Dramakatze

Uah.

Kleine Vorwarnung – ich bin gerade absolut unerträglich!

Ich glaub, ich werd heut abend weggehen. Ihr wisst schon, ganz diplomatisches Frustsaufen. Aber wo?

Momentan ist hier niemand unterwegs, zumindest niemand, der heut abend freiwillig mit mir weggehen mag ^^ Verständlcih, geht mir genauso.  Die Frage bleibt aber – wohin?

Ich hätte also die Wahl: in meine Stammdisco,  gemütliche Rockmusik, 2 Bier für 2,50Euro und Kickern. Sehr entspannt und nciht so weit von  meiner WG entfernt.

Die andere Disco ist gar nicht mein Ding – schrecklich eng, unerträgliche Musik, teuer – aber dafür ist heute Gayparty.

Zur Erklärung, ich bin ja vergeben – aber mein Freund hat nichts dagegen, wenn ich mich ab und an mit einer Frau treffe. Das hat auch das emotionale Chaos verursacht.

Was mach ich denn jetzt?? *argl*

Eure Meinung?

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=(

Keine gute Stimmung. Seit gestern. Was für ein frustrierender Tag!

Die Laune war schon ein wenig… zurückhaltend… Die Details erspare ich euch, nur – warum sind Frauen nur so kompliziert und warum sind Männer so unlogisch und warum müssen die Dinge immer so laufen, wie sie letztendlich laufen? Warum ist es nur so schwierig, für einen Moment glücklich zu sein, ohne, dass das danach verdreht wird?

Nun ja. Dann zu einem Augenarzt. Hatte schon seit ein paar Tagen versucht, irgendwo einen Termin zu bekommen, aber hier sind alle Augenärzte bis Juli/August „ausgebucht“… Nur eine Praxis hat mich gestern spontan als eine Art Notfall reingenommen. Und das ist ein superlieber, sehr sympathischer Augenarzt, bei dem man merkt, dass sein Beruf ihm wirklich etwas bedeutet. Allerdings bin ich mir gerade nicht so sicher, ob es so gut war, dass er mich so ausführlich untersucht hat…

Immerhin war die Frage, warum ich auf einem Auge so unscharf sehe, schnell geklärt – meine Werte hatten sich vermutlich ein wenig verändert, aber nicht so arg, wie ich dachte, statt dessen beschwert sich die Hornhaut – ist sozusagen angelaufen ^^. Keine schlimme Sache, nur nervig – darf jetzt eine Woche keine Kontaktlinsen mehr tragen, nur Brille und Salbe drauf. Ich hasse Brillen….

Aber nun ja. Kein Drama. Allerdings ist dabei auch noch rausbekommen, dass ich anscheinend einen toten Punkt im Blick habe. Faszinierenderweise merke ich davon absolut gar nichts, mein Blick ist genauso wie davor. Nur diese blöden aufleuchtenden Punkte sehe ich in dem Bereich nicht!

Super. Jetzt habe ich den Führerschein sozusagen entzogen bekommen. Total sinnlos, die letzten Monate hab ich ja beim Fahren auch nichts gemerkt. Mal ganz davon abgesehen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ich einen Unfall baue, weil von ganz oben ein Krümel runterfällt, relativ niedrig sein dürfte…. Der Augenarzt meinte auch, dass es nicht so dramatisch ist, aber ich verstehe schon, dass er das nicht zurücknehmen kann, ist ja einfach eine Versicherungsfrage…

Jetzt versuchen wir es nächste Woche noch mal, in der Hoffnung, dass die Hornhautgeschichte auch mitspielt (in dem Auge ist der Punkt auch ein Stück größer) und wenn ich dann durchkomme, passt es wieder. Ich weiß, dass er mir nicht meinen Traum nehmen möchte, aber mir ist durchaus bewusst, wie schnell und wie weit sich neurologische Schäden wieder ausgleichen können (oder eben nicht), von daher….

