Summer Breeze 2012

Wieder zurück vom Festival. Was soll ich sagen – es war toll…

 

Die erste Nacht hatte es zwar geregnet, aber das ging zum Glück im Laufe des Tages wieder vorbei und dann blieb es die komplette Zeit richtig schön warm und sonnig. Da haben sich zwar immer wieder einige beschwert, aber ich habe es ausführlichst genossen…

Der Ort, an dem wir campten, war etwas weit entfernt vom Hauptgelände, nicht so gut für das Laufen, aber dafür schön ruhig und entspannt. Mal ganz zu schweigen von sauberen Dixie Klos mit Klopapier und ohne Anstehen, das ist ja schon Luxus… ^^

Auch von den Schmerzen her ging es, wenn auch nur mit Unterstützung aus meiner heiligen Medikamentenbox. Musste mich immer wieder mit Tilidin zuknallen, damit sich Kopf- und Gelenksschmerzen im Rahmen hielten. Deswegen auch lieber keinen Alkohol getrunken – glaube, ich habe in insgesamt 4 Tagen vielleicht eine Dose Bier getrunken?

Die Bands waren super. Habe bei einigen einfach mal mitgehört, ohne jegliche Vorinformation oder Ähnliches, einige Bands habe ich auch vorher schon gehört gehabt. Einfach die Zeit genossen, mitgehört, mitgelebt. Wer kann schon ohne Musik leben? Das kann ich mir gar nicht vorstellen…

Auch Behemoth hat wieder gespielt, von denen hatte ich schon ein-, zweimal erzählt gehabt. Der Frontsänger Nergal hatte Leukämie und wurde mit Chemo und Stammzellentransplantation behandelt, soweit ich weiß, ist er inzwischen ohne Behandlung. Auch diesmal war die Band super, besonders habe ich aber aufgehorcht, als er davon sprach, dass er in dem neuen Album, das im September rauskommen wird, auch ein Lied haben wird, das, nicht wörtlich und nur grob in Erinnerung zusammengefasst, von dem Kampf um das eigene Leben handeln wird; darum, nie aufzugeben. Hat mich schon ein wenig an meinem kleinen Herzchen berührt…  (Was man im Black Metal natürlich niemals nie nicht erwähnen würde ;D)

Auch sonst war es emotional schön, wenn auch ab und an anstrengend, berührend, aufregend. Viele Erinnerungen, viel Neues. Interessante Leute kennen gelernt, spannende Diskussionen gehabt.

 

Körperlich dann aber ziemlich am Ende, habe dringendst Schlaf gebraucht – und tatsächlich auch mal einen Tag lang keine Musik gehört… ^^

Update

So, wieder da…

 

Die Tage nicht in Schreibstimmung gewesen…

 

Hochzeit lief erstaunlich gut. (Kalenderidee hab ich etwas abgewandelt, aber dann verwendet ^^) Es gab keine heulenden Dramen, die Familien haben sich nicht zerfleischt und das Brautpaar schien wirklich glücklich zu sein, schön…

 

Festival war auch super, insgesamt. Auch, wenn ich erstaunlich wenig Bands gesehen habe (die meisten, die mich interessiert haben, liefen zu so ekligen Zeiten wie nachts um 3…) und am letzten Tag aufgegeben habe. Ich bin einfach nicht mehr die Jüngste.  *hochdramatisch seufzend in Decke einhüll*

Allgemein hat es wirklich gut getan, einfach mal raus, durchatmen, Sonne genießen und mit alten Bekannten quatschen. Schön!

Ach, und ein kleiner Tip: Gabapentin, Antibiotikum (Amoxihexal 1000mg) und Alkohol sind eine schlechte Mischung. Ganz schlecht. Wirklich. *räusper*

8. Chemo, 1. Tag

Yeah!! Endlich, die letzten Seiten in diesem Kapitel!

Ihr glaubt mir nicht, wie toll ich das finde, endlich hat dieses nervige Theater ein realistisches, absehbares Ende!

Die üblichen Nebenwirkungen, bla bla, kennt ihr ja eh schon ^^

Ansonsten: Blutwerte für Hashimoto bekommen, da ist auch alles in Ordnung. (Kommentar meines Freundes: wow, das erste Mal, dass du mal so was ähnliches wie gesund bist 😀 )

Noch etwas tolles: habe mir Urlaub genommen, für diese und die nächste Woche. Einfach mal entspannen, ohne Druck, ohne Anforderungen, Verpflichtungen, Stress. Erst das letzte Chemo rumbringen, dann noch paar Tage entspannen und dann ab nach Wacken – der perfekte Urlaub, Loslassen, Musik genießen.

