Arbeitssuche Teil 2

Und so kam der nächste Termin beim Arbeitsamt. Lustigerweise wieder eine, die denselben Nachnamen wie ich und ihre Kollegin davor hatte (gut, der Name  ist auch nicht wirklich selten, nur wird er oft unterschiedlich geschrieben).

Auch wieder zu so einer perversen Uhrzeit frühs. Sehr liebe Frau, nur, dass es eigentlich überhaupt nichts gebracht hat. Aber nun ja.

Eigentlich hätte ich auch gestern Probearbeit gehabt. Allerdings wurde selbiges abgesagt – es waren bereits andere eingestellt worden. Danke, zu freundlich…. Den Job hätte ich wirklich gerne gehabt!

Jetzt noch mal zwei Bewerbungen abgeschickt und bei einer Privatvermittlung (die keine Provision verlangt) nachgefragt. Tjoa. Und so warte ich vor mich hin. Viele Möglichkeiten bleiben mir nicht – die meisten Jobs sind 40-Stunden, Nachtschicht; verlangen bestimmte Führerscheine oder „körperlich fit“. Und so warte ich vor mich hin. Das nervt.

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Arbeitssuche Teil 0 – wie alles begann

Tja. Optimistisch, wie ich war, dachte ich mir, einfach eine Mail an das Arbeitsamt zu schreiben und nach einem kleinen, niedlichen Beratungsgespräch zu fragen. Einfach mal so, ganz nebenher.

Positiv überrascht war ich, als ich am nächsten Tag gleich angerufen wurde (naja, oder wäre ich gewesen, wenn er nicht um unchristliche Zeiten nachts um 8 angerufen hätte) und der Mitarbeiter mich nach ein paar Details fragte. Ich versprach, die entsprechenden Informationen zuzusenden. Was ich dann auch gleich erledigte.

Einen  halben Roman und einige Tage später bekam ich den nächsten Anruf – diesmal Nr. 2 – dass die Daten nicht ausreichend wären, sie bräuchten den Tag (!!) der Einschulung bzw. der Schulwechsel. Ja nee, ist klar. Eine Woche später der Anruf von Nr. 3 – er ließ sich überreden, einfach irgendeinen Tag im September zu nehmen (wen interessiert das bitte??) und versprach, das alles weiterzuleiten. Kurz darauf rief Nr. 4 an, was dann letztendlich darauf hinauslief, dass sie mir ein paar Infoblätter und einen Termin zuleiten wolle.

Der kam dann auch bald darauf – der Termin war ein paar Wochen später. Natürlich wieder zu so einer perversen Uhrzeit. Ich brav hin, lustigerweise hat Nr. 5 denselben Nachnamen wie ich, kurz gesprochen, nur um festzustellen, dass sie NULL Informationen bekommen hatte und ich dementsprechend in der falschen Abteilung gelandet war. *kopf gegen die Wand knall*

Also wieder nach Hause, die nächsten 10 Bögen ausgefüllt und irgendwann wieder einen Termin bekommen, ein paar Wochen später.

Arbeitssuche Part 1

Arbeitssuche Part 1

Vorsichtshalber Part 1, ich wette, da wird es noch eine ganze Menge mehr geben…

Kurzer Überblick: offiziell bin ich dieses Semester noch Student, bin damit noch selbst versichert und gelte zwwar als arbeitssuchend, bekomme aber natürlich keinerlei Unterstützung. Dementsprechend auf Arbeitssuche, was ziemlich frustrierend ist – wer nimmt schon gern einen körperlich nicht belastungsfähigen Krüppel ohne Ausbildung?

Nachdem es ja noch in den nächsten Monaten egal ist, suche ich auch nach 400-Euro-Jobs – hauptsache irgendwas! Ganz ehrlich, ich verstehe es sehr gut, warum Leute  mit langjähriger Arbeitslosigkeit depressiv werde (auch, wenn ich bei vielen nicht verstehe, wie sie keinen Job finden können.)

Nun ja. Habe mich bei einem Bistro beworben und dort bis jetzt 3x ohne Bezahlung probegearbeitet. Aber bin mir momentan sehr unsicher, ob ich dort beginnen sollte – ich werde erst bezahlt, wenn ich in der Lage bin, den Laden komplett alleine zu schmeißen – 18 Tische + Theke, Essen und Getränke. 8.5 Stunden Arbeit, durchgehend, ohne Pause. Klar, es gibt immer wieder Zeiten, in denen nicht so viel los ist. Aber eben auch welche, die sehr anstrengend sind. Und für einen EDSler ist es nicht gut, so lange zu stehen bzw. schwere Sachen zu tragen.