Momentan versuche ich, meine Emotionen so weit wie möglich unter Kontrolle zu halten. Nachher hab ich noch mal Fahrstunde (haha…..), dann muss ich das mit meinem Fahrlehrer besprechen. Aber er hat eh gemeint, seine Chefin motzt schon, weil ich den Scheißantrag noch nicht gestellt habe…

…. einmal Kuchen backen ….

Man nehme:

  • eine mittlere Portion Stress
  • jede Menge Frustration
  • eine Handvoll Wut
  • ein paar Krümel Ironie
  • zwei Löffel Enttäuschung
  • eine Scheibe Trauer
  • eine Prise Selbstvorwürfe

Man mische alles zusammen, lasse es ein wenig im Ofen kokeln und gebe dann einen Hauch Einsamkeit hinzu.

Guten Appetit…

Kurzfassung

Sorry, dass ich so lange nicht geschrieben habe.. Aber irgendwie bin ich ständig on tour und irgendwie habe ich nie Zeit und überhaupt. Deshalb hier nur eine kurze Rückmeldung mit ein paar zusammengefassten Kommentaren zu den letzten Tagen…

  • Die Uni hat mich wieder! Oder sie mich. Oder wie auch immer. Auf jeden Fall muss ich zugeben, dass ich es irgendwie vermisst habe. Auch, wenn meine üblichen Probleme eintreten – entweder, ich knall mich mit Kaffee zu (was irgendwann Epilepsie auslöst. Allerspätestens nach 6 Tabs gibts auch Knieschmerzen kostenlos dazu) der ich penn während der Vorlesung ein, obwohl ich versuche, nebenher mit meinen Händen einen 3-Takt und den Füßen einen 4-Takt zu klopfen.
  • Toller Freitag. Weggehen, lecker Bier (3 davon, ich war übelst besoffen), superliebe Gespräche… Nur im Kickern war ich schlecht. Aber eine gewisse Dame hat mich daran gehindert, dass meine Laune auch nur ansatzweise hätte runtergehen können…
  • Irgendwie ists ein lustiges Gefühl, zu sehen, wie ein Mann das schmollen anfängt, weil ich ihm beim Flirten konkurriere und dabei gewinne 😀
  • Ich hab mich in ein Motorrad verliebt. Indirekt. Also, würde es gerne mal probieren. Ein Honda CBR 400. Leider kosten die Dinger knapp 2000 Euro, also unbezahlbar. Vermutlich wirds auf eine Yamaha FZR 400 rauslaufen. Die mag ich leider überhaupt nicht, mal ganz davon abgesehen, dass ich denke, dass sie wesentlich anstrengender zu fahren sind…
  • Versuch Fitness: war dort. Dachte, ich lasse mir mal erklären, wie so wo was funktioniert. 2 Jungs auch. Nach 20min Warten haben wir herausgefunden, dass der „Erklärer“ erst ab nächster Woche da ist. Hmpf. Trotzig eine Übung gemacht und prompt nach 2 min Muskelkater bekommen. Daraufhin wieder raus, 20min frierend auf den Bus gewartet und wieder 45min zurück nach Hause gefahren. Frustrierend.
  • Habe ein Seminar zum Umgang mit Stress und Uni belegt, insbesondere mit Konzentration auf meine verhasste Statistik. Leute sehr sympathisch, bin mal gespannt.
  • Haare endlich gefärbt (wollte ja Friseur, aber das is zur Zeit zu teuer), Ergebnis halbwegs ok. Jetzt muss ich mich endlich photographieren lassen und den Antrag für meinen Führerschein einreichen.
  • Mein Freund schafft es inzwischen, nach 1 Bier 3 Tage lang einen Kater zu haben. Keine Ahnung, wie das ein Mann hinbekommt, der es zu seinen alten Zeiten (also vor 16 Jahren) geschafft hat, dem Arzt zu erklären, dass Alk gar nicht so schlimm ist und auch nicht sein praktisch zersprengtes Knie – was dieser ihm nicht so ganz glauben wollte, kein Wunder, mit mehr als 2 Promille und das ohne schwanken stehend.
  • Ich brauch einen Masseur. Oder eine Masseuse. *seufz*
  • Eigentlich müsste ich einen Augenarzt finden. Aber da einen neuen aufzutreiben, der in Ordnung ist (der letzte meinte, ach, die alten Linsen stimmen schon, da müsse man doch gar nicht neu messen, bleibt doch praktisch dasselbe..), dann die Kosten für die neuen Linsen (knapp 200 €)… Bah.
  • Eine der Miezen sterilisiert. Hindert sie nicht daran, am nächsten Tag eine Maus zu finden und prompt in unser Wohnzimmer zu kotzen. Hmpf.
  • Ich habe es ernsthaft geschafft, über 24 Stunden auf Internet zu verzichten. Und hatte noch nicht mal krasse Entzugserscheinungen!

