, Finger werden lila, müde, erschöpft, Haut juckt ständig und platzt auf, und, was ich wirklich hasse, dass ständig die Hände das Kribbeln anfangen, taub werden.

Und ja, ich weiß schon, man sollte nicht unbedingt Selbstexperimente durchführen… Aber in dem Fall ist das Risiko nun mal wirklich berechenbar.. Habe also eine halbe Tab Thyroxin mehr genommen, von 50 auf 75mg. Hatte ja nicht wirklich damit gerechnet, aber es geht mir gerade so klasse! *freu*

Die Frage ist nur, wie es jetzt weitergeht… Denn so, wie ich mich kenne, sind die Blutwerte noch in Ordnung und die meisten Ärzte ziehen es nun mal vor, auf die Werte zu hören, klar. Aber zulassen, dass es mir nur der Statistik zuliebe schlecht geht… Ich weiß ja nicht, meine Begeisterung hält sich in Grenzen….

8. Chemo, 1. Tag

Yeah!! Endlich, die letzten Seiten in diesem Kapitel!

Ihr glaubt mir nicht, wie toll ich das finde, endlich hat dieses nervige Theater ein realistisches, absehbares Ende!

Die üblichen Nebenwirkungen, bla bla, kennt ihr ja eh schon ^^

Ansonsten: Blutwerte für Hashimoto bekommen, da ist auch alles in Ordnung. (Kommentar meines Freundes: wow, das erste Mal, dass du mal so was ähnliches wie gesund bist 😀 )

Noch etwas tolles: habe mir Urlaub genommen, für diese und die nächste Woche. Einfach mal entspannen, ohne Druck, ohne Anforderungen, Verpflichtungen, Stress. Erst das letzte Chemo rumbringen, dann noch paar Tage entspannen und dann ab nach Wacken – der perfekte Urlaub, Loslassen, Musik genießen.

Sommer?

Es tut mir leid, dass ich momentan so wenig schreibe. Aber irgendwie ist es gerade nicht so einfach…

Weiß nicht, woran es liegt, ob am Chemo oder vielleicht am Hashimoto, doch mein Körper macht das alles nicht so, wie ich es eigentlich will… Dass es Sommer ist, interessiert ihn auch nicht sonderlich – sitze hier mit 2 Tshirts und Pulli, Decke drumrum und heißem Tee und irgendwie ist mir immer noch kalt. Alles ist anstrengend und ich weiß nicht, warum.

Vielleicht werde ich auch krank? Hoffentlich nicht… Gut, übermorgen werden die Blutwerte überprüft, mal sehen, was dann dabei rauskommt…

Hashimoto Thyreoiditis

Hm, nachdem mein letzter Artikel wohl ein wenig verplant war, hier eine kleine und vermutlich ganz schrecklich unsachgemäße Erklärung eines Laien 🙂

Bei Hashimoto handelt es sich um eine Autoimmunkrankheit, die nach dem Entdecker Hakaru Hashimoto (1881 – 1934) entdeckt wurde. Die Ursachen sind noch weitgehend unbekannt bzw. nicht eindeutig belegt, in der Diskussion stehen Stresssituationen, Viruserkrankungen, genetische Belastung und Umwelt, desweiteren spielt Jod eine Rolle.

Die Symptome können sehr unterschiedlich auftreten, weswegen es oft lange dauert, darauf zu testen; typisch ist neben plötzlicher und starker Gewichtszunahme (ohne psychische Ursache) beispielsweise erniedrigte Körpertemperatur, Wassereinlagerung, heiseres Sprechen, Müdigkeit, fehlende Konzentration, Haarausfall, nächtliches Schwitzen, Gelenkschmerzen, Zyklusstörung, Augenprobleme, Verspannungen, trockene Haut usw.; teilweise kann es sogar zu epileptischen Anfällen führen, was aber sehr selten vorkommt (läuft dann unter Hashimoto Encephalopathie).

Naja. Also jede Menge Symptome, die auch von hunderten von anderen Sachen kommen können, von psychischen Problemen bis Grippe…

Wenn es aber erst mal untersucht wird, ist es relativ leicht zu erkennen, dazu wird eine Blutabnahme sowie Ultraschall der Schilddrüse verwendet.

Bei ersterem wird überprüft: Antikörperspiegel – TPO und TK (wobei das nicht sooo entscheidend ist), TSH, T3 und T4.

Bei dem Ultraschall wird die Größe der Schilddrüse sowie deren Regelmäßigkeit und Echostärke überprüft.

Es gibt dann noch einige andere Möglichkeiten wie Szintigraphie und histologische Untersuchung, aber das erspare ich euch (und mir) jetzt erst mal… 🙂

Wenn das Ganze erst mal entdeckt wurde, werden Hormone mittels Tabletten zugefügt, meistens Dinge wie Thyroxin, gibt aber auch phantasievollere Möglichkeiten wie beispielsweise getrocknete Schweineschilddrüsen…

Insgesamt dauert die erfolgreiche Einstellung eine Weile, bisschen Geduld sollte man also schon haben (oh weh…), aber es gibt nur selten Fälle, die wirklich gefährlich werden; allerdings kann es unter bestimmten Umständen Probleme mit Kinderwunsch geben.

In meinem Fall ist es so, dass wohl die Antikörper erhöht sind – über 300, aber nachdem ich nicht weiß, welche geprüft wurden und nach welcher Laboreinstellung bringt das recht wenig, außerdem soll wohl TSH erhöht sein, wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe. Mein ft4 ist sehr niedrig, an der Grenze, aber keine Ahnung, was das heißen soll, dasselbe gilt für hohes Cortisol. Das sind aber alles Werte von vor über einem Jahr…. 

Naja, mehr weiß ich wohl erst am Freitag. Bin halt schon sehr froh, dass endlich mal einfach gesagt wird, was Sache ist und es nicht immer als Frauengezicke hingestellt wird… Aber deshalb meinte ich, ich hoffe, dass die Werte schlecht genug sind – damit ich mit der Behandlung anfangen kann und nicht ständig immer breiter werde ^^

 

Ach, und wenn ich irgendwo was falsches aufgefasst habe oder so, immer her mit Bemerkungen und Kritik 🙂

 

 

Quellen: http://www.hashimotothyreoiditis.de/
http://de.wikipedia.org/wiki/Hashimoto-Thyreoiditis