Schlammig.

Das trifft wohl am besten das diesjährige Metalfest Open Air Austria… Aber geil wars trotzdem!

Wir haben also unsere Sachen gepackt und sind Donnerstag morgen losgefahren. Gut angekommen (nach ca. 3.5h Fahrt) und erst mal das übliche Anfangsentspannungsbier inklusive Steak genossen. Kaum hatten wir aufgegessen, fing es an zu regnen… Was ja prinzipiell nicht so schlimm ist, wenn es aber 24h regnet und währenddessen ein paar tausend Leute über eine Wiese rennen, wird es schwierig…

Am meisten taten mir die Leute leid, die mit Turnschuhen rumgelaufen sind ^^ Hat schon seinen Grund, warum man grundsätzlich Springerstiefel anzieht oder zumindest Gummistiefel mitnehmen sollte…

Und so hat das Vergnügen dann ausgeschaut…

Nun ja. Wir waren auf jeden Fall sehr froh, im Auto pennen zu können… Und schließlich sind wir ja nicht auf einem Festival, um uns über das Wetter zu beschweren, sondern um die Musik und die Stimmung zu genießen…

Um ehrlich zu sein, ich war sehr erstaunt, wie wenig Leute da waren, bei dem guten Angebot… Die Bands waren sehr unterschiedlich, von Pagan bis Black Metal war wirklich alles dabei. Preislich in Ordnung (nur noch mal 10 Euro fürs Parken abzurechnen, das geht gar nicht…) und das Bier war innen definitiv zu teuer…

Donnerstag war der genialste Tag. Angefangen mit Sepultura (ist halt einfach Kult.. Und älter als ich ^^), dann noch ein wenig Urgehal und dann natürlich Behemoth! Eine geniale Band, vor allem der Drummer! Vielleicht sogar fast ein wenig zu professionell, aber gut, sind halt auch schon ein etwas älterer Jahrgang 😀

Dazwischen immer mal im Zelt vorbeigeschaut, geguckt, was dort so spielt und nebenbei den einzigen regenfreien Ort genossen….

Samstag noch mehr rumgeguckt, was uns wo begegnet ist. Was ganz lustig war – die Jungs, die neben uns gecampt hatten, haben gemeint, wir könnten doch vorbeischauen, wenn sie im dritten Zelt spielen, was wir auch gemacht haben. Wir waren sehr positiv überrascht! Haben sie doch einen vorwiegend verplanten Eindruck gemacht, kombiniert mit sympathischer Gelassenheit. Das Ergebnis vn H.A.L. war richtig gut, technisch v.a. der Schlagzeuger und einer der Gitarristen, außerdem der Sänger.

Samstag waren wir dann doch relativ platt. Wir hatten uns schon vorher entschieden, nicht bis Sonntag durchzufeiern, sondern brav Samstag mittag heimzufahren (nur schade wegen Marduk, die hätte ich schon gerne gesehen). Also noch schnell zu Negator, eine meiner persönlichen Favoriten. Was eigentlich wirklich schade war. Vor allem deshalb, weil sie nur eine halbe Stunde spielen durften, was einfach nicht an ihr Niveau rankommt. Außerdem gab es am Anfang einige technische Schwierigkeiten, das Schlagzeug kam an den ersten Liedern nicht vernünftig rüber, was hier einfach Blödsinn war, ist das doch das primäre Instrument im Black Metal! Gut waren sie dennoch, aber ich wünschte, ich könnte mir mal ein richtiges Konzert bei ihnen angucken. Aber jetzt bin ich erst mal auf das nächste Album gespannt, das demnächst rauskommt.

Naja. Nachdem wir es dann glücklicherweise geschafft haben, ohne Abschleppen aus der Wiese zu kommen, sind wir nach Hause und haben uns erholt ^^

Insgesamt kann man nur sagen: es hat sich mehr als gelohnt! Nicht nur aufgrund der Musik, sondern auch wegen der Entspannung, dem Loslassen von all dem Stress und den hunderten Gedanken.