So. Wette, ich habe die Hälfte vergessen. Aber der Schleppi rennt ja nicht weg…

Der Tag danach

Heute ist wieder der erste „freie“ Tag, der Tag, an dem ich kein Chemo nehmen muss. Eigentlich liebe ich diesen Tag – das Aufwachen, verbunden mit der Erkenntnis, dass man nicht zwei Stunden früher aufstehen musste, um den Mist zu nehmen, dass man nicht mit ein paar Stunden Schwindel und Stress rechnen muss, dass man einfach aufstehen und in die zugegebenerweise nicht gerade beliebteste Vorlesung gehen kann…

Diesmal war es nicht so prickelnd, was vorwiegend daran lag, dass ich die komplette Nacht nie länger als ab und an für ein paar Minuten geschlafen habe… Früher hatte ich das oft, gerade als Kind, aber inzwischen eigentlich nur noch sehr selten.

Aber wenigstens bin ich in der Vorlesung nicht eingeschlafen…

Fitness

Ich habe es getan. Tatsächlich. Heute habe ich mich soweit überredet, mir einen Sportausweis sowie eine Zulassung zu den Sportgeräten zu holen. Und gleich  noch brav Sportschuhe (bzw. deren Billigvariante) und eine Sporthose (zumindest sowas ähnliches – was für grausame Artikel sind momentan in der Mode??). Und morgen soll es los gehen.

Wow. Ich bin immer noch leicht sprachlos. Früher habe ich gern Sport gemacht, jede Menge. Mit viel Leidenschaft und Ehrgeiz. Solange, bis ich mir das erste Mal die Schulter ausgekugelt habe und mehrere Wirbel luxiert. Dann war es das. Damals zerbrach ein Teil von mir und ich brauchte eine Weile, bis ich damit klar gekommen war. 10 Jahre ist das jetzt her. Und aus dem dünnen Mädel wurde die verkrüppelte Frau mit zu viel Sturheit, dem aufzugeben. Und aus den 100 Liegestützen wurden 0. Maximal 2.

Ab und an habe ich es dennoch probiert. Krankengymnastik an Geräten. Kraftsport fand ich immer langweilig, doch irgendwann kam der Ehrgeiz. Solange, bis meine Muskeln gelangweilt waren, aber ich aufhören musste aufgrund der elendig entzündeten Gelenken. Das ist inzwischen auch wieder 5 Jahre her. Seitdem ein paar Mal schwimmen gehen. Und sonst? Nichts. Und gedanklich schon allgemein davon dissoziiert, verbunden mit den Emotionen der Aufgabe.

Jetzt habe ich einen schrecklich untrainierten Körper, der Schwierigkeiten hat, den 6erPack Plastikflaschen Mineralwasser vom nächsten Supermarkt nach Hause zu tragen. Gefiel mir schon die ganze Zeit nicht, doch meistens folgte ich den Forderungen vieler Ärzte: Schonung. Doch was sich schon länger subliminal in mein schiefes Gehirn eingeschlichen hat, hat die Gelegenheit genutzt und ist der Radspur des Motorrades gefolgt.

Ist es nicht idiotisch, auf die Schonung der Gelenke zu achten, wenn einem vorgewarnt wird, dass man umso früher Arthrose erlangt? Wozu? Wozu, wenn man Krebs hat und nicht in das Alter kommt, in dem die Gelenke noch mehr stören? Mal ganz davon abgesehen, dass ein vernünftiges Training der Gelenke die Kapseln und Sehnen durchaus schonen kann, da dann die Muskeln einen Teil der Last übernehmen, wie wohl jeder Krankengymnast bestätigen kann.

Sicher, eine vernünftige Therapie bei einer genialen KGlerin hier, die eine Zusatzausbildung hat machen lassen, wäre noch besser. Aber ganz ehrlich – weder die Kosten noch der Aufwand ist momentan machbar. Ich müsste 2-4 Stunden in der Woche KG machen, berechnet über ungefähr ein Jahr. Welcher Arzt gibt einem schon jedesmal Überweisungen? Kann man vergessen. Und dann immer zu einem anderen laufen und darum zu betteln? Und wieder abgelehnt und zum nächsten und betteln? Nein, darin bin ich nicht gut. Dazu die Kosten (knapp 19 Euro für 6 Stunden), der Stress, der Termindruck.. Nein, das ist momentan unrealistisch.

Und dennoch – um gut im fahren zu sein ist eine gewisse körperliche Fitness notwendig. Also fange ich jetzt damit an. Erst mal sehr langsam und schonend, natürlich kein Training während der Chemozeit. Nur, dass ich es diesmal nicht als erzwungene Notlösung sehe, als logischen Zwang gegen sämtliche Gefühle; sondern als Weg, um meinen Traum zu erfüllen; als Weg, mir mehr Wege zu geben.

Die Qual der Wahl…

Nachdem das Wetter ja so langsam mal zumindest überlegt, eventuell wieder Anzeichen von Menschenfreundlichkeit zu zeigen und in Richtung halbwegs vernünftige Temperatur zu gehen, kommt man doch glatt zum Nachdenken, was man diesen Sommer so alles machen könnte…

Ich Idiot habe mir nichtsahnend rausgeschrieben, was für Festivals dieses Jahr interessant sind. Klar, haben doch die ersten Festivals schon statt gefunden.

Nur – wo geh ich dann hin? Ist ja auch eine Frage der Zeit und noch mehr des Geldes….

Interessant wären:

  • 7.-8. Mai: Walpurgis Metal Days
  • 13.-15. Mai Open Air (in Dessau)
  • 22.-23. Mai: Festung Open Air Bitterfeld
  • 2.-3. Juli: Under The Black Sun (Berlin)
  • 2.-4. Juli: With Full Force
  • 5.-11. Juli: Metalcamp (Slovenien)
  • 23.-24. Juli: Boarstream Open Air
  • 5.-7. August: Wacken
  • 12.-14. August: PartySan
  • 19.-21. August: Summerbreeze
  • 1.-2. Oktober: Way of Darkness
  • 9.-10. Oktober: Hellscream

Aaaah! Und ich brauch schon eine Ewigkeit, bis ich mich entschieden habe, ob ich lieber Kaffee oder Tee haben mag…

Möchte auch unbedingt mal zum Metalcamp – aber danach braucht man definitiv noch eine Woche Urlaub, um sich wieder zu erholen und nüchtern zu werden, aber ich denke, das verschieben wir lieber auf nächstes Jahr. Weiß ja nicht, wann die Chemos wirklich sind. Bin zwar öfters… positiv risikoberechnend, aber mit Chemo auf ein Festival zu gehen, wäre idiotisch…

Huh… Vorschläge? Pro und Contra-Ideen?