So langsam muss ich mich entscheiden, aber so recht einig werde ich mir nicht…

Pro:

  • Bezahlung (6.20 die Stunde) + Trinkgeld
  • Mitarbeiter sehr sympathisch
  • Essen und trinken kostenlos
  • jetzt ein Job, nicht erst vielleicht irgendwann
  • bis zu 3 Tage die Woche möglich

Contra:

  • hohe körperliche Beanspruchung
  • Stress
  • Demotivierung durch das Probearbeiten

Wenig Contra, aber dafür umso stärkere.. Es ist nun mal nicht sehr motivierend, knapp 20h für insgesamt 5 Euro gearbeitet zu haben. Dazu kommt, dass ich bis jetzt jedes Mal ziemlich fertig war – daheim musste ich mich erst mal hinlegen, warten, bis die Schmerzen weniger sind. Tatsächlich war letztes Mal der Zustand danach ungefähr vergleichbar mit dem Zustand, der öfters während des Chemos war…

Mein Verstand sagt, ich sollte es lieber lassen… Aber mein Ego spricht dagegen – aufgeben, ohne es wirklich versucht zu haben? Das spricht gegen mein Prinzip – mal ganz davon abgesehen, dass es nicht gut für das Selbstbewusstsein ist, wenn man nicht nur das Studium hinschmeißt, sondern verschuldet daheim rumsitzt, keinen Job findet und immer frustrierter wird.

Vorsichtshalber habe ich mich noch woanders beworben – einem Café zusammen mit Bäckerei, als Putzfrau bzw. Geschirrspüler. Mit einer genialen Bezahlung von 8.50 Euro! Aber leider habe ich schon über 50 Konkurrenten – aber immerhin bin ich zum probearbeiten gebeten worden, so viel ich weiß, sind bis jetzt nur 6 Konkurrenten.

Insgesamt ist die Arbeitssuche an sich recht frustrierend – bei den meisten Anschreibungen wird körperliche Belastbarkeit gefordert, das kann ich eh vergessen, Schichtarbeit, Auto, Ausbildungen oder Vollzeit. Letzteres könnte ich rein theoretisch, ist mir aber noch zu riskant – nachdem ich die letzten Monate ja praktisch nichts gemacht habe und ja auch Arzttermine immer mal wieder habe etc…

Eine Ausbildung kann ich auch vergessen, ich weiß ja nicht, ob ich nächstes Jahr noch Strahlen bekomme oder nicht. 

Tja. Vielleicht sollte ich mich mal an den Unis als Versuchsperson anbieten – EDSler für Medizinstudenten oder so, als praktische Darstellung verrenkter Schultern. Heute im Sonderangebot 😀

Nun ja. Morgen geht es zum Arbeitsamt. Nachdem der letzte Besuch ja komplett sinnlos war, bin ich gespannt, was diesmal so passieren wird…

Arbeitssuche Teil 1

Nachdem ich ja momentan ziemlich wenig zu tun habe – oder, anders gesagt, überhaupt nichts zu tun habe und das der allerschnellste Weg ist, mich unausstehlich zu machen, suche ich schon einiger Zeit verzweifelt nach Arbeit. Was hier einfach nur noch ätzend ist.

Alle möglichen Arbeitsplätze sind hier entweder mindestens 30km weg (was mit Fahrverbot dank OP etwas schwierig ist) oder nur auf Langzeit, mit Vorerfahrung, Ausbildung, Auto oder körperlicher Anstrengung möglich. Was etwas schwierig ist, wenn man nur eine gewöhnliche Studentin ist. Wenn man dann aber auch noch erzählt, dass man mindestens 5 Tage im Monat ausfällt, nicht lange laufen oder stehen kann, nichts schweres tragen kann und nicht nachts arbeiten sollte; und sonst nur ein recht gewöhnlicher Mensch ist, hat man kaum noch Chancen.

Naja, habe jetzt mal im McDonalds nachgefragt. War heute dort und habe auch den Schichtchef gesprochen. Mal gucken, er meinte, ich kann erst ab Mitte Januar näheres erfahren, bis dahin ist wohl wegen Ferienstress schon alles zugeplant. Mehr sähe man später.

Ich bin gespannt. Aber was anderes fällt mir leider nicht ein, das ist echt frustrierend. Und so widme ich mich wieder dem Lesen (ich bin mal wieder der Buchsucht verfallen, bin gerade am 3ten Buch seit Weihnachten) und hoffe, dass sich das alles irgendwann ändert.

Btw war ich gestern noch schwimmen *schnell erwähne*, diesmal fei mit zwei muskulären Männern *zu Dr. Geldgier schiel*. Bin 40 Bahnen geschwommen, aber ich weiß nicht, wie lang die waren, so zwischen 15 und 20 Metern? Weiß nicht. Und Dampfbad, hatte ich auch schon ewig nimmer..