Die Tipps von Nebenan…

Gestern hat es geklingelt. Zwei Vertreter einer Versicherung standen da, hatten sich mehr oder weniger verirrt (wollten zu jemandem mit demselben Nachnamen), wollten dann jedoch die Gelegenheit nutzen und mir eine Versicherung andrehen. Für den Fall des Falles. Prompt natürlich für die Altersrente….

Hatte nicht so recht Lust auf eine lange Diskussion und in eher ironischer Stimmung und so entstand mehr oder weniger folgende Diskussion (mit leichten Abänderungen und Zusammenfassung):

Vertreterin (V): „… und vor allem die Altersrente! Ja, jetzt denken Sie sicher nicht daran! Aber irgendwann werden Sie auch mal älter und dann, dann würden Sie sich ärgern, wenn Sie kaum noch etwas von ihrem Leben hätten!“
Katze: „Na, darum werde ich mir wohl kaum Gedanken machen müssen. So alt werd‘ ich nicht. „
V: „Aber… warum denn nicht?“ *leicht betroffener Gesichtsausdruck*
Katze: „Krebs.“ *recht trocken und leicht amüsiert*
V: „Aber nein! Vergessen Sie Ihre Hoffnung nicht! Da kann man noch so viel machen! So… Chemo und wie das alles heißt. Und überhaupt, in meiner Familie hat es schon mehrere erwischt und alle haben es geschafft!“
Katze: „Joa, hängt aber auch davon ab, um welche Art von Krebs es sich handelt; um welchen Entwicklungszustand etc….“
V: „Und wissen Sie was…“, beugt sich vertraulich zu mir her „die Ärzte, die wollen ja eh immer nur Geld machen. Die Apotheken erst!“ *entsetzter Gesichtsausdruck* „Wissen Sie, ick weiß genau, wie das besser geht! Mit Zitrone!“
*leicht irritierter Gesichtsausdruck von ihrem Mitarbeiter und mir*
V: „Ja, das macht schon praktisch wieder gesund!“
Katze: „Na, ich weiß nicht… Außerdem sollte man gerade während der Chemo oft gerade Fruchtsäure vermeiden, das verträgt der Magen nicht so leicht.“
V: „Ach, aber das ist doch Zitrone! Die hat keine Säure! Und vor allem, da gibt es auch was, das hilft genauso gut wie eine Chemo…..“ *senkt die Stimme* „mit Kaffeesatz. Also… Da unten hin. Hinten.“
*extrem verwirrter Blick von beiden Seiten*
V: „Ja! Gscheit nen Kaffeesatz rein, jeden Tag, dann geht alles wieder!“

Ihr Kollege versuchte, die Situation zu retten und sprach von Darmkrebs, aber sie war anderer Meinung. Er verabschiedete sich dann recht schnell, drückte mir noch einen Schokoweihnachtsmann in die Hand und ergriff die Flucht.

Was ich mich immer noch frage – wer, um alles in der Welt, ist als erstes auf diese Idee gekommen und hat es ausprobiert? O.